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MOI - Multimethodische Objektive Interessensbatterie


Proyer, Rene T; Häusler, J (2008). MOI - Multimethodische Objektive Interessensbatterie. Mödling, AU: Schuhfried.

Abstract

Theoretischer Hintergrund:
J.L. Holland (1997) unterscheidet zwischen Realistic (praktisch-technischen), Investigative (intellektuell-forschenden), Artistic (künstlerischen), Social (sozialen), Enterprising (unternehmerischen) und Conventional (konventionellen) Interessen. Auf Basis dieser in Theorie und Praxis weit verbreiteten Unterteilung (Proyer, 2007a; Rayman & Atanasoff, 1999) wurden in MOI verschiedene Operationalisierungen der sechs Interessensdimensionen umgesetzt.In der Testbatterie finden sich zur Erfassung beruflicher Interessen neben einem Interessensfragebogen und einem nonverbalen Interessenstest auch sog. Objektive Persönlichkeitstests. Diese erlauben es, Informationen zur Persönlichkeit (hier: berufliche Interessen) anhand der Beobachtung des Verhaltens der Testperson bei der Bearbeitung von leistungstestähnlichen Aufgaben zu gewinnen (s. zur Methode Ortner, Proyer & Kubinger, 2006; Proyer & Häusler, 2007a). Die Objektiven Persönlichkeitstests liefern Informationen, die der Testperson in der Selbstbeschreibung nicht zugänglich sind bzw. die aufgrund eines selektiven Antwortverhaltens nicht zum Tragen kommen.

Durchführung:
MOI besteht aus einem Interessensfragebogen, einem nonverbalen Interessenstest sowie drei Objektiven Persönlichkeitstests zur Erfassung beruflicher Interessen („Ablenkbarkeit“, „Aufteilung“, „Tachistoskop“). Darüber hinaus steht ein Fragebogen zur Erfassung der beruflichen Identität zur Verfügung. Testformen:MOI verfügt über 2 Testformen, die als vorgefertigte Zusammenstellungen der Subtests verwendet werden können. In der Langform (S1) werden die Subtests zur impliziten Messung vorgegeben, während sich die Kurzform (S2) auf die beiden Subtests zur expliziten Messung der Berufsinteressen beschränkt.

Auswertung:
Für alle Subtests werden Kennwerte für die sechs Interessensrichtungen errechnet. Über alle durchgeführten Subtests werden normierte Gesamtscores für die explizit und für die implizit gemessenen Interessen ausgegeben. Die Daten können entsprechend einer Gesamtnorm sowie bezogen auf intraindividuelle Interessensunterschiede interpretiert werden.

Zuverlässigkeit:
Je nach verwendeter Skala liegen die Reliabiliäten (Cronbach Alpha) der expliziten Testverfahren zwischen 0.70 und 0.89. Die Reliabilitäten der impliziten Messmethoden liegen zwischen 0.64 und 0.92. Gültigkeit:Proyer und Häusler (2007) konnten die Hexagonstruktur der Interessen (Gottfredson & Holland, 1996) mittels Mehrdimensionaler Skalierung der Interessensskalen von MOI replizieren. In einer Studie von Proyer (2006) konnten mit MOI bei Studierenden der Psychologie höhere Mittelwerte in sozialen Interessen und bei Studierenden aus Wirtschaftsstudien höhere Mittelwerte in unternehmerischen Interessen im Vergleich zu anderen Studierenden gefunden werden.

Normen:
Für MOI existiert eine Normierungsstichprobe im Umfang von N=452, die multizentrisch in Österreich und der Schweiz erhoben wurde.

Durchführungsdauer:
Testform S1: 40-60 MinutenTestform S2: 15-20 MinutenIndividuell zusammengestellte Testbatterien sind natürlich entsprechend kürzer.

Anwendung:
Objektive und fragebogenbasierte Erfassung beruflicher Interessen auf Basis der Berufsinteressenstheorie von Holland (1997), einsetzbar ab 14 Jahren.

Hauptanwendungsbereiche: Pädagogische Psychologie, Personal psychologie

Abstract

Theoretischer Hintergrund:
J.L. Holland (1997) unterscheidet zwischen Realistic (praktisch-technischen), Investigative (intellektuell-forschenden), Artistic (künstlerischen), Social (sozialen), Enterprising (unternehmerischen) und Conventional (konventionellen) Interessen. Auf Basis dieser in Theorie und Praxis weit verbreiteten Unterteilung (Proyer, 2007a; Rayman & Atanasoff, 1999) wurden in MOI verschiedene Operationalisierungen der sechs Interessensdimensionen umgesetzt.In der Testbatterie finden sich zur Erfassung beruflicher Interessen neben einem Interessensfragebogen und einem nonverbalen Interessenstest auch sog. Objektive Persönlichkeitstests. Diese erlauben es, Informationen zur Persönlichkeit (hier: berufliche Interessen) anhand der Beobachtung des Verhaltens der Testperson bei der Bearbeitung von leistungstestähnlichen Aufgaben zu gewinnen (s. zur Methode Ortner, Proyer & Kubinger, 2006; Proyer & Häusler, 2007a). Die Objektiven Persönlichkeitstests liefern Informationen, die der Testperson in der Selbstbeschreibung nicht zugänglich sind bzw. die aufgrund eines selektiven Antwortverhaltens nicht zum Tragen kommen.

Durchführung:
MOI besteht aus einem Interessensfragebogen, einem nonverbalen Interessenstest sowie drei Objektiven Persönlichkeitstests zur Erfassung beruflicher Interessen („Ablenkbarkeit“, „Aufteilung“, „Tachistoskop“). Darüber hinaus steht ein Fragebogen zur Erfassung der beruflichen Identität zur Verfügung. Testformen:MOI verfügt über 2 Testformen, die als vorgefertigte Zusammenstellungen der Subtests verwendet werden können. In der Langform (S1) werden die Subtests zur impliziten Messung vorgegeben, während sich die Kurzform (S2) auf die beiden Subtests zur expliziten Messung der Berufsinteressen beschränkt.

Auswertung:
Für alle Subtests werden Kennwerte für die sechs Interessensrichtungen errechnet. Über alle durchgeführten Subtests werden normierte Gesamtscores für die explizit und für die implizit gemessenen Interessen ausgegeben. Die Daten können entsprechend einer Gesamtnorm sowie bezogen auf intraindividuelle Interessensunterschiede interpretiert werden.

Zuverlässigkeit:
Je nach verwendeter Skala liegen die Reliabiliäten (Cronbach Alpha) der expliziten Testverfahren zwischen 0.70 und 0.89. Die Reliabilitäten der impliziten Messmethoden liegen zwischen 0.64 und 0.92. Gültigkeit:Proyer und Häusler (2007) konnten die Hexagonstruktur der Interessen (Gottfredson & Holland, 1996) mittels Mehrdimensionaler Skalierung der Interessensskalen von MOI replizieren. In einer Studie von Proyer (2006) konnten mit MOI bei Studierenden der Psychologie höhere Mittelwerte in sozialen Interessen und bei Studierenden aus Wirtschaftsstudien höhere Mittelwerte in unternehmerischen Interessen im Vergleich zu anderen Studierenden gefunden werden.

Normen:
Für MOI existiert eine Normierungsstichprobe im Umfang von N=452, die multizentrisch in Österreich und der Schweiz erhoben wurde.

Durchführungsdauer:
Testform S1: 40-60 MinutenTestform S2: 15-20 MinutenIndividuell zusammengestellte Testbatterien sind natürlich entsprechend kürzer.

Anwendung:
Objektive und fragebogenbasierte Erfassung beruflicher Interessen auf Basis der Berufsinteressenstheorie von Holland (1997), einsetzbar ab 14 Jahren.

Hauptanwendungsbereiche: Pädagogische Psychologie, Personal psychologie

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Item Type:Monograph
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Language:German
Date:2008
Deposited On:20 Feb 2009 20:37
Last Modified:05 Apr 2017 03:08
Publisher:Schuhfried
Series Name:Wiener Testsystem
Number of Pages:64
Official URL:http://www.schuhfried.at/de/produkte/wiener-testsystem-wts/testverfahren/einstellungs-und-interessenstests/moi-multimethodische-objektive-interessensbatterie.html
Related URLs:http://www.schuhfried.at/ (Publisher)

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