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In-vitro-Untersuchung unterschiedlicher PMMA-Knochenzemente - ein erster Vergleich neuer Materialien für die Endoprothetik


Kock, H J; Huber, F X; Hillmeier, J; Jäger, R; Volkmann, R; Handschin, A E; Letsch, R; Meeder, P J (2008). In-vitro-Untersuchung unterschiedlicher PMMA-Knochenzemente - ein erster Vergleich neuer Materialien für die Endoprothetik. Zeitschrift für Orthopädie und Unfallchirurgie, 146(1):108-113.

Abstract

Studienziel: Klinisch bewährte (Refobacin® Palacos® R und Palacos® R + G) und klinisch noch unerprobte (Refobacin® Bone Cement R und SmartSet® GHV) PMMA-Knochenzemente wurden in vitro auf praxisrelevante Unterschiede getestet. Methode: Hierzu wurden chemische Analysen, Verarbeitungstests und Prüfungen nach der für PMMA-Knochenzemente gültigen ISO-Norm durchgeführt. Ergebnisse: Die ermittelten Ergebnisse zeigen deutliche Hinweise auf die Verwendung unterschiedlicher Copolymere bei Refobacin® Bone Cement R und SmartSet® GHV gegenüber den Palacos®-Zementen. Außerdem zeigten sich signifikant unterschiedliche Viskositätsverläufe und Anteigzeiten (p < 0,01 für Palacos®-Zemente gegenüber Refobacin® Bone Cement R) als Ausdruck eines unterschiedlichen Verarbeitungsverhaltens. Auch die Aushärtezeiten unter ISO-5833-Bedingungen unterschieden sich signifikant (p < 0,01 und p < 0,05 für Palacos®-Zemente gegenüber Refobacin® Bone Cement R, p < 0,01 für Refobacin® Bone Cement R gegenüber SmartSet® GHV). Schlussfolgerung: Angesichts dieser unterschiedlichen Materialcharakteristika können die klinischen Daten aus der Langzeitanwendung der als Standard in der Endoprothetik geltenden Knochenzemente Refobacin® Palacos® R und Palacos® R + G nicht auf die neu entwickelten PMMA-Zemente Refobacin® Bone Cement R und SmartSet® GHV übertragen werden. Vor einer breiten klinischen Anwendung der letzteren Zemente sind zunächst prospektive klinische Studien unter Verwendung der RSA bzw. DEXA-Techniken und in einem zweiten Schritt statistisch aussagekräftige, prospektiv vergleichende Multizenterstudien erforderlich. Bis zum Vorliegen dieser Daten sollten Patienten bei der Anwendung von Refobacin® Bone Cement R und SmartSet® GHV in jedem Fall über die vom Standard der zementierten Endoprothetik in den skandinavischen Prothesenregistern abweichende Materialanwendung mit letztlich unvorhersagbaren Langzeitfolgen aufgeklärt werden um spätere Regressforderungen durch mangelnde Aufklärung zu vermeiden.

Abstract

Studienziel: Klinisch bewährte (Refobacin® Palacos® R und Palacos® R + G) und klinisch noch unerprobte (Refobacin® Bone Cement R und SmartSet® GHV) PMMA-Knochenzemente wurden in vitro auf praxisrelevante Unterschiede getestet. Methode: Hierzu wurden chemische Analysen, Verarbeitungstests und Prüfungen nach der für PMMA-Knochenzemente gültigen ISO-Norm durchgeführt. Ergebnisse: Die ermittelten Ergebnisse zeigen deutliche Hinweise auf die Verwendung unterschiedlicher Copolymere bei Refobacin® Bone Cement R und SmartSet® GHV gegenüber den Palacos®-Zementen. Außerdem zeigten sich signifikant unterschiedliche Viskositätsverläufe und Anteigzeiten (p < 0,01 für Palacos®-Zemente gegenüber Refobacin® Bone Cement R) als Ausdruck eines unterschiedlichen Verarbeitungsverhaltens. Auch die Aushärtezeiten unter ISO-5833-Bedingungen unterschieden sich signifikant (p < 0,01 und p < 0,05 für Palacos®-Zemente gegenüber Refobacin® Bone Cement R, p < 0,01 für Refobacin® Bone Cement R gegenüber SmartSet® GHV). Schlussfolgerung: Angesichts dieser unterschiedlichen Materialcharakteristika können die klinischen Daten aus der Langzeitanwendung der als Standard in der Endoprothetik geltenden Knochenzemente Refobacin® Palacos® R und Palacos® R + G nicht auf die neu entwickelten PMMA-Zemente Refobacin® Bone Cement R und SmartSet® GHV übertragen werden. Vor einer breiten klinischen Anwendung der letzteren Zemente sind zunächst prospektive klinische Studien unter Verwendung der RSA bzw. DEXA-Techniken und in einem zweiten Schritt statistisch aussagekräftige, prospektiv vergleichende Multizenterstudien erforderlich. Bis zum Vorliegen dieser Daten sollten Patienten bei der Anwendung von Refobacin® Bone Cement R und SmartSet® GHV in jedem Fall über die vom Standard der zementierten Endoprothetik in den skandinavischen Prothesenregistern abweichende Materialanwendung mit letztlich unvorhersagbaren Langzeitfolgen aufgeklärt werden um spätere Regressforderungen durch mangelnde Aufklärung zu vermeiden.

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Other titles:In vitro studies on various PMMA bone cements: a first comparison of new materials for arthroplasty
Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Reconstructive Surgery
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2008
Deposited On:04 Mar 2009 08:36
Last Modified:06 Dec 2017 19:05
Publisher:Thieme
ISSN:1864-6697
Publisher DOI:https://doi.org/10.1055/s-2007-989334
PubMed ID:18324591

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