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Erhebung und Bewertung der Gesundheitsverträglichkeit der Arbeitszeitmodelle Schweizer Intensivpflegestationen


Busch, A K; Reuter, H; Bauer, G (2006). Erhebung und Bewertung der Gesundheitsverträglichkeit der Arbeitszeitmodelle Schweizer Intensivpflegestationen. Pflege, 19(2):97-107.

Abstract

DEUTSCH: Arbeitszeitregelungen gehören zu den größten gesundheitlichen Belastungsquellen im Beruf der Gesundheits-
und Krankenpflege. Je nach Ausformung können sie sowohl die physische und psychische Gesundheit als auch die soziale und private Integration der Pflegenden gefährden. Die zusätzlichen Belastungen des pflegerischen Alltags, mit denen sich in besonderem Maße das Intensivpflegepersonal konfrontiert sieht, verstärken diese Effekte. Um Hinweise auf Vor- und Nachteile alternativer Modelle sowie praktikable Lösung in Bezug auf gesundheitsverträgliche
Arbeitszeitformen zu erhalten, bestanden die Ziele dieser explorativen Studie darin, den Bestand der auf den Intensivpflegestationen der Schweiz praktizierten Arbeitszeitmodelle aufzunehmen, die erfassten Modelle hinsichtlich ihrer Gesundheitsverträglichkeit zu bewerten und eine Analyse der organisatorischen Rahmenbedingungen der Stationen mit besonders gesundheitsverträglichen Modellen vorzunehmen. Es wurde ein Fragebogen entwickelt, mit dem 84 Pflegefachpersonen, die für die Gestaltung der Dienstpläne auf den Intensivpflegestationen zuständig sind,
befragt wurden. Die Daten wurden mittels deskriptiver
statistischer Methoden analysiert. Für die Bewertung der Gesundheitsverträglichkeit wurde ein Verfahren entwickelt, das die wichtigsten gesundheitsrelevanten Dimensionen von Arbeitszeitmodellen berücksichtigt und eine Gesamteinschätzung der verschiedenen praktizierten
Arbeitszeitmodelle erlaubt. Ein Extremgruppenvergleich
unter Inanspruchnahme von nicht-parametrischen und parametrischen Tests diente der Analyse der organisatorischen Rahmenbedingungen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen auf, dass die Gestaltung der Arbeitszeit auf den Intensivpflegestationen der Schweizer Spitäler hinsichtlich der arbeits- und gesundheitswissenschaftlichen Erkenntnisse noch nicht optimal erfolgt. Verbesserungspotenzial ist insbesondere in den Dimensionen Dauer und Dichte der Arbeitszeiten und bei den unterstützenden Angeboten der Betriebe erkennbar.

ENGLISH: Work schedules impact significantly on the health and well-being of health care professionals. The prevailing schedules can place the care providers 'at risk both psychologically and physically as well as in their social and private sphere. The added burden of daily activities in intensive care units (ICUs) intensifies these effects. The present quantitative study was designed to determine the range of work schedules currently in practice in intensive care units in Switzerland and to assess their possible health impact on nurses. Furthermore, it assessed how the organizational context differs between intensive care units with better and worse work schedules. A questionnaire was developed, pilot tested, and distributed to 84 ICUs in Switzerland. All 84 professionals responsible for designing the work schedules of nurses on ICUs were requested to fill out the questionnaire. The collected data were analyzed using descriptive statistical methods. To assess the health impact of the work schedules, a method was developed which considers the most important health relevant dimensions of the work schedules for a global estimate. Finally, the most extreme groups regarding the health impact of the working schedules were compared regarding their organizational context using non-parametric and parametric tests. The findings show that the working schedules in ICUs could be considerably improved, particularly regarding duration and density of working hours as well as regarding supportive structures of the hospitals.

Abstract

DEUTSCH: Arbeitszeitregelungen gehören zu den größten gesundheitlichen Belastungsquellen im Beruf der Gesundheits-
und Krankenpflege. Je nach Ausformung können sie sowohl die physische und psychische Gesundheit als auch die soziale und private Integration der Pflegenden gefährden. Die zusätzlichen Belastungen des pflegerischen Alltags, mit denen sich in besonderem Maße das Intensivpflegepersonal konfrontiert sieht, verstärken diese Effekte. Um Hinweise auf Vor- und Nachteile alternativer Modelle sowie praktikable Lösung in Bezug auf gesundheitsverträgliche
Arbeitszeitformen zu erhalten, bestanden die Ziele dieser explorativen Studie darin, den Bestand der auf den Intensivpflegestationen der Schweiz praktizierten Arbeitszeitmodelle aufzunehmen, die erfassten Modelle hinsichtlich ihrer Gesundheitsverträglichkeit zu bewerten und eine Analyse der organisatorischen Rahmenbedingungen der Stationen mit besonders gesundheitsverträglichen Modellen vorzunehmen. Es wurde ein Fragebogen entwickelt, mit dem 84 Pflegefachpersonen, die für die Gestaltung der Dienstpläne auf den Intensivpflegestationen zuständig sind,
befragt wurden. Die Daten wurden mittels deskriptiver
statistischer Methoden analysiert. Für die Bewertung der Gesundheitsverträglichkeit wurde ein Verfahren entwickelt, das die wichtigsten gesundheitsrelevanten Dimensionen von Arbeitszeitmodellen berücksichtigt und eine Gesamteinschätzung der verschiedenen praktizierten
Arbeitszeitmodelle erlaubt. Ein Extremgruppenvergleich
unter Inanspruchnahme von nicht-parametrischen und parametrischen Tests diente der Analyse der organisatorischen Rahmenbedingungen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen auf, dass die Gestaltung der Arbeitszeit auf den Intensivpflegestationen der Schweizer Spitäler hinsichtlich der arbeits- und gesundheitswissenschaftlichen Erkenntnisse noch nicht optimal erfolgt. Verbesserungspotenzial ist insbesondere in den Dimensionen Dauer und Dichte der Arbeitszeiten und bei den unterstützenden Angeboten der Betriebe erkennbar.

ENGLISH: Work schedules impact significantly on the health and well-being of health care professionals. The prevailing schedules can place the care providers 'at risk both psychologically and physically as well as in their social and private sphere. The added burden of daily activities in intensive care units (ICUs) intensifies these effects. The present quantitative study was designed to determine the range of work schedules currently in practice in intensive care units in Switzerland and to assess their possible health impact on nurses. Furthermore, it assessed how the organizational context differs between intensive care units with better and worse work schedules. A questionnaire was developed, pilot tested, and distributed to 84 ICUs in Switzerland. All 84 professionals responsible for designing the work schedules of nurses on ICUs were requested to fill out the questionnaire. The collected data were analyzed using descriptive statistical methods. To assess the health impact of the work schedules, a method was developed which considers the most important health relevant dimensions of the work schedules for a global estimate. Finally, the most extreme groups regarding the health impact of the working schedules were compared regarding their organizational context using non-parametric and parametric tests. The findings show that the working schedules in ICUs could be considerably improved, particularly regarding duration and density of working hours as well as regarding supportive structures of the hospitals.

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Other titles:Survey of work schedules of Swiss intensive care units and assessment of their possible impact on nurses
Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Epidemiology, Biostatistics and Prevention Institute (EBPI)
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2006
Deposited On:23 Apr 2009 12:57
Last Modified:06 Dec 2017 19:33
Publisher:Hans Huber
ISSN:1012-5302
Publisher DOI:https://doi.org/10.1024/1012-5302.19.2.97
PubMed ID:16681222

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