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Kolik bei arabischen Pferden - Retrospektive Studie aus dem Patientengut von 11 renommierten Kliniken aus Deutschland, Oesterreich und der Schweiz 1995-2000


Philipp, Silke. Kolik bei arabischen Pferden - Retrospektive Studie aus dem Patientengut von 11 renommierten Kliniken aus Deutschland, Oesterreich und der Schweiz 1995-2000. 2009, University of Zurich, Vetsuisse Faculty.

Abstract

Untersuchungsgegenstand sind 338 Araber, die in den Jahren 1995-2000 mit Koliksymptomatik infolge krankhafter Veränderungen im Bereich Magen-Darm-Trakt in 11 renommierte Kliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz überwiesen wurden. Parameter der Erstuntersuchung werden auf ihre Signifikanz und prognostische Bedeutung für das Überleben oder Nichtüberleben der eingelieferten Koliker überprüft. Eine weitere Frage ist, ob diese Parameter einen verlässlichen Hinweis für die Notwendigkeit einer Operation ergeben. Der PCV-Wert (p=0,0007937) und das Bauchhöhlenpunktat (p= 0,00453) erwiesen sich als Unterscheidungsmerkmal zwischen Arabern, die überlebten und solchen, die starben. Die Höhe der Herzfrequenz (p=0,02062) trug zur OP-Entscheidung bei. Die Auswertung basiert auf folgenden Daten, die in einem vorgeschriebenen Protokoll festgehalten wurden:
Anamnese, Klinikaufnahme, Diagnose, Behandlung und Behandlungsausgang. Eine Gesamtauswertung gibt einen Überblick über Geschlechts- und Altersverteilung sowie über die Häufigkeit der jeweiligen Kolikformen. Von den 338 an Kolik erkrankten Arabern wurden 230 konservativ und 108 operativ therapiert. 76,96% der konservativ und 53,70% der operativ behandelten Pferde konnten gesund entlassen werden. Der Klinikaufenthalt betrug bei den konservativ behandelten Pferden durchschnittlich 5 Tage, bei den operativ behandelten 10 Tage. Der am häufigsten betroffene Darmabschnitt war der Dickdarm mit 66,28%, der
Dünndarm mit 27,13% und der Magen mit 6,59%. Die häufigste Kolikursache war die Obstipation, die zweithäufigste Darmverlagerung und die dritthäufigste Enteritis. Der als Hämatokrit bezeichnete PCV-Wert des Blutes ist ein wichtiger Parameter für den Behandlungserfolg. Ziel der Arbeit war es, ableiten zu können, ob gerade bei arabischen Pferden aufgrund von Veränderungen exogener (Management) Einflüsse die Kolikanfälligkeit minimiert werden könnte.

Abstract

Untersuchungsgegenstand sind 338 Araber, die in den Jahren 1995-2000 mit Koliksymptomatik infolge krankhafter Veränderungen im Bereich Magen-Darm-Trakt in 11 renommierte Kliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz überwiesen wurden. Parameter der Erstuntersuchung werden auf ihre Signifikanz und prognostische Bedeutung für das Überleben oder Nichtüberleben der eingelieferten Koliker überprüft. Eine weitere Frage ist, ob diese Parameter einen verlässlichen Hinweis für die Notwendigkeit einer Operation ergeben. Der PCV-Wert (p=0,0007937) und das Bauchhöhlenpunktat (p= 0,00453) erwiesen sich als Unterscheidungsmerkmal zwischen Arabern, die überlebten und solchen, die starben. Die Höhe der Herzfrequenz (p=0,02062) trug zur OP-Entscheidung bei. Die Auswertung basiert auf folgenden Daten, die in einem vorgeschriebenen Protokoll festgehalten wurden:
Anamnese, Klinikaufnahme, Diagnose, Behandlung und Behandlungsausgang. Eine Gesamtauswertung gibt einen Überblick über Geschlechts- und Altersverteilung sowie über die Häufigkeit der jeweiligen Kolikformen. Von den 338 an Kolik erkrankten Arabern wurden 230 konservativ und 108 operativ therapiert. 76,96% der konservativ und 53,70% der operativ behandelten Pferde konnten gesund entlassen werden. Der Klinikaufenthalt betrug bei den konservativ behandelten Pferden durchschnittlich 5 Tage, bei den operativ behandelten 10 Tage. Der am häufigsten betroffene Darmabschnitt war der Dickdarm mit 66,28%, der
Dünndarm mit 27,13% und der Magen mit 6,59%. Die häufigste Kolikursache war die Obstipation, die zweithäufigste Darmverlagerung und die dritthäufigste Enteritis. Der als Hämatokrit bezeichnete PCV-Wert des Blutes ist ein wichtiger Parameter für den Behandlungserfolg. Ziel der Arbeit war es, ableiten zu können, ob gerade bei arabischen Pferden aufgrund von Veränderungen exogener (Management) Einflüsse die Kolikanfälligkeit minimiert werden könnte.

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Item Type:Dissertation
Referees:von Rechenberg Brigitte, von Plocki K
Communities & Collections:05 Vetsuisse Faculty > Veterinary Clinic > Equine Department
Dewey Decimal Classification:570 Life sciences; biology
630 Agriculture
Language:German
Date:2009
Deposited On:02 Oct 2009 12:43
Last Modified:06 Dec 2017 20:29
Number of Pages:116
Related URLs:http://www.recherche-portal.ch/ZAD:default_scope:ebi01_prod005878539 (Library Catalogue)

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