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Individuelle Ressourcenausstattung und der Zugang zum Feld der Kunst


Rössel, J (2009). Individuelle Ressourcenausstattung und der Zugang zum Feld der Kunst. In: Windolf, P; Stichweh, R. Inklusion und Exklusion: Analysen zur Sozialstruktur und sozialen Ungleichheit. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, 1-19.

Abstract

Kunst boomt. Medienberichten zufolge gehen immer mehr Menschen in Kunstmuseen,
kaufen sich Kunstposter oder Originalgemälde (Rauterberg 2006). Ebenso konstatieren die
Medien boomende Preise für Kunstwerke; nahezu monatlich werden Rekordpreise von den
großen internationalen Auktionshäusern gemeldet (Schreiber 2007), wobei mittlerweile
selbst die Werke relativ junger Künstler außergewöhnliche Preise bei Auktionen erzielen.
Auf den ersten Blick ist damit ein widersprüchliches Bild der Entwicklung des zeitgenössischen
Kunstfeldes gegeben: Auf der einen Seite scheinen sich immer mehr Menschen für
Kunst zu interessieren, was für eine zunehmende Inklusion in dieses Feld spricht. Auf der
anderen Seite werden die monetären Preise für Kunstwerke für den Normalverdiener aber
immer unerschwinglicher. Dieser Aufsatz will dieses medial verbreitete Bild korrigieren:
Einerseits wird die These vertreten, dass das Interesse an Kunst faktisch sehr viel weniger
inklusiv ist, als es häufig den Anschein hat, andererseits wird gezeigt, dass der Blick auf die
Rekordauktionspreise weniger Kunstwerke eine zentrale Tatsache in den Hintergrund rückt,
dass nämlich ein großer Teil der Kunstwerke für recht niedrige Preise verkauft wird und
daher für ein nicht unerhebliches Bevölkerungssegment in den wohlhabenden OECDStaaten
erschwinglicher ist, als man beim Blick auf die Rekordpreise vermuten könnte.

Abstract

Kunst boomt. Medienberichten zufolge gehen immer mehr Menschen in Kunstmuseen,
kaufen sich Kunstposter oder Originalgemälde (Rauterberg 2006). Ebenso konstatieren die
Medien boomende Preise für Kunstwerke; nahezu monatlich werden Rekordpreise von den
großen internationalen Auktionshäusern gemeldet (Schreiber 2007), wobei mittlerweile
selbst die Werke relativ junger Künstler außergewöhnliche Preise bei Auktionen erzielen.
Auf den ersten Blick ist damit ein widersprüchliches Bild der Entwicklung des zeitgenössischen
Kunstfeldes gegeben: Auf der einen Seite scheinen sich immer mehr Menschen für
Kunst zu interessieren, was für eine zunehmende Inklusion in dieses Feld spricht. Auf der
anderen Seite werden die monetären Preise für Kunstwerke für den Normalverdiener aber
immer unerschwinglicher. Dieser Aufsatz will dieses medial verbreitete Bild korrigieren:
Einerseits wird die These vertreten, dass das Interesse an Kunst faktisch sehr viel weniger
inklusiv ist, als es häufig den Anschein hat, andererseits wird gezeigt, dass der Blick auf die
Rekordauktionspreise weniger Kunstwerke eine zentrale Tatsache in den Hintergrund rückt,
dass nämlich ein großer Teil der Kunstwerke für recht niedrige Preise verkauft wird und
daher für ein nicht unerhebliches Bevölkerungssegment in den wohlhabenden OECDStaaten
erschwinglicher ist, als man beim Blick auf die Rekordpreise vermuten könnte.

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Item Type:Book Section, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Sociology
Dewey Decimal Classification:300 Social sciences, sociology & anthropology
Language:German
Date:2009
Deposited On:21 Oct 2009 06:03
Last Modified:14 Sep 2016 13:39
Publisher:Verlag für Sozialwissenschaften
ISBN:978-3-531-16235-5
Official URL:http://www.vs-verlag.de/index.php;do=dodinf/site=w/sid=3365660754add7f3c97396238366576/isbn=978-3-531-16235-5/tvam=1/onlineplus=1
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