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Grammatische Theorien


Dürscheid, Christa (2009). Grammatische Theorien. Sprache – Stimme – Gehör: Zeitschrift für Kommunikationsstörungen, 33(2):89-97.

Abstract

Im Beitrag werden wichtige Theorien der grammatischen Beschreibung vorgestellt. Allen gemeinsam ist, dass sie in der Tradition des Strukturalismus stehen. Dies ist eine Sammelbezeichnung für linguistische Schulen, deren Gemeinsamkeit darin besteht, dass sie sich auf den „Cours de Linguistique Générale”, das Grundlagenwerk der modernen Sprachwissenschaft, berufen. Der Amerikanische Strukturalismus legt den Schwerpunkt auf das Segmentieren und Klassifizieren von Sätzen im Rahmen von Konstituentenstrukturanalysen. Die Generative Grammatik baut auf diesem Verfahren auf, hat aber eine andere Zielsetzung: Ihr geht es darum, das Regelwissen (=Kompetenz) zu modellieren, das Sprecher dazu befähigt, korrekte Sätze zu bilden. In der Valenztheorie stellt man das Verb ins Zentrum und unterscheidet Satzglieder, die im Stellenplan des Verbs vorgesehen sind (=Ergänzungen), von Angaben, für die das nicht gilt. Die Funktionale Grammatik umfasst theoretische Ansätze, in denen davon ausgegangen wird, dass kommunikative Aspekte ausschlaggebend für die Satzstrukturierung sind. In der Optimalitätstheorie werden Faktoren, die bei der Bildung von Sätzen in einem Wettbewerb zueinander stehen, als Hierarchie von Beschränkungen dargestellt. Der Satz, der die wenigsten Beschränkungen verletzt, gilt in diesem Modell als „optimal”.

Abstract

Im Beitrag werden wichtige Theorien der grammatischen Beschreibung vorgestellt. Allen gemeinsam ist, dass sie in der Tradition des Strukturalismus stehen. Dies ist eine Sammelbezeichnung für linguistische Schulen, deren Gemeinsamkeit darin besteht, dass sie sich auf den „Cours de Linguistique Générale”, das Grundlagenwerk der modernen Sprachwissenschaft, berufen. Der Amerikanische Strukturalismus legt den Schwerpunkt auf das Segmentieren und Klassifizieren von Sätzen im Rahmen von Konstituentenstrukturanalysen. Die Generative Grammatik baut auf diesem Verfahren auf, hat aber eine andere Zielsetzung: Ihr geht es darum, das Regelwissen (=Kompetenz) zu modellieren, das Sprecher dazu befähigt, korrekte Sätze zu bilden. In der Valenztheorie stellt man das Verb ins Zentrum und unterscheidet Satzglieder, die im Stellenplan des Verbs vorgesehen sind (=Ergänzungen), von Angaben, für die das nicht gilt. Die Funktionale Grammatik umfasst theoretische Ansätze, in denen davon ausgegangen wird, dass kommunikative Aspekte ausschlaggebend für die Satzstrukturierung sind. In der Optimalitätstheorie werden Faktoren, die bei der Bildung von Sätzen in einem Wettbewerb zueinander stehen, als Hierarchie von Beschränkungen dargestellt. Der Satz, der die wenigsten Beschränkungen verletzt, gilt in diesem Modell als „optimal”.

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Other titles:Theories of grammar
Item Type:Journal Article, not refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of German Studies
Dewey Decimal Classification:430 German & related languages
Language:German
Date:2009
Deposited On:04 Dec 2009 10:24
Last Modified:20 Mar 2017 12:00
Publisher:Thieme
ISSN:0342-0477
Free access at:Publisher DOI. An embargo period may apply.
Publisher DOI:https://doi.org/10.1055/s-0029-1220920

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