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First Responder’s Assessment of Dangerousness (FRAD) - Gefährlichkeitsabklärung in der Notfallsituation


Haas, Henriette (2004). First Responder’s Assessment of Dangerousness (FRAD) - Gefährlichkeitsabklärung in der Notfallsituation. In: Kranich-Schneiter, C; Strub, H; Greber, F. Häusliche Gewalt und ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Schweiz. Zürich: AGAVA, 33-44.

Abstract

Die so genannte «First Responders’ Assessment of Dangerousness» (FRAD) ist eine neue Methode zur Lagebeurteilung bei Notfallanrufen, die gewalttätige Vorfälle betreffen. Anhand von fünf zentralen Informationen kann sie das statistische Risiko für gefährliche Attacken von jungen männlichen Tätern berechnen und Hinweise auf Sicherheitsvorkehrungen geben. Als Grundlage der Entwicklung diente die schweizerische Rekrutenbefragung 1997 zum Thema Gewalt mit 21 314 validen Fragebögen. Jeder vierte junge Mann war im Jahr vor der Rekrutenschule schon tätlich geworden (n = 5 113). Darunter waren 341 Männer, die auch schwere und schwerste Delikte zugaben. Von diesen Männern geht ein erhebliches Risiko für die körperliche Integrität ihrer Opfer aus. Die fünf zentralen Risikofaktoren für eine gefährliche Situation werden bei der FRAD mit Hilfe logistischer Regression berechnet. Es sind dies: 1. Vorliebe für Waffen, 2. Demolieren von Gegenständen und Vandalismus, 3. Selbstmordtendenzen (lifetime), 4. Polizeikontakt (wegen irgendeines Delikts), 5. Substanzenmissbrauch. Die Genauigkeit der Vorhersagen mit FRAD entspricht der von vergleichbaren Instrumenten

Abstract

Die so genannte «First Responders’ Assessment of Dangerousness» (FRAD) ist eine neue Methode zur Lagebeurteilung bei Notfallanrufen, die gewalttätige Vorfälle betreffen. Anhand von fünf zentralen Informationen kann sie das statistische Risiko für gefährliche Attacken von jungen männlichen Tätern berechnen und Hinweise auf Sicherheitsvorkehrungen geben. Als Grundlage der Entwicklung diente die schweizerische Rekrutenbefragung 1997 zum Thema Gewalt mit 21 314 validen Fragebögen. Jeder vierte junge Mann war im Jahr vor der Rekrutenschule schon tätlich geworden (n = 5 113). Darunter waren 341 Männer, die auch schwere und schwerste Delikte zugaben. Von diesen Männern geht ein erhebliches Risiko für die körperliche Integrität ihrer Opfer aus. Die fünf zentralen Risikofaktoren für eine gefährliche Situation werden bei der FRAD mit Hilfe logistischer Regression berechnet. Es sind dies: 1. Vorliebe für Waffen, 2. Demolieren von Gegenständen und Vandalismus, 3. Selbstmordtendenzen (lifetime), 4. Polizeikontakt (wegen irgendeines Delikts), 5. Substanzenmissbrauch. Die Genauigkeit der Vorhersagen mit FRAD entspricht der von vergleichbaren Instrumenten

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Item Type:Book Section, not refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Language:German
Date:2004
Deposited On:18 Jan 2010 11:19
Last Modified:05 Apr 2016 13:46
Publisher:AGAVA
Series Name:AGAVA, Reader zum Schweizer Kongress gegen Gewalt und Missbrauch
Number:3
Official URL:http://www.agava.ch/content/index_ger.html
Related URLs:http://www.henriette-haas.com/ (Author)

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