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Genetische Risikofaktoren für die komplexe Form von Otosklerose - Zurich Open Repository and Archive


Martos, V P. Genetische Risikofaktoren für die komplexe Form von Otosklerose. 2009, University of Zurich, Faculty of Medicine.

Abstract

Die Otosklerose ist eine herdförmige Erkrankung der Innenohrkapsel die meist im Bereich des
Steigbügels auftritt. Sie zeichnet sich durch eine progrediente ein- oder beidseitige
Gehörverminderung aus und kann bei Befall des Innenohres bis zur Ertaubung führen. Die Aethiologie
der Otosklerose ist noch nicht vollständig geklärt. Postuliert werden eine monogenetische Form und
eine komplexe Form mit genetischer Prädisposition sowie auslösenden Faktoren.
Fragestellung. 1) Können Gene identifiziert werden, welche für die Vererbung der komplexen Form
der Otosklerose verantwortlich sind. Solche können als bekannte Risikofaktoren für Otosklerose langfristig
der Diagnose, Therapie und Prävention der Krankheit dienen. 2) Haben allfällige Mutationen
dieser Gene einen Einfluss auf bilaterale Beteiligung des Gehörs oder auf die
Progressionsgeschwindigkeit des Gehörverlusts. Diese Arbeit ist Teil einer internationalen Multicenter-
Studie, an der rund 1‘600 Patienten teilnehmen.
Methoden. Es wurden Blutproben gesammelt von jeweils 103 Schweizer Patienten mit Otosklerose
und hörgesunden Kontrollpersonen. An der extrahierten und mit PCR (Polymerase Chain Reaction)
multiplizierten DNA (Desoxy-Ribonucleic Acid) wurde die Expression verschiedener SNPs (Single
Nucleotid Polymorphisms) mittels LOD-Scores (Logarithm of the Odds) bestimmt. Zu diesen gehören
TGFB (Transforming Growth Factor Beta 1), BMP2, BMP4 (Bone Morphogenetic Protein 2 und 4),
LCT (Lactase Gen) sowie WGA-Regionen auf Chromosom 7 und 11 (Whole Genome Association).
Die Bilateralität der Erkrankung wurde aufgrund eines präoperativen Audiogramms bestimmt. Für die
Bestimmung der Progressionsgeschwindigkeit wurden mindestens zwei präoperative Audiogramme
verwendet. Diese wurden statistisch mit den Genmutationen ausgewertet.
Resultate. Mehrere SNPs zeigten sich signifikant für die Region auf Chromosom 7q22 (Reelin). Für
die Bilateralität konnte kein genetisches Risiko ermittelt werden. Der Bezug von
Progressionsgeschwindigkeit der Schwerhörigkeit zu genetischem Risiko zeigte einige signifikante
Resultate, jedoch ohne Kongruenz von linkem und rechtem Ohr untereinander.
Schlussfolgerung. Die Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen genetischem Risiko und
Erkrankung an Otosklerose. Mit den vorliegenden Daten konnten einige signifikante Zusammenhänge
gewonnen werden, die zwischen Genotyp und Progressionsgeschwindigkeit des Hörverlustes
bestehen. Um diesen Trend eindeutig nachzuweisen, braucht es eine Studie mit einer grösseren
Stichprobe.

Abstract

Die Otosklerose ist eine herdförmige Erkrankung der Innenohrkapsel die meist im Bereich des
Steigbügels auftritt. Sie zeichnet sich durch eine progrediente ein- oder beidseitige
Gehörverminderung aus und kann bei Befall des Innenohres bis zur Ertaubung führen. Die Aethiologie
der Otosklerose ist noch nicht vollständig geklärt. Postuliert werden eine monogenetische Form und
eine komplexe Form mit genetischer Prädisposition sowie auslösenden Faktoren.
Fragestellung. 1) Können Gene identifiziert werden, welche für die Vererbung der komplexen Form
der Otosklerose verantwortlich sind. Solche können als bekannte Risikofaktoren für Otosklerose langfristig
der Diagnose, Therapie und Prävention der Krankheit dienen. 2) Haben allfällige Mutationen
dieser Gene einen Einfluss auf bilaterale Beteiligung des Gehörs oder auf die
Progressionsgeschwindigkeit des Gehörverlusts. Diese Arbeit ist Teil einer internationalen Multicenter-
Studie, an der rund 1‘600 Patienten teilnehmen.
Methoden. Es wurden Blutproben gesammelt von jeweils 103 Schweizer Patienten mit Otosklerose
und hörgesunden Kontrollpersonen. An der extrahierten und mit PCR (Polymerase Chain Reaction)
multiplizierten DNA (Desoxy-Ribonucleic Acid) wurde die Expression verschiedener SNPs (Single
Nucleotid Polymorphisms) mittels LOD-Scores (Logarithm of the Odds) bestimmt. Zu diesen gehören
TGFB (Transforming Growth Factor Beta 1), BMP2, BMP4 (Bone Morphogenetic Protein 2 und 4),
LCT (Lactase Gen) sowie WGA-Regionen auf Chromosom 7 und 11 (Whole Genome Association).
Die Bilateralität der Erkrankung wurde aufgrund eines präoperativen Audiogramms bestimmt. Für die
Bestimmung der Progressionsgeschwindigkeit wurden mindestens zwei präoperative Audiogramme
verwendet. Diese wurden statistisch mit den Genmutationen ausgewertet.
Resultate. Mehrere SNPs zeigten sich signifikant für die Region auf Chromosom 7q22 (Reelin). Für
die Bilateralität konnte kein genetisches Risiko ermittelt werden. Der Bezug von
Progressionsgeschwindigkeit der Schwerhörigkeit zu genetischem Risiko zeigte einige signifikante
Resultate, jedoch ohne Kongruenz von linkem und rechtem Ohr untereinander.
Schlussfolgerung. Die Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen genetischem Risiko und
Erkrankung an Otosklerose. Mit den vorliegenden Daten konnten einige signifikante Zusammenhänge
gewonnen werden, die zwischen Genotyp und Progressionsgeschwindigkeit des Hörverlustes
bestehen. Um diesen Trend eindeutig nachzuweisen, braucht es eine Studie mit einer grösseren
Stichprobe.

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Item Type:Dissertation
Referees:Huber A
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Otorhinolaryngology
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2009
Deposited On:20 Jan 2010 16:36
Last Modified:05 Apr 2016 13:47
Number of Pages:29

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