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Säuglingsschreien und Schlaf-Wach-Regulation


Jenni, O G (2009). Säuglingsschreien und Schlaf-Wach-Regulation. Monatsschrift Kinderheilkunde, 157(6):551-557.

Abstract

Schreien ist eine vorsprachliche Kommunikationsart, mit welcher der Säugling seine Bedürfnisse und seine Befindlichkeit äußert. In den ersten Lebensmonaten schreien Säuglinge allerdings häufig, ohne dass es Eltern und Fachleuten gelingt, einen Grund dafür zu finden. Der vorliegende Artikel stellt ein Erklärungsmodell für dieses so genannte unspezifische Schreien vor, das einen erhöhten Wachheitsgrad widerspiegelt, der von der inneren Uhr gesteuert wird und welchem die Schlafhomöostase wegen noch fehlender oder verzögerter Reifungsentwicklung nicht entgegenwirkt. Der Säugling zeigt darum im Verlauf des Tages eine Überreizung und einen besonders intensiven Wachzustand, sodass er nicht abschalten kann, visuelle und vestibuläre Reize sucht und nicht in der Lage ist, sich selber zu beruhigen. Erst das Einsetzen der Schlafhomöostase mit 6 Wochen führt dazu, dass das Schreien des Säuglings abnimmt. Eine Rhythmisierung von Schlaf- und Wachphasen, eine Reizreduktion und individuell abgestimmte Beruhigungsstrategien können die Schreidauer reduzieren.

Abstract

Schreien ist eine vorsprachliche Kommunikationsart, mit welcher der Säugling seine Bedürfnisse und seine Befindlichkeit äußert. In den ersten Lebensmonaten schreien Säuglinge allerdings häufig, ohne dass es Eltern und Fachleuten gelingt, einen Grund dafür zu finden. Der vorliegende Artikel stellt ein Erklärungsmodell für dieses so genannte unspezifische Schreien vor, das einen erhöhten Wachheitsgrad widerspiegelt, der von der inneren Uhr gesteuert wird und welchem die Schlafhomöostase wegen noch fehlender oder verzögerter Reifungsentwicklung nicht entgegenwirkt. Der Säugling zeigt darum im Verlauf des Tages eine Überreizung und einen besonders intensiven Wachzustand, sodass er nicht abschalten kann, visuelle und vestibuläre Reize sucht und nicht in der Lage ist, sich selber zu beruhigen. Erst das Einsetzen der Schlafhomöostase mit 6 Wochen führt dazu, dass das Schreien des Säuglings abnimmt. Eine Rhythmisierung von Schlaf- und Wachphasen, eine Reizreduktion und individuell abgestimmte Beruhigungsstrategien können die Schreidauer reduzieren.

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Other titles:Early infant crying and sleep-wake regulation
Item Type:Journal Article, not refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Children's Hospital Zurich > Medical Clinic
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2009
Deposited On:03 Feb 2010 15:24
Last Modified:05 Apr 2016 13:50
Publisher:Springer
ISSN:0026-9298
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00112-008-1891-8

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