Header

UZH-Logo

Maintenance Infos

Archäologie und Geschichte - unterschiedliche Wirklichkeit?


Descoeudres, Georges (2009). Archäologie und Geschichte - unterschiedliche Wirklichkeit? In: Baeriswyl, Armand; Descoeudres, Georges; Stercken, Martina; Wild, Dölf. Die mittelalterliche Stadt erforschen - Archäologie und Geschichte im Dialog. Basel: Schweizerischer Burgenverein, 53-59.

Abstract

Die Überlieferung eines eines historischen Faktums durch Schriftquellen oder durch materielle Quellen ist von der Sache her eine verschiedene. Nur kostbare Artefakte haben eine Chance, in Schriftquellen überhaupt erwähnt zu werden. Da Kostbarkeiten von Generation zu Generation weiter gegeben werden, sind solche Gegenstände nur selten im FUndgut des Archäologen anzutreffen. Es ist das ARtefakt des täglichen Gebrauchs, das zurückgelassen oder entsorgt wird, das aber kaum je in den Schriftquellen erwähnt wird.
Schriftquellen und Sachgüter, die nicht mehr in Gebrauch sind, werden deponiert. Bei Schriftstücken heisst dies wegwerfen oder aufbewahren. Eine Aufbewahrung bzw, Überleiferung setzt eine intentionelle Selektion voraus. AUf unnütz oder unbrauchbar gewordene Dinge wird verzichtet, in dem man sie entsorgt oder zurücklässt. Gewöhnlich besteht dabei keine Intention zu einer Überlieferung. Wertvolle Gegenstände, sofern nicht länger gebraucht, werden verschenkt, verkauft oder materiell rezykliert. Damit findet ebenfalls eine Selektion statt.
In der postdepositalen Phase sind die Schriftstücke im Archiv oder im Boden Prozessen ausgesetzt, die in der Regel ohne Intention in Bezug auf die Überlieferung ablaufen wie Beschädigung oder Verlust im Archiv oder mechanische Störungen und chemische Zersetzung im Boden.

Abstract

Die Überlieferung eines eines historischen Faktums durch Schriftquellen oder durch materielle Quellen ist von der Sache her eine verschiedene. Nur kostbare Artefakte haben eine Chance, in Schriftquellen überhaupt erwähnt zu werden. Da Kostbarkeiten von Generation zu Generation weiter gegeben werden, sind solche Gegenstände nur selten im FUndgut des Archäologen anzutreffen. Es ist das ARtefakt des täglichen Gebrauchs, das zurückgelassen oder entsorgt wird, das aber kaum je in den Schriftquellen erwähnt wird.
Schriftquellen und Sachgüter, die nicht mehr in Gebrauch sind, werden deponiert. Bei Schriftstücken heisst dies wegwerfen oder aufbewahren. Eine Aufbewahrung bzw, Überleiferung setzt eine intentionelle Selektion voraus. AUf unnütz oder unbrauchbar gewordene Dinge wird verzichtet, in dem man sie entsorgt oder zurücklässt. Gewöhnlich besteht dabei keine Intention zu einer Überlieferung. Wertvolle Gegenstände, sofern nicht länger gebraucht, werden verschenkt, verkauft oder materiell rezykliert. Damit findet ebenfalls eine Selektion statt.
In der postdepositalen Phase sind die Schriftstücke im Archiv oder im Boden Prozessen ausgesetzt, die in der Regel ohne Intention in Bezug auf die Überlieferung ablaufen wie Beschädigung oder Verlust im Archiv oder mechanische Störungen und chemische Zersetzung im Boden.

Statistics

Altmetrics

Downloads

334 downloads since deposited on 22 Mar 2010
75 downloads since 12 months
Detailed statistics

Additional indexing

Item Type:Book Section, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Art History
Dewey Decimal Classification:700 Arts
Language:German
Date:December 2009
Deposited On:22 Mar 2010 13:09
Last Modified:11 May 2016 14:14
Publisher:Schweizerischer Burgenverein
Series Name:Schweizerische Beiträge zu Kulturgeschichte und Archäologie des Mittelalters
Number:36
ISSN:1661-4550
ISBN:978-3-908182-20-7

Download

Preview Icon on Download
Preview
Filetype: PDF
Size: 1MB