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Die postmortale Gesellschaft


Die postmortale Gesellschaft. Edited by: Rössel, J; Schimank, U; Vobruba, G (2010). Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Abstract

In ihrem Buch „La Société Postmortelle“ untersucht Céline Lafontaine die Art und Weise, wie die westlichen Gesellschaften mit dem Tod umgehen und wie sich die Bezüge zwischen den Individuen, aber auch die Diskurse der Körperlichkeit, der Sterblichkeit und des Alterns verändern. Sie diskutiert diese Fragen mit Hilfe der Begriffe „Desymbolisierung“ und „Dekonstruktion des Todes“, die eine Doppelbewegung bezeichnen: Bezieht sich ersterer auf die mit der Aufklärung einsetzende Verwissenschaftlichung und Säkularisierung des Todes, also seine Objektivierung als „natürliches“ Phänomen, so letzterer auf die damit verbundene Internalisierung des Todes in den Körper des Einzelnen.
Zur Diskussion stehen damit zum einen die Medikalisierung und Hospitalisierung von Schwerkranken und Sterbenden, zum anderen die gesundheits- und, in einem größeren Zusammenhang, die biopolitischen Maßnahmen zur Verlängerung des Lebens. Fluchtpunkte ihrer Argumentation sind das Verhältnis von Individuum und Tod sowie die ethisch brisante Frage nach der Verantwortung: dem Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen einerseits und der gesellschaftlichen Verantwortung für den Anderen andererseits.

Abstract

In ihrem Buch „La Société Postmortelle“ untersucht Céline Lafontaine die Art und Weise, wie die westlichen Gesellschaften mit dem Tod umgehen und wie sich die Bezüge zwischen den Individuen, aber auch die Diskurse der Körperlichkeit, der Sterblichkeit und des Alterns verändern. Sie diskutiert diese Fragen mit Hilfe der Begriffe „Desymbolisierung“ und „Dekonstruktion des Todes“, die eine Doppelbewegung bezeichnen: Bezieht sich ersterer auf die mit der Aufklärung einsetzende Verwissenschaftlichung und Säkularisierung des Todes, also seine Objektivierung als „natürliches“ Phänomen, so letzterer auf die damit verbundene Internalisierung des Todes in den Körper des Einzelnen.
Zur Diskussion stehen damit zum einen die Medikalisierung und Hospitalisierung von Schwerkranken und Sterbenden, zum anderen die gesundheits- und, in einem größeren Zusammenhang, die biopolitischen Maßnahmen zur Verlängerung des Lebens. Fluchtpunkte ihrer Argumentation sind das Verhältnis von Individuum und Tod sowie die ethisch brisante Frage nach der Verantwortung: dem Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen einerseits und der gesellschaftlichen Verantwortung für den Anderen andererseits.

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Item Type:Edited Scientific Work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Sociology
Dewey Decimal Classification:300 Social sciences, sociology & anthropology
Language:German
Date:2010
Deposited On:26 Nov 2010 13:44
Last Modified:07 Dec 2017 04:34
Publisher:Verlag für Sozialwissenschaften
Series Name:Neue Bibliothek der Sozialwissenschaften
Number of Pages:196
ISBN:978-3-531-16922-4
Additional Information:Autorin: Celine Lafontaine
Official URL:http://www.vs-verlag.de/Buch/978-3-531-16922-4/Die-postmortale-Gesellschaft.html
Related URLs:http://www.recherche-portal.ch/primo_library/libweb/action/search.do?fn=search&mode=Advanced&vid=ZAD&vl%28186672378UI0%29=isbn&vl%281UI0%29=contains&vl%28freeText0%29=978-3-531-16922-4

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