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Posttraumatische Belastungsstörungen in Deutschland. Ergebnisse einer gesamtdeutschen epidemiologischen Untersuchung


Maercker, Andreas; Forstmeier, Simon; Wagner, B; Brähler, E; Glaesmer, H (2008). Posttraumatische Belastungsstörungen in Deutschland. Ergebnisse einer gesamtdeutschen epidemiologischen Untersuchung. Der Nervenarzt, 79(5):577-586.

Abstract

In einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe (n=2426) über ein breites Alterspektrum (14–93 Jahre) wurden die Prävalenz traumatischer Ereignisse, des Vollbildes der posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und partieller PTBS-Syndrome geschätzt. Ein standardisiertes Interview mit einer Traumaliste des Composite International Diagnostic Interviews (CIDI) und eine PTSD-Symptomliste nach DSM-IV (modifizierte PTSD-Symptomskala) wurden eingesetzt. Die Einmonatsprävalenzrate lag bei 2,3% für das PTBS-Vollbild sowie 2,7% für die partiellen PTBS-Syndrome. Während sich keine Geschlechtsunterschiede hinsichtlich der Prävalenz ergaben, zeigten sich Altersgruppenunterschiede: Die über 60-Jährigen hatten eine Prävalenz bez. des PTBS-Vollbildes von 3,4%, während diese bei den 14- bis 29-Jährigen 1,3% und bei den 30- bis 59-Jährigen 1,9% betrug. Die partiellen PTBS-Syndrome zeigten ebenfalls einen Altersgipfel mit 3,8% in der Gruppe der Älteren sowie 2,4% bei Mittelalten und 1,3% bei jungen Erwachsenen. Die Ergebnisse entsprechen weitgehend denen anderer internationaler Studien, wenn Kriegsauswirkungen für bestimmte Altersgruppen als nationale Besonderheiten berücksichtigt werden. Erstmals konnte unsere repräsentative Studie eine – wahrscheinlich durch den 2. Weltkrieg mitbedingte – relativ hohe Prävalenz der PTBS in der höchsten Altersgruppe der deutschen Bevölkerung aufzeigen.

Abstract

In einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe (n=2426) über ein breites Alterspektrum (14–93 Jahre) wurden die Prävalenz traumatischer Ereignisse, des Vollbildes der posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und partieller PTBS-Syndrome geschätzt. Ein standardisiertes Interview mit einer Traumaliste des Composite International Diagnostic Interviews (CIDI) und eine PTSD-Symptomliste nach DSM-IV (modifizierte PTSD-Symptomskala) wurden eingesetzt. Die Einmonatsprävalenzrate lag bei 2,3% für das PTBS-Vollbild sowie 2,7% für die partiellen PTBS-Syndrome. Während sich keine Geschlechtsunterschiede hinsichtlich der Prävalenz ergaben, zeigten sich Altersgruppenunterschiede: Die über 60-Jährigen hatten eine Prävalenz bez. des PTBS-Vollbildes von 3,4%, während diese bei den 14- bis 29-Jährigen 1,3% und bei den 30- bis 59-Jährigen 1,9% betrug. Die partiellen PTBS-Syndrome zeigten ebenfalls einen Altersgipfel mit 3,8% in der Gruppe der Älteren sowie 2,4% bei Mittelalten und 1,3% bei jungen Erwachsenen. Die Ergebnisse entsprechen weitgehend denen anderer internationaler Studien, wenn Kriegsauswirkungen für bestimmte Altersgruppen als nationale Besonderheiten berücksichtigt werden. Erstmals konnte unsere repräsentative Studie eine – wahrscheinlich durch den 2. Weltkrieg mitbedingte – relativ hohe Prävalenz der PTBS in der höchsten Altersgruppe der deutschen Bevölkerung aufzeigen.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Language:German
Date:2008
Deposited On:15 Oct 2008 08:41
Last Modified:05 Apr 2016 12:29
Publisher:Springer
ISSN:0028-2804
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00115-008-2467-5
Official URL:http://springerlink.metapress.com/content/b46j62l6333k3885/?p=37102af4db8e485cb4cdefc4266a0be4&pi=5

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