Header

UZH-Logo

Maintenance Infos

Immunsuppressiva nach Transplantation. Dermatologische Relevanz und Pathomechanismen


Hofbauer, G F L (2010). Immunsuppressiva nach Transplantation. Dermatologische Relevanz und Pathomechanismen. Der Hautarzt, 61(3):214-219.

Abstract

Immunsuppressiva verhindern nach Transplantation solider Organe einer Abstoßung. Auf der Haut treten dabei Medikamentenreaktionen, entzündliche Erkrankungen und Infektionen gehäuft auf. Spezifische Nebenwirkungen von Immunsuppressiva können durch Wechsel von Substanz oder Medikamentenklasse vermieden werden. Immunsuppressiva sind neben ultraviolettem Licht die treibende Kraft für das häufige Auftreten von spinozellulärem Karzinom der Haut bei Organtransplantation. Neben der reinen Immunsuppression fördert Ciclosporin die Krebsentstehung über TGF-β und VEGF, wirken mTOR-Inhibitoren antiproliferativ und kann Azathioprin auf UVA lichtsensibilisieren und direkten DNS-Schaden ermöglichen. Klinische Daten ermutigen bei spinozellulärem Karzinom der Haut sicher zur Reduktion der Immunsuppression überhaupt, wahrscheinlich zu einem Wechsel von Kalzineurininhibitoren auf mTOR-Inhibitoren und möglicherweise zu einem Absetzen von Azathioprin.

Abstract

Immunsuppressiva verhindern nach Transplantation solider Organe einer Abstoßung. Auf der Haut treten dabei Medikamentenreaktionen, entzündliche Erkrankungen und Infektionen gehäuft auf. Spezifische Nebenwirkungen von Immunsuppressiva können durch Wechsel von Substanz oder Medikamentenklasse vermieden werden. Immunsuppressiva sind neben ultraviolettem Licht die treibende Kraft für das häufige Auftreten von spinozellulärem Karzinom der Haut bei Organtransplantation. Neben der reinen Immunsuppression fördert Ciclosporin die Krebsentstehung über TGF-β und VEGF, wirken mTOR-Inhibitoren antiproliferativ und kann Azathioprin auf UVA lichtsensibilisieren und direkten DNS-Schaden ermöglichen. Klinische Daten ermutigen bei spinozellulärem Karzinom der Haut sicher zur Reduktion der Immunsuppression überhaupt, wahrscheinlich zu einem Wechsel von Kalzineurininhibitoren auf mTOR-Inhibitoren und möglicherweise zu einem Absetzen von Azathioprin.

Statistics

Citations

2 citations in Web of Science®
3 citations in Scopus®
Google Scholar™

Altmetrics

Downloads

2 downloads since deposited on 09 Jan 2011
0 downloads since 12 months
Detailed statistics

Additional indexing

Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Dermatology Clinic
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2010
Deposited On:09 Jan 2011 16:45
Last Modified:05 Apr 2016 14:33
Publisher:Springer
ISSN:0017-8470
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00105-009-1861-7

Download

Preview Icon on Download
Filetype: PDF (Verlags-PDF) - Registered users only
Size: 1MB
View at publisher