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Mathematik als Geisteswissenschaft. Der Mathematikschädigung dialogische vorbeugen


Gallin, P (2011). Mathematik als Geisteswissenschaft. Der Mathematikschädigung dialogische vorbeugen. In: Helmerich, M; Lengnink, K; Nickel, G; Rathgeb, M. Mathematik verstehen : philosophische und didaktische Perspektiven. Wiesbaden, DE: Vieweg + Teubner/Springer, 105-116.

Abstract

Die Mathematik ist eine Geisteswissenschaft im doppelten Sinn. Zum einen grenzt sie sich als Wissenschaft durch diese Bezeichnung von der Naturwissenschaft ab, zum anderen
wird sie hier in der Rolle eines Unterrichtsfachs als „didaktische“ Geisteswissenschaft verstanden, bei der es wesentlich um die geistige Entwicklung der Schülerinnen und
Schüler im Fachbereich Mathematik geht. Wie bei der körperlichen Entwicklung muss auch bei der geistigen Entwicklung beachtet werden, dass bei einem gegebenen
Entwicklungsstand nicht alles jugendfrei ist, was die Didaktik anzubieten vermag. Ziel ist es also, die geistige Reifung zu fördern, ohne eine Schädigung zu bewirken. Eine
bewährte Strategie dazu ist, dass die Lehrkraft den Lernenden mehr zutraut. Fehlendes Zutrauen in der traditionellen Didaktik äussert sich exemplarisch in vier Bereichen: Bei der Wissensvermittlung, beim Einsatz von Algorithmen, bei der Herstellung von Aufgaben und
beim Einsatz von modernen Veranschaulichungsmitteln wie dreidimensionalen Modellen, computergestützten Animationen, interaktiven Wandtafeln usw. Das Dialogische Lernen, bei dem (im Mathematikunterricht) das Verstehen im Zentrum steht, gibt einen Rahmen, in welchem grösseres Zutrauen gegenüber den Lernenden realisiert werden und sich damit
das Potential der geistigen Entwicklungsmöglichkeiten entfalten kann.

Abstract

Die Mathematik ist eine Geisteswissenschaft im doppelten Sinn. Zum einen grenzt sie sich als Wissenschaft durch diese Bezeichnung von der Naturwissenschaft ab, zum anderen
wird sie hier in der Rolle eines Unterrichtsfachs als „didaktische“ Geisteswissenschaft verstanden, bei der es wesentlich um die geistige Entwicklung der Schülerinnen und
Schüler im Fachbereich Mathematik geht. Wie bei der körperlichen Entwicklung muss auch bei der geistigen Entwicklung beachtet werden, dass bei einem gegebenen
Entwicklungsstand nicht alles jugendfrei ist, was die Didaktik anzubieten vermag. Ziel ist es also, die geistige Reifung zu fördern, ohne eine Schädigung zu bewirken. Eine
bewährte Strategie dazu ist, dass die Lehrkraft den Lernenden mehr zutraut. Fehlendes Zutrauen in der traditionellen Didaktik äussert sich exemplarisch in vier Bereichen: Bei der Wissensvermittlung, beim Einsatz von Algorithmen, bei der Herstellung von Aufgaben und
beim Einsatz von modernen Veranschaulichungsmitteln wie dreidimensionalen Modellen, computergestützten Animationen, interaktiven Wandtafeln usw. Das Dialogische Lernen, bei dem (im Mathematikunterricht) das Verstehen im Zentrum steht, gibt einen Rahmen, in welchem grösseres Zutrauen gegenüber den Lernenden realisiert werden und sich damit
das Potential der geistigen Entwicklungsmöglichkeiten entfalten kann.

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Item Type:Book Section, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Education
Dewey Decimal Classification:370 Education
Language:German
Date:2011
Deposited On:04 Mar 2011 15:45
Last Modified:07 Dec 2017 05:38
Publisher:Vieweg + Teubner/Springer
ISBN:978-3-8348-1395-4
Related URLs:http://www.recherche-portal.ch/primo_library/libweb/action/search.do?fn=search&mode=Advanced&vid=ZAD&vl%28186672378UI0%29=isbn&vl%281UI0%29=contains&vl%28freeText0%29=978-3-8348-1395-4
http://www.viewegteubner.de/Buch/978-3-8348-1395-4/Mathematik-verstehen.html (Publisher)

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