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Wealth Management in turbulenten Zeiten


Kübler, Felix. Wealth Management in turbulenten Zeiten. In: Tages Anzeiger, 26 November 2010, p.1.

Abstract

Wealth Management besteht aus einer Reihe von Dienstleistungen zum Aufbau und der nachhaltigen Verwaltung von Vermögen. In diesem Artikel konzentriere ich mich auf den Aspekt des Portfolio Managements, vernachlässige dabei jedoch die wichtigen legalen und steuerlichen Aspekte.
Die Finanzkrise von 1998 hat traditionelle Theorien über Investition, Risiko, Korrelation und Diversifikation in den Grundfesten erschüttert. Mittlerweile ist klar, dass die Standardabweichung alleine ein ungenügendes Mass des Risikos darstellt und dass traditionelle Investitionsstrategien, die sich auf die Annahmen und Vorhersagen des sogenannten Capital Asset Pricing Models stützen, überholt sind (sicherlich wird niemand mehr die Annahme von normalverteilten Renditen wirklich ernst nehmen).
Alternative Ansätze, welche auf der Verhaltensökonomie aufbauen, scheinen einige der Probleme des traditionellen Ansatzes zu lösen - aber auch hier fehlt letztendlich der explizite Zusammenhang zwischen Preisen auf Finanzmärkten und gesamtwirtschaftlicher Aktivität. In Zeiten normaler öko‐nomischer Aktivität ist dies nicht allzu problematisch, aber es ist zu bezweifeln, dass wir uns (schon) wieder in solch „normalen“ Zeiten befinden. Um eine kohärente Theorie der optimalen Portfolio-Verwaltung zu entwickeln, muss man zunächst erklären, wie es regelmässig zu Finanzkrisen kommen kann.

Abstract

Wealth Management besteht aus einer Reihe von Dienstleistungen zum Aufbau und der nachhaltigen Verwaltung von Vermögen. In diesem Artikel konzentriere ich mich auf den Aspekt des Portfolio Managements, vernachlässige dabei jedoch die wichtigen legalen und steuerlichen Aspekte.
Die Finanzkrise von 1998 hat traditionelle Theorien über Investition, Risiko, Korrelation und Diversifikation in den Grundfesten erschüttert. Mittlerweile ist klar, dass die Standardabweichung alleine ein ungenügendes Mass des Risikos darstellt und dass traditionelle Investitionsstrategien, die sich auf die Annahmen und Vorhersagen des sogenannten Capital Asset Pricing Models stützen, überholt sind (sicherlich wird niemand mehr die Annahme von normalverteilten Renditen wirklich ernst nehmen).
Alternative Ansätze, welche auf der Verhaltensökonomie aufbauen, scheinen einige der Probleme des traditionellen Ansatzes zu lösen - aber auch hier fehlt letztendlich der explizite Zusammenhang zwischen Preisen auf Finanzmärkten und gesamtwirtschaftlicher Aktivität. In Zeiten normaler öko‐nomischer Aktivität ist dies nicht allzu problematisch, aber es ist zu bezweifeln, dass wir uns (schon) wieder in solch „normalen“ Zeiten befinden. Um eine kohärente Theorie der optimalen Portfolio-Verwaltung zu entwickeln, muss man zunächst erklären, wie es regelmässig zu Finanzkrisen kommen kann.

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Item Type:Newspaper Article
Communities & Collections:03 Faculty of Economics > Department of Banking and Finance
Dewey Decimal Classification:330 Economics
Language:German
Date:26 November 2010
Deposited On:02 Feb 2011 16:03
Last Modified:05 Apr 2016 14:41
Publisher:TA Media AG
ISSN:1422-9994

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