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Die Abhängigkeit zwischen Chancengleichheit und Freiheit


Wallimann-Helmer, Ivo (2012). Die Abhängigkeit zwischen Chancengleichheit und Freiheit. In: Borchers, Dagmar; Gosepath, Stefan; Niestädt, Nadja; Petersen, Oliver. Proceedings von GAP.7. Nachdenken und Vordenken – Herausforderungen an die Philosophie. Duisburg-Essen: Oliver Petersen, Dagmar Borchers, Thomas Spitzley, Manfred Stöckler, 539-558.

Abstract

Commonly, in liberal thought equal opportunity is understood as principle of distribu-tion. However, such a point of view misses the close conceptual relation between equal opportunity and liberty. This paper’s aim is to show, why there is such a close concep-tual relation between the two ideals. From this follows that within liberalism equal op-portunity and liberty can only be defended together if they conceptually correlate.
In a first step the conceptual structure of both ideals is in focus. This discussion shows why equal opportunity must be conceived as an egalitarian conceptualization of claims of liberty. In a second step this paper discusses the potential conflicts between equal opportunity and liberty. Defending these conflicts has further consequences for conceptualizing liberty. Most commonly, in liberalism liberty guarantees conditions to realize an autonomous life. Therefore, it is necessary to show, why equal opportunity can serve this goal. Hence, in a third step this paper sketches two arguments for this purpose.


Chancengleichheit wird im Liberalismus gemeinhin als ein egalitäres Prinzip der Ver-teilungsgerechtigkeit aufgefasst. Deshalb wird in der Debatte das enge konzeptionelle Abhängigkeitsverhältnis zwischen Chancengleichheit und Freiheit zu wenig berücksichtigt. Dieser Aufsatz zeigt, weshalb Chancengleichheit und Freiheit aufgrund ihrer konzeptionellen Struktur voneinander abhängen. Dies hat zur Konsequenz, dass Chancengleichheit und Freiheit im Liberalismus nur dann widerspruchsfrei verteidigt werden können, wenn die beiden Ideale einander auch konzeptionell entsprechen.
In einem ersten Schritt wird die konzeptionelle Struktur der beiden Ideale näher un-tersucht. Diese Diskussion zeigt, dass Chancengleichheit immer eine egalitäre Explikation eines Freiheitsanspruches darstellt. In einem zweiten Schritt stehen die zwischen Chancengleichheit und Freiheit behaupteten Konflikte im Zentrum, deren Aufrechterhaltung Folgen für das im Liberalismus verteidigte Freiheitsverständnis hat. Da Freiheit – vereinfacht gesprochen – die Bedingungen zur Verwirklichung eines selbstbestimmten, menschlichen Lebens sicherstellen soll, muss sich aufgrund der Diskussion in diesem Aufsatz zeigen lassen, weshalb Chancengleichheit zur Sicherstellung der dazu notwendigen Bedingungen beiträgt. Abschliessend skizziert dieser Aufsatz deshalb in einem dritten Schritt zwei Argumente hierfür.

Abstract

Commonly, in liberal thought equal opportunity is understood as principle of distribu-tion. However, such a point of view misses the close conceptual relation between equal opportunity and liberty. This paper’s aim is to show, why there is such a close concep-tual relation between the two ideals. From this follows that within liberalism equal op-portunity and liberty can only be defended together if they conceptually correlate.
In a first step the conceptual structure of both ideals is in focus. This discussion shows why equal opportunity must be conceived as an egalitarian conceptualization of claims of liberty. In a second step this paper discusses the potential conflicts between equal opportunity and liberty. Defending these conflicts has further consequences for conceptualizing liberty. Most commonly, in liberalism liberty guarantees conditions to realize an autonomous life. Therefore, it is necessary to show, why equal opportunity can serve this goal. Hence, in a third step this paper sketches two arguments for this purpose.


Chancengleichheit wird im Liberalismus gemeinhin als ein egalitäres Prinzip der Ver-teilungsgerechtigkeit aufgefasst. Deshalb wird in der Debatte das enge konzeptionelle Abhängigkeitsverhältnis zwischen Chancengleichheit und Freiheit zu wenig berücksichtigt. Dieser Aufsatz zeigt, weshalb Chancengleichheit und Freiheit aufgrund ihrer konzeptionellen Struktur voneinander abhängen. Dies hat zur Konsequenz, dass Chancengleichheit und Freiheit im Liberalismus nur dann widerspruchsfrei verteidigt werden können, wenn die beiden Ideale einander auch konzeptionell entsprechen.
In einem ersten Schritt wird die konzeptionelle Struktur der beiden Ideale näher un-tersucht. Diese Diskussion zeigt, dass Chancengleichheit immer eine egalitäre Explikation eines Freiheitsanspruches darstellt. In einem zweiten Schritt stehen die zwischen Chancengleichheit und Freiheit behaupteten Konflikte im Zentrum, deren Aufrechterhaltung Folgen für das im Liberalismus verteidigte Freiheitsverständnis hat. Da Freiheit – vereinfacht gesprochen – die Bedingungen zur Verwirklichung eines selbstbestimmten, menschlichen Lebens sicherstellen soll, muss sich aufgrund der Diskussion in diesem Aufsatz zeigen lassen, weshalb Chancengleichheit zur Sicherstellung der dazu notwendigen Bedingungen beiträgt. Abschliessend skizziert dieser Aufsatz deshalb in einem dritten Schritt zwei Argumente hierfür.

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Item Type:Book Section, refereed, original work
Communities & Collections:01 Faculty of Theology > Center for Ethics
06 Faculty of Arts > Institute of Philosophy
Dewey Decimal Classification:100 Philosophy
170 Ethics
Language:German
Date:2012
Deposited On:25 Feb 2011 11:09
Last Modified:16 Feb 2018 23:06
Publisher:Oliver Petersen, Dagmar Borchers, Thomas Spitzley, Manfred Stöckler
Additional Information:In Zusammenarbeit mit dem Institut für Philosophie der Universität Bremen veranstaltet die Gesellschaft für Analytische Philosophie e.V. (GAP) ihren siebten Internationalen Kongress "Nachdenken und Vordenken - Herausforderungen an die Philosophie" vom 14.-17.09. 2009 in Bremen
OA Status:Green
Official URL:http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DocumentServlet?id=27374.

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