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Ethnische Selbstorganisation Online. Digitale Diasporas zwischen Netzwerk, Gemeinschaft und politischer Organisation


Geser, H; Ideli, M (2011). Ethnische Selbstorganisation Online. Digitale Diasporas zwischen Netzwerk, Gemeinschaft und politischer Organisation. Sociology in Switzerland: Towards Cyberspace and “Vireal” Social Relations 25, University of Zurich.

Abstract

Als polyvalentestes und anschmiegsamstes aller Medien vermag das Internet zwar keine selbsttätige Kausalität zu
entfalten. Um so eindrücklicher bietet es sich aber den Mitgliedern ethnischen Diasporas als Universalwerkzeug an,
um unter widrigen Bedingungen Kontakte untereinander und mit den in der Heimat Zurückgebliebenen zu pflegen,
sich an der Konstruktion einer kollektiver Gruppenidentität mitzubeteiligen oder sich zu umfassenden politischen
Aktivitäten zu vereinigen, wie sie bisher nur mit Hilfe aufwendiger Formalorganisationen möglich gewesen sind –aber
alles nur in dem Masse, wie subjektive Absichten in diese Richtung bereits vorgängig bestehen. Manches spricht
dafür, dass Diasporas neue Mittel gewinnen, um sich den Integrationszumutungen ihrer Immigrationsländer zu
entziehen. Ebenso kann ihre Fähigkeit zunehmen, im transnationalen Raum eine wahrnehmbare Stimme zu erheben
und – wie z. B. im Falle der 40 Mio. Exilchinesen – in Symbiose mit ihrem Territorialstaat das Gesamtgewicht ihrer
globalen Präsenz zu amplifizieren.

Abstract

Als polyvalentestes und anschmiegsamstes aller Medien vermag das Internet zwar keine selbsttätige Kausalität zu
entfalten. Um so eindrücklicher bietet es sich aber den Mitgliedern ethnischen Diasporas als Universalwerkzeug an,
um unter widrigen Bedingungen Kontakte untereinander und mit den in der Heimat Zurückgebliebenen zu pflegen,
sich an der Konstruktion einer kollektiver Gruppenidentität mitzubeteiligen oder sich zu umfassenden politischen
Aktivitäten zu vereinigen, wie sie bisher nur mit Hilfe aufwendiger Formalorganisationen möglich gewesen sind –aber
alles nur in dem Masse, wie subjektive Absichten in diese Richtung bereits vorgängig bestehen. Manches spricht
dafür, dass Diasporas neue Mittel gewinnen, um sich den Integrationszumutungen ihrer Immigrationsländer zu
entziehen. Ebenso kann ihre Fähigkeit zunehmen, im transnationalen Raum eine wahrnehmbare Stimme zu erheben
und – wie z. B. im Falle der 40 Mio. Exilchinesen – in Symbiose mit ihrem Territorialstaat das Gesamtgewicht ihrer
globalen Präsenz zu amplifizieren.

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Item Type:Working Paper
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Sociology
Dewey Decimal Classification:300 Social sciences, sociology & anthropology
Uncontrolled Keywords:ethnicity, Internet, Diaspora, ethnic identity
Language:German
Date:2011
Deposited On:16 Jun 2011 08:45
Last Modified:05 Apr 2016 14:56
Series Name:Sociology in Switzerland: Towards Cyberspace and “Vireal” Social Relations
Number of Pages:41
Related URLs:http://www.socio.ch

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