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Work-Life Conflict und Gesundheit: der Zusammenhang zwischen Formen von Work-Life Conflict und Gesundheitsaspekten bei unterschiedlichen Populationen


Knecht-Meier, M K. Work-Life Conflict und Gesundheit: der Zusammenhang zwischen Formen von Work-Life Conflict und Gesundheitsaspekten bei unterschiedlichen Populationen. 2011, ETH Zurich.

Abstract

Die vorliegende Dissertation untersucht den Zusammenhang zwischen Work-Life Conflict und
Gesundheit. Das Zusammenspiel von Berufs- und Privatleben, insbesondere die daraus entstehenden
Konflikte und damit verbundenen negativen Konsequenzen, sind in den letzten Jahren vermehrt in den
Fokus der Wissenschaft gerückt. Dies vor dem Hintergrund einer sich verändernden Gesellschaft mit
einer immer grösseren Zahl von Personen, die sowohl mit beruflichen wie auch familiären Pflichten
konfrontiert sind. Der schon in verschiedenen Studien gefundene Zusammenhang zwischen Work-Life
Conflict und Gesundheit wird in dieser Dissertation eingehender untersucht. Insbesondere werden
folgende Fragestellungen beantwortet:
1) Wie verhält sich der Zusammenhang zwischen den unterschiedlichen Dimensionen von Work-Life
Conflict (die beiden Richtungen Work-to-Life und Life-to-Work sowie die Formen time-based und
strain-based Work-Life Conflict) und Gesundheit?
2) Wie verhält sich der Zusammenhang zwischen Work-Life Conflict und unterschiedlichen
Aspekten von Gesundheit (allgemeine selbst eingeschätzte Gesundheit, sowie verschiedene konkrete
Beschwerden insb. muskuloskelettale)?
3) Wie sieht der Zusammenhang zwischen Work-Life Conflict und Gesundheit bei unterschiedlichen
Gruppen (in Bezug auf Bildungsniveau, Berufsgruppe und Geschlecht) von Erwerbstätigen aus?
4) Besteht ein Kausalzusammenhang zwischen Work-Life Conflict und Gesundheit?
Zur Beantwortung dieser Fragen wurden vier Studien durchgeführt, zwei mit Längsschnitt- und zwei
mit Querschnittdesign. Grundlage dieser Studien waren drei unterschiedliche Datenquellen. Erstens
wurden die Daten des Schweizer Haushalt-Panels, zweitens die Daten der SwissMed Career Study und
drittens selbst erhobene Daten aus einer Betriebsstudie zum Thema Work-Life Balance in vier grossen
Dienstleistungsunternehmen in der Schweiz analysiert.
Die Resultate zeigen, dass strain-based Work-Life Conflict stärker mit Gesundheit assoziiert ist als
time-based Work-Life Conflict. Für alle untersuchten gesundheitlichen Beschwerden, wie auch für
generelle selbst eingeschätzte Gesundheit, wurde konsistent über alle Studien hinweg ein
Zusammenhang mit Work-Life Conflict gefunden. Erstmals wurde auch der Zusammenhang zwischen
muskuloskelettalen Beschwerden und Gesundheit eingehend untersucht und belegt. Insbesondere
strain-based Work-to-Life Conflict ist stark mit muskuloskelettalen Beschwerden assoziiert. In Bezug
auf unterschiedliche Populationen kann gesagt werden, dass bei allen Populationen ein gleichförmiger
Zusammenhang zwischen Work-Life Conflict und Gesundheit gefunden wurde, allerdings fiel der
Zusammenhang bei den befragten Ärzten stärker aus. Die gefundenen Resultate deuten darauf hin,
dass der Zusammenhang ein kausaler ist, und zwar, dass starker Work-Life Conflict zu schlechter
Gesundheit führt. Allerdings kann auch reziproke Kausalität nicht ausgeschlossen werden Die vorliegende Dissertation liefert einen Beitrag zum vertieften Verständnis von Work-Life Conflict
und Gesundheit. Zudem wurden erstmals Schweizer Ärzte im Bezug auf Work-Life Conlict untersucht
und mit anderen Populationen verglichen. Des Weiteren konnte Work-Life Conflict als wichtige
Grösse im Zusammenhang mit muskuloskelettalen Beschwerden gezeigt werden.

Abstract

Die vorliegende Dissertation untersucht den Zusammenhang zwischen Work-Life Conflict und
Gesundheit. Das Zusammenspiel von Berufs- und Privatleben, insbesondere die daraus entstehenden
Konflikte und damit verbundenen negativen Konsequenzen, sind in den letzten Jahren vermehrt in den
Fokus der Wissenschaft gerückt. Dies vor dem Hintergrund einer sich verändernden Gesellschaft mit
einer immer grösseren Zahl von Personen, die sowohl mit beruflichen wie auch familiären Pflichten
konfrontiert sind. Der schon in verschiedenen Studien gefundene Zusammenhang zwischen Work-Life
Conflict und Gesundheit wird in dieser Dissertation eingehender untersucht. Insbesondere werden
folgende Fragestellungen beantwortet:
1) Wie verhält sich der Zusammenhang zwischen den unterschiedlichen Dimensionen von Work-Life
Conflict (die beiden Richtungen Work-to-Life und Life-to-Work sowie die Formen time-based und
strain-based Work-Life Conflict) und Gesundheit?
2) Wie verhält sich der Zusammenhang zwischen Work-Life Conflict und unterschiedlichen
Aspekten von Gesundheit (allgemeine selbst eingeschätzte Gesundheit, sowie verschiedene konkrete
Beschwerden insb. muskuloskelettale)?
3) Wie sieht der Zusammenhang zwischen Work-Life Conflict und Gesundheit bei unterschiedlichen
Gruppen (in Bezug auf Bildungsniveau, Berufsgruppe und Geschlecht) von Erwerbstätigen aus?
4) Besteht ein Kausalzusammenhang zwischen Work-Life Conflict und Gesundheit?
Zur Beantwortung dieser Fragen wurden vier Studien durchgeführt, zwei mit Längsschnitt- und zwei
mit Querschnittdesign. Grundlage dieser Studien waren drei unterschiedliche Datenquellen. Erstens
wurden die Daten des Schweizer Haushalt-Panels, zweitens die Daten der SwissMed Career Study und
drittens selbst erhobene Daten aus einer Betriebsstudie zum Thema Work-Life Balance in vier grossen
Dienstleistungsunternehmen in der Schweiz analysiert.
Die Resultate zeigen, dass strain-based Work-Life Conflict stärker mit Gesundheit assoziiert ist als
time-based Work-Life Conflict. Für alle untersuchten gesundheitlichen Beschwerden, wie auch für
generelle selbst eingeschätzte Gesundheit, wurde konsistent über alle Studien hinweg ein
Zusammenhang mit Work-Life Conflict gefunden. Erstmals wurde auch der Zusammenhang zwischen
muskuloskelettalen Beschwerden und Gesundheit eingehend untersucht und belegt. Insbesondere
strain-based Work-to-Life Conflict ist stark mit muskuloskelettalen Beschwerden assoziiert. In Bezug
auf unterschiedliche Populationen kann gesagt werden, dass bei allen Populationen ein gleichförmiger
Zusammenhang zwischen Work-Life Conflict und Gesundheit gefunden wurde, allerdings fiel der
Zusammenhang bei den befragten Ärzten stärker aus. Die gefundenen Resultate deuten darauf hin,
dass der Zusammenhang ein kausaler ist, und zwar, dass starker Work-Life Conflict zu schlechter
Gesundheit führt. Allerdings kann auch reziproke Kausalität nicht ausgeschlossen werden Die vorliegende Dissertation liefert einen Beitrag zum vertieften Verständnis von Work-Life Conflict
und Gesundheit. Zudem wurden erstmals Schweizer Ärzte im Bezug auf Work-Life Conlict untersucht
und mit anderen Populationen verglichen. Des Weiteren konnte Work-Life Conflict als wichtige
Grösse im Zusammenhang mit muskuloskelettalen Beschwerden gezeigt werden.

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Item Type:Dissertation
Referees:Wehner T, Bauer G F, Mieg H A
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Epidemiology, Biostatistics and Prevention Institute (EBPI)
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2011
Deposited On:24 Oct 2011 14:49
Last Modified:05 Apr 2016 15:03
Publisher DOI:https://doi.org/10.3929/ethz-a-006465645
Related URLs:http://opac.nebis.ch/F/?local_base=NEBIS&con_lng=GER&func=find-b&find_code=SYS&request=006465645

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