Header

UZH-Logo

Maintenance Infos

Auswirkungen von Macht auf das Überleben in Extremsituationen: Ein Vergleich der Titanic und Lusitania Schiffskatastrophen


Schmidt, Sascha L; Frey, Bruno S; Savage, David A; Torgler, Benno (2011). Auswirkungen von Macht auf das Überleben in Extremsituationen: Ein Vergleich der Titanic und Lusitania Schiffskatastrophen. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 63(2):237-254.

Abstract

Am Beispiel des Untergangs der Lusitania und der Titanic wird analysiert, ob und in welchem Maße finanzielle und physische Macht sowie soziale Normen über Leben und Tod entscheiden. In einem quasi-natürlichen Experiment werden multivariate Probit-Schätzungen von öffentlich verfügbaren Sekundärdaten der Schiffsuntergänge durchgeführt. Die Analyse kommt zum Ergebnis, dass es im Wesentlichen von der Zeitspanne zwischen der Beschädigung des Schiffes und seinem Untergang abhängt, welche Rolle physische Stärke, gesellschaftlicher Status oder soziale Normen in lebensbedrohenden Situationen spielen. In zeitlich eng begrenzten Extremsituationen verdrängen Angst und Stress wertbezogenes, rationales Handeln. Es kommt zu einem rücksichtslosen Kampf ums eigene Überleben. Bleibt jedoch in Empfinden und Wahrnehmung der Betroffenen ein größerer Zeitraum bis zum endgültigen Versinken des Schiffes, bestimmen in stärkerem Maße soziale und ethische Werte das Verhalten der Menschen.

Abstract

Am Beispiel des Untergangs der Lusitania und der Titanic wird analysiert, ob und in welchem Maße finanzielle und physische Macht sowie soziale Normen über Leben und Tod entscheiden. In einem quasi-natürlichen Experiment werden multivariate Probit-Schätzungen von öffentlich verfügbaren Sekundärdaten der Schiffsuntergänge durchgeführt. Die Analyse kommt zum Ergebnis, dass es im Wesentlichen von der Zeitspanne zwischen der Beschädigung des Schiffes und seinem Untergang abhängt, welche Rolle physische Stärke, gesellschaftlicher Status oder soziale Normen in lebensbedrohenden Situationen spielen. In zeitlich eng begrenzten Extremsituationen verdrängen Angst und Stress wertbezogenes, rationales Handeln. Es kommt zu einem rücksichtslosen Kampf ums eigene Überleben. Bleibt jedoch in Empfinden und Wahrnehmung der Betroffenen ein größerer Zeitraum bis zum endgültigen Versinken des Schiffes, bestimmen in stärkerem Maße soziale und ethische Werte das Verhalten der Menschen.

Statistics

Citations

1 citation in Web of Science®
1 citation in Scopus®
Google Scholar™

Altmetrics

Additional indexing

Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:03 Faculty of Economics > Department of Economics
Dewey Decimal Classification:330 Economics
Language:German
Date:2011
Deposited On:27 Dec 2011 10:38
Last Modified:05 Apr 2016 15:15
Publisher:VS - Verlag für Sozialwissenschaften
ISSN:0023-2653
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s11577-011-0131-8
Other Identification Number:merlin-id:4727

Download

Full text not available from this repository.
View at publisher