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Qualitätssteigerung bei der Thromboembolieprophylaxe dank eAlerts und Blockverordnungen


Beeler, Patrick Emanuel; Blaser, Jürg (2010). Qualitätssteigerung bei der Thromboembolieprophylaxe dank eAlerts und Blockverordnungen. In: 23. Jahrestagung der Schweiz. Gesellschaft für Medizinische Informatik, Stade de Suisse, Wankdorf, Bern, 24 August 2010 - 25 August 2010, 33-36.

Abstract

Hintergrund: Viele hospitalisierte Patienten erhalten trotz Indikation keine Prophylaxe gegen venöse Thromboembolien (VTE). Das UniversitätsSpital Zürich implementierte 2007 elektronische Warnmeldungen (eAlerts), die auf fehlende VTE-Prophylaxen hinweisen. Im Rahmen einer Pilotstudie fanden regelmässige Weiterbildungen zur VTE-Prophylaxe statt und Ende 2008 wurde dieses eAlert-Konzept evaluiert. Im Herbst 2009 wurden zudem beim spitalweiten Rollout von CPOE (Computerized physician order entry) zahlreiche Blockverordnungen eingeführt, damit in einem einzigen Arbeitsschritt gleichzeitig viele vordefinierte Behandlungsmassnahmen verordnet werden können, u.a. auch VTE-Prophylaxen. ZIELSETZUNGEN: Es wurden (1) die Nachhaltigkeit der eAlerts über die Pilotstudie hinaus und (ii) der zusätzliche Einfluss der Blockverordnungen auf die VTE-Prophylaxe-Rate untersucht. METHODEN: Ärztliche Reaktionen auf eAlerts wurden automatisiert aufgezeichnet. Es wurde analysiert, ob Verordnungen erfolgten und ob diese innerhalb der ersten 6 Std. nach Stationseintritt des Patienten oder später, nach Aufschalten der eAlerts, vorgenommen wurden. Die retrospektive Analyse umfasste 2040 Fälle, aufgeteilt in die (1) Pilotstudienphase, 10.07.-12.08, (2) Poststudienphase, 1.09.-9.09, und (3) Blockverordnungsphase, 10.09-4.10. RESULTATE: Die Phasen (1) und (2) unterschieden sich weder betreffend VTE-Prophylaxe-Verordnungen insgesamt noch betreffend Verordnungen innerhalb der ersten 6 Std.: In der Pilotstudienphase wurde in 69% aller Fälle eine Prophylaxe verordnet, davon 55% innerhalb der ersten 6 Std.; in der Poststudienphase in 70%, davon 58% innerhalb 6 Std. Dagegen zeigte die Phase (3) einen signifikanten Anstieg der VTE-Prophylaxe-Rate auf 76% (p=0.0028), davon 72% innerhalb 6 Std. (p<0.0001). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die durch eAlerts erzielte hohe VTE-Prophylaxe-Rate blieb (1) auch nach Ende der Pilotstudie bestehen - also ohne spezifische Weiterbildungen - und konnte (ii) mittels Blockverordnungen zusätzlich erhöht werden.

Abstract

Hintergrund: Viele hospitalisierte Patienten erhalten trotz Indikation keine Prophylaxe gegen venöse Thromboembolien (VTE). Das UniversitätsSpital Zürich implementierte 2007 elektronische Warnmeldungen (eAlerts), die auf fehlende VTE-Prophylaxen hinweisen. Im Rahmen einer Pilotstudie fanden regelmässige Weiterbildungen zur VTE-Prophylaxe statt und Ende 2008 wurde dieses eAlert-Konzept evaluiert. Im Herbst 2009 wurden zudem beim spitalweiten Rollout von CPOE (Computerized physician order entry) zahlreiche Blockverordnungen eingeführt, damit in einem einzigen Arbeitsschritt gleichzeitig viele vordefinierte Behandlungsmassnahmen verordnet werden können, u.a. auch VTE-Prophylaxen. ZIELSETZUNGEN: Es wurden (1) die Nachhaltigkeit der eAlerts über die Pilotstudie hinaus und (ii) der zusätzliche Einfluss der Blockverordnungen auf die VTE-Prophylaxe-Rate untersucht. METHODEN: Ärztliche Reaktionen auf eAlerts wurden automatisiert aufgezeichnet. Es wurde analysiert, ob Verordnungen erfolgten und ob diese innerhalb der ersten 6 Std. nach Stationseintritt des Patienten oder später, nach Aufschalten der eAlerts, vorgenommen wurden. Die retrospektive Analyse umfasste 2040 Fälle, aufgeteilt in die (1) Pilotstudienphase, 10.07.-12.08, (2) Poststudienphase, 1.09.-9.09, und (3) Blockverordnungsphase, 10.09-4.10. RESULTATE: Die Phasen (1) und (2) unterschieden sich weder betreffend VTE-Prophylaxe-Verordnungen insgesamt noch betreffend Verordnungen innerhalb der ersten 6 Std.: In der Pilotstudienphase wurde in 69% aller Fälle eine Prophylaxe verordnet, davon 55% innerhalb der ersten 6 Std.; in der Poststudienphase in 70%, davon 58% innerhalb 6 Std. Dagegen zeigte die Phase (3) einen signifikanten Anstieg der VTE-Prophylaxe-Rate auf 76% (p=0.0028), davon 72% innerhalb 6 Std. (p<0.0001). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die durch eAlerts erzielte hohe VTE-Prophylaxe-Rate blieb (1) auch nach Ende der Pilotstudie bestehen - also ohne spezifische Weiterbildungen - und konnte (ii) mittels Blockverordnungen zusätzlich erhöht werden.

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Item Type:Conference or Workshop Item (Paper), not refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Institute for Regenerative Medicine (IREM)
Dewey Decimal Classification:570 Life sciences; biology
610 Medicine & health
Language:German
Event End Date:25 August 2010
Deposited On:26 Jun 2012 16:06
Last Modified:06 Apr 2017 03:30
Publisher:Schwabe AG, Steinentorstrasse 13, CH-3010 Basel
Series Name:Proceedings Swiss Medical Informatics 2010
Number:69
Free access at:Official URL. An embargo period may apply.
Official URL:http://sgmi-ssim.ch/pdf/SMI-69.pdf

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