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Das Russländische Imperium im Windschatten. Geographie, Geschichte und globale Entwicklungsdynamik


Goehrke, Carsten (2007). Das Russländische Imperium im Windschatten. Geographie, Geschichte und globale Entwicklungsdynamik. Osteuropa, 57(4):3-32.

Abstract

Warum weist die Weltmacht Rußland mit ihrem gewaltigen Rohstoffreichtum,
mit ihrem respektablen Bildungsniveau und ihrer partiellen
Spitzentechnologie immer noch das durchschnittliche Einkommensniveau
eines mittelmäßig entwickelten Industriestaates auf? Ursachen sind
zunächst die geographischen und geopolitischen Entwicklungsbedingungen.
Im globalen Wettkampf der Imperien um Überseekolonien war
die Ausgangslage des kontinentalen Rußland schlecht. Zudem zwang
die Expansion in die dünn besiedelten Räume Nordasiens nicht zur Intensivierung
der Wirtschaft. Wichtiger sind die kulturellen Prägungen,
insbesondere das Staats- und Gesellschaftsverständnis im orthodoxen
Europa. Im Moskauer Reich verschob sich das Machtgleichgewicht zwischen
Fürst, Adel, Kirche und Städten einseitig zur Autokratie nach byzantinischem
Vorbild. Im Wettlauf mit den westlichen Industriemächten
erwiesen sich Autokratie und „staatsfixierte Gesellschaft“ als immobil.
Die globale Entwicklungsdynamik wanderte so im Laufe der Neuzeit vom
islamischen Orient und von China in den nordatlantischen Raum ab, wo
die staatliche, ethnische und religiöse Vielgestaltigkeit half, die rechte
Balance zwischen zu viel und zu wenig Staat zu finden.

Abstract

Warum weist die Weltmacht Rußland mit ihrem gewaltigen Rohstoffreichtum,
mit ihrem respektablen Bildungsniveau und ihrer partiellen
Spitzentechnologie immer noch das durchschnittliche Einkommensniveau
eines mittelmäßig entwickelten Industriestaates auf? Ursachen sind
zunächst die geographischen und geopolitischen Entwicklungsbedingungen.
Im globalen Wettkampf der Imperien um Überseekolonien war
die Ausgangslage des kontinentalen Rußland schlecht. Zudem zwang
die Expansion in die dünn besiedelten Räume Nordasiens nicht zur Intensivierung
der Wirtschaft. Wichtiger sind die kulturellen Prägungen,
insbesondere das Staats- und Gesellschaftsverständnis im orthodoxen
Europa. Im Moskauer Reich verschob sich das Machtgleichgewicht zwischen
Fürst, Adel, Kirche und Städten einseitig zur Autokratie nach byzantinischem
Vorbild. Im Wettlauf mit den westlichen Industriemächten
erwiesen sich Autokratie und „staatsfixierte Gesellschaft“ als immobil.
Die globale Entwicklungsdynamik wanderte so im Laufe der Neuzeit vom
islamischen Orient und von China in den nordatlantischen Raum ab, wo
die staatliche, ethnische und religiöse Vielgestaltigkeit half, die rechte
Balance zwischen zu viel und zu wenig Staat zu finden.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of History
Dewey Decimal Classification:900 History
Language:German
Date:2007
Deposited On:04 May 2012 15:00
Last Modified:05 Apr 2016 15:48
Publisher:BWV - Berliner Wissenschafts Verlag GmbH / Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde
ISSN:0030-6428
Related URLs:http://opac.nebis.ch/F/?local_base=EBI01&con_lng=GER&func=find-b&find_code=090&request=000246634

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