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Stereotype in der Schweizer TV Unterhaltung


von Rimscha, M Bjørn (2012). Stereotype in der Schweizer TV Unterhaltung. In: Engler, Balz. Wir und die Anderen: Stereotypen in der Schweiz/ Nous et les autres: Stéréotypes en Suisse. Freiburg: Academic Press, 117-137.

Abstract

Der Beitrag beschäftigt sich aus zwei Perspektiven mit Stereotypen in der Schweizer TV-Unterhaltung. Zunächst werden die Schweizer Unterhaltungsmacher analysiert, um zu klären, inwieweit sie stereotype Vorstellung von Unterhaltung und dem Unterhaltungspublikum haben. Anschliessend wird untersucht, ob sich die Schweizer Unterhaltungsmacher in ihren Orientierungen und in Bezug auf ihre Auswahlkriterien für Sendungen, von ihren Kollegen in Nachbarländern unterscheiden. Es finden sich kaum signifikante Unterschiede, was auf eine universelle Produktionskultur in der audiovisuellen Unterhaltung hindeutet. Das von Deutschschweizer Redaktoren genannte Ziel der «menschenfreundlichen» Unterhaltung lässt sich somit eher aus der Dominanz des Service public erklären. In der zweiten Perspektive werden die Filme der Reihe «Schweizer Film» des Schweizer Fernsehens (SF) beispielhaft unter die Lupe genommen, um zu analysieren, inwieweit sie Schweizer Stereotypen reproduzieren. Neben der Gewissenhaftigkeit und der Introvertiertheit als Elemente der nationalen Identität zeigt sich das Dazugehören als wichtiger Topos im Schweizer Film. Ausländer gehören dabei eher nicht dazu. Nach den Dimensionen des Stereotype Content Model werden sie zwiespältig inszeniert: entweder kompetent oder warm, aber nie beides.

Abstract

Der Beitrag beschäftigt sich aus zwei Perspektiven mit Stereotypen in der Schweizer TV-Unterhaltung. Zunächst werden die Schweizer Unterhaltungsmacher analysiert, um zu klären, inwieweit sie stereotype Vorstellung von Unterhaltung und dem Unterhaltungspublikum haben. Anschliessend wird untersucht, ob sich die Schweizer Unterhaltungsmacher in ihren Orientierungen und in Bezug auf ihre Auswahlkriterien für Sendungen, von ihren Kollegen in Nachbarländern unterscheiden. Es finden sich kaum signifikante Unterschiede, was auf eine universelle Produktionskultur in der audiovisuellen Unterhaltung hindeutet. Das von Deutschschweizer Redaktoren genannte Ziel der «menschenfreundlichen» Unterhaltung lässt sich somit eher aus der Dominanz des Service public erklären. In der zweiten Perspektive werden die Filme der Reihe «Schweizer Film» des Schweizer Fernsehens (SF) beispielhaft unter die Lupe genommen, um zu analysieren, inwieweit sie Schweizer Stereotypen reproduzieren. Neben der Gewissenhaftigkeit und der Introvertiertheit als Elemente der nationalen Identität zeigt sich das Dazugehören als wichtiger Topos im Schweizer Film. Ausländer gehören dabei eher nicht dazu. Nach den Dimensionen des Stereotype Content Model werden sie zwiespältig inszeniert: entweder kompetent oder warm, aber nie beides.

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Item Type:Book Section, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Mass Communication and Media Research
Dewey Decimal Classification:700 Arts
Language:German
Date:2012
Deposited On:21 May 2012 15:36
Last Modified:05 Apr 2016 15:49
Publisher:Academic Press
ISBN:978-3-7278-1718-2

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