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Torsio uteri ante partum bei Rindern - eine retrospektive Studie von 36 Fällen


Schwantag, S; Bleul, U (2007). Torsio uteri ante partum bei Rindern - eine retrospektive Studie von 36 Fällen. Tierärztliche Praxis. Ausgabe G, Grosstiere/Nutztiere, 35(5):335-340.

Abstract

Ziel dieser Studie war, die Diagnostik und Therapie bei Kühen, die an einer Torsio uteri ante partum erkranktwaren, zu untersuchen und den weiteren Verlauf nach operativer Retorsion auszuwerten. Material undMethoden: Zur Verfügung standen die Krankenakten von 36 Kühen mit einer Torsio uteri ante partum. DieGestationsdauer betrug zu diesem Zeitpunkt im Mittel 6,7 ± 1,5 Monate. Die Therapie erfolgte bei 24 Kühenmittels Brettwälzmethode oder Laparotomie, 12 Kühe mussten getötet werden. Der weitere Verlauf nachder Erkrankung wurde telefonisch ermittelt. Ergebnisse: Bei 74% (26/35) der Kühe bestand bei Einlieferungeine Torsio uteri nach links, bei 26% (9/35) eine Torsio nach rechts. Bei einem Tier fehlte diese Angabe. DerTorsionsgrad betrug 180° bis über 360°. Er war bei Kühen mit einem toten Fetus höher als bei denen miteinem lebenden (p < 0,05). Bei der transkutanen sonographischen Untersuchung, die vor Therapiebeginnbei 10 Kühen durchgeführt worden war, ließen sich bei einem von vier später lebend geborenen KälbernLebenszeichen darstellen. Bei sechs tot entwickelten Feten fanden sich auch sonographisch keine Lebenszeichen.Bei 12 von 25 Kühen, bei denen eine Laparotomie erfolgte, gelang es, die Drehung des Uteruszu beheben, ohne dass der Fetus entwickelt werden musste. Eine dieser Kühe abortierte, 11 beendeten dieTrächtigkeit nach einer physiologischen Gestationsdauer. Zehn Kälber kamen lebend zur Welt, eines waraufgrund einer Torsio uteri während der Geburt tot. Von sieben wiederbelegten Kühen konzipierten sechsund gebaren lebende Kälber. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Die transkutane sonographischeUntersuchung stellt bei der Torsio uteri eine weiterführende Untersuchungsmethode dar, um eine Aussageüber das Leben des Fetus zu machen. Liegt eine Torsion in der zweiten Hälfte der Gravidität vor, bestehtbei lebender Frucht ohne Abortanzeichen des Muttertieres durch die Retorsion im Rahmen einer Laparotomieeine gute Prognose für den Erhalt der Trächtigkeit und die Geburt eines maturen Kalbes.

Abstract

Ziel dieser Studie war, die Diagnostik und Therapie bei Kühen, die an einer Torsio uteri ante partum erkranktwaren, zu untersuchen und den weiteren Verlauf nach operativer Retorsion auszuwerten. Material undMethoden: Zur Verfügung standen die Krankenakten von 36 Kühen mit einer Torsio uteri ante partum. DieGestationsdauer betrug zu diesem Zeitpunkt im Mittel 6,7 ± 1,5 Monate. Die Therapie erfolgte bei 24 Kühenmittels Brettwälzmethode oder Laparotomie, 12 Kühe mussten getötet werden. Der weitere Verlauf nachder Erkrankung wurde telefonisch ermittelt. Ergebnisse: Bei 74% (26/35) der Kühe bestand bei Einlieferungeine Torsio uteri nach links, bei 26% (9/35) eine Torsio nach rechts. Bei einem Tier fehlte diese Angabe. DerTorsionsgrad betrug 180° bis über 360°. Er war bei Kühen mit einem toten Fetus höher als bei denen miteinem lebenden (p < 0,05). Bei der transkutanen sonographischen Untersuchung, die vor Therapiebeginnbei 10 Kühen durchgeführt worden war, ließen sich bei einem von vier später lebend geborenen KälbernLebenszeichen darstellen. Bei sechs tot entwickelten Feten fanden sich auch sonographisch keine Lebenszeichen.Bei 12 von 25 Kühen, bei denen eine Laparotomie erfolgte, gelang es, die Drehung des Uteruszu beheben, ohne dass der Fetus entwickelt werden musste. Eine dieser Kühe abortierte, 11 beendeten dieTrächtigkeit nach einer physiologischen Gestationsdauer. Zehn Kälber kamen lebend zur Welt, eines waraufgrund einer Torsio uteri während der Geburt tot. Von sieben wiederbelegten Kühen konzipierten sechsund gebaren lebende Kälber. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Die transkutane sonographischeUntersuchung stellt bei der Torsio uteri eine weiterführende Untersuchungsmethode dar, um eine Aussageüber das Leben des Fetus zu machen. Liegt eine Torsion in der zweiten Hälfte der Gravidität vor, bestehtbei lebender Frucht ohne Abortanzeichen des Muttertieres durch die Retorsion im Rahmen einer Laparotomieeine gute Prognose für den Erhalt der Trächtigkeit und die Geburt eines maturen Kalbes.

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Additional indexing

Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:05 Vetsuisse Faculty > Veterinary Clinic > Department of Farm Animals
Dewey Decimal Classification:570 Life sciences; biology
630 Agriculture
Language:English
Date:2007
Deposited On:09 Aug 2012 12:36
Last Modified:05 Apr 2016 15:55
Publisher:Schattauer
ISSN:1434-1220
Official URL:http://tpg.schattauer.de/de/inhalt/archiv/issue/302/manuscript/8555/show.html

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