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Neurowissenschaft und Psychopathologie heute – Ergänzung, Fusion, Verdrängung?


Hoff, Paul; Bottlender, Ronald (2012). Neurowissenschaft und Psychopathologie heute – Ergänzung, Fusion, Verdrängung? Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie, 60(4):249-256.

Abstract

Der Spannungsbogen zwischen biologischen, psychologischen und sozialwissenschaftlichen Ansätzen prägt die Psychiatrie seit ihren Anfängen. Der enorme Wissenszuwachs in den Neurowissenschaften verschafft dem Thema eine besondere Aktualität und Bedeutung, wobei die psychopathologische Perspektive in den letzten Jahrzehnten deutlich an Gewicht verloren hat. Der Beitrag leuchtet auf psychiatrie historischem Hintergrund die wichtigsten Positionen dieser Debatte aus. Mit Blick auf die zukünftige Rolle der Psychopathologie plädiert er dafür, den unergiebigen und sachlich nicht begründeten Konfrontationen das ernsthafte, auf Argumenten beruhende Gespräch zwischen den verschiedenen Ansätzen entgegenzusetzen und dies als genuinen Bestandteil einer weiter gefassten Psychopathologie zu verstehen. Dies bedingt freilich auf allen Seiten die Bereitschaft, von vorschnellen Gesamterklärungen abzusehen und neben empirischen Daten auch Subjektivität und personale Autonomie als wissenschaftliche Gegenstände anzuerkennen.

Abstract

Der Spannungsbogen zwischen biologischen, psychologischen und sozialwissenschaftlichen Ansätzen prägt die Psychiatrie seit ihren Anfängen. Der enorme Wissenszuwachs in den Neurowissenschaften verschafft dem Thema eine besondere Aktualität und Bedeutung, wobei die psychopathologische Perspektive in den letzten Jahrzehnten deutlich an Gewicht verloren hat. Der Beitrag leuchtet auf psychiatrie historischem Hintergrund die wichtigsten Positionen dieser Debatte aus. Mit Blick auf die zukünftige Rolle der Psychopathologie plädiert er dafür, den unergiebigen und sachlich nicht begründeten Konfrontationen das ernsthafte, auf Argumenten beruhende Gespräch zwischen den verschiedenen Ansätzen entgegenzusetzen und dies als genuinen Bestandteil einer weiter gefassten Psychopathologie zu verstehen. Dies bedingt freilich auf allen Seiten die Bereitschaft, von vorschnellen Gesamterklärungen abzusehen und neben empirischen Daten auch Subjektivität und personale Autonomie als wissenschaftliche Gegenstände anzuerkennen.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Psychiatric University Hospital Zurich > Clinic for Psychiatry, Psychotherapy, and Psychosomatics
04 Faculty of Medicine > Psychiatric University Hospital Zurich > Clinic for Clinical and Social Psychiatry Zurich West (former)
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2012
Deposited On:01 Oct 2012 14:04
Last Modified:07 Dec 2017 15:10
Publisher:Hans Huber
ISSN:1661-4747
Publisher DOI:https://doi.org/10.1024/1661-4747/a000124

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