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Ich bin alt. Aber ich fühle mich nicht so. Das Altersdispositiv oder der alltägliche Umgang mit dem neuen Alter - Zurich Open Repository and Archive


Niederhauser, Rebecca (2012). Ich bin alt. Aber ich fühle mich nicht so. Das Altersdispositiv oder der alltägliche Umgang mit dem neuen Alter. In: Mitterbauer, Helga; Scherke, Katharina. Moderne. Kulturwissenschaftliches Jahrbuch 6 (2010/2011): Alter(n). Innsbruck: Studienverlag, 19-36.

Abstract

Die von der Bevölkerungswissenschaft diagnostizierte doppelte demografische Alterung und ihre (ungeheuerlichen) Interpretationen haben ein Altersdispositiv hervorgerufen. Prognostizierte Altersapokalypsen drängen zum unaufhörlichen Sprechen, Handeln und Materialisieren. In Anlehnung an das foucaultsche Dispositiv, das hier um das Alltägliche erweitert, auf die Subjekte fokussiert und mit dem Kulturbegriff verknüpft wird, fragt dieser Artikel nach den dispositiven Konstruktionen des singulären Begriffs «Alter» und führt ihn in einen konstruktivistisch gedachten Plural über.
Jenseits des gerontologischen Essentialismus’ und Pragmatismus’ richtet sich das Interesse auf das demografisch bedingt jüngst erfundene «neue Alter». Wie sehen dessen mediale und wissenschaftliche Konstruktionen aus? Historisch argumentierend und gegenwartsbezogen thematisiert der Artikel Altersbilder und -stereotypen, Theorien und Modelle und zeichnet die Erfindung des neuen, jungen Alters als Resultat einer demografisch bedingten Differenzierung des Altersbegriffs in verschiedene Alter nach.
Darauf aufbauend richtet sich der Fokus auf die sprechenden, handelnden und materialisierenden Subjekte und ihren alltäglichen Umgang mit dem Begriff des Alters. Anhand von sieben qualitativen Leitfaden-Interviews mit Menschen diesen neuen Alters, fragt der Text danach, wie sich die Interviewten das Dispositiv aneignen, aber auch, wie sie es verändern und damit selbst zu Wirklichkeitskonstrukteuren werden. Thematisiert werden Selbstdefinitionen, Altersdefinitionen und der Umgang mit dem gesellschaftlich an sie herangetragenen Alter.

Abstract

Die von der Bevölkerungswissenschaft diagnostizierte doppelte demografische Alterung und ihre (ungeheuerlichen) Interpretationen haben ein Altersdispositiv hervorgerufen. Prognostizierte Altersapokalypsen drängen zum unaufhörlichen Sprechen, Handeln und Materialisieren. In Anlehnung an das foucaultsche Dispositiv, das hier um das Alltägliche erweitert, auf die Subjekte fokussiert und mit dem Kulturbegriff verknüpft wird, fragt dieser Artikel nach den dispositiven Konstruktionen des singulären Begriffs «Alter» und führt ihn in einen konstruktivistisch gedachten Plural über.
Jenseits des gerontologischen Essentialismus’ und Pragmatismus’ richtet sich das Interesse auf das demografisch bedingt jüngst erfundene «neue Alter». Wie sehen dessen mediale und wissenschaftliche Konstruktionen aus? Historisch argumentierend und gegenwartsbezogen thematisiert der Artikel Altersbilder und -stereotypen, Theorien und Modelle und zeichnet die Erfindung des neuen, jungen Alters als Resultat einer demografisch bedingten Differenzierung des Altersbegriffs in verschiedene Alter nach.
Darauf aufbauend richtet sich der Fokus auf die sprechenden, handelnden und materialisierenden Subjekte und ihren alltäglichen Umgang mit dem Begriff des Alters. Anhand von sieben qualitativen Leitfaden-Interviews mit Menschen diesen neuen Alters, fragt der Text danach, wie sich die Interviewten das Dispositiv aneignen, aber auch, wie sie es verändern und damit selbst zu Wirklichkeitskonstrukteuren werden. Thematisiert werden Selbstdefinitionen, Altersdefinitionen und der Umgang mit dem gesellschaftlich an sie herangetragenen Alter.

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Item Type:Book Section, not refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Department of Social Anthropology and Cultural Studies
Dewey Decimal Classification:390 Customs, etiquette & folklore
300 Social sciences, sociology & anthropology
790 Sports, games & entertainment
Language:German
Date:2012
Deposited On:30 Nov 2012 10:21
Last Modified:05 Apr 2016 16:07
Publisher:Studienverlag
ISBN:978-3-7065-5051-2
Related URLs:http://www.studienverlag.at/page.cfm?vpath=buecher/buchdetail&titnr=5051 (Publisher)
http://www.ipk.uzh.ch/aboutus/people/niederhauser.html (Author)

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