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Cochlea Implantat und Schwindel


Lichtenhahn, Annik. Cochlea Implantat und Schwindel. 2012, University of Zurich, Faculty of Medicine.

Abstract

Ziel: Feststellen der Häufigkeit und Art des Schwindels bei Patienten mit einer Cochlea-Implantation im Universitätsspital Zürich. Zusätzliche Überprüfung der Auswertungen der seit Jahren durchgeführten prä- und teils vorhandenen postoperativen Untersuchungen der vestibulären Funktion. Im Zentrum standen Funktions-Veränderungen des vestibulären Apparates nach der Operation im Vergleich mit dem Zustand vor dem Eingriff.

Methode: Retrospektive Analyse der 291 in die Analyse eingeschlossenen Patienten mit einseitiger oder beidseitiger Cochlea-Implantation. Die Erfassung der Daten erfolgte anhand der MIS-Datenbank der ORL-Klinik des Universitätsspitals Zürich. Als Grundlage dienten die
apparativen vestibulären Abklärungen. Es wurden die vestibulären Abklärungen vor, und wenn vorhanden, nach der Operation berücksichtigt.

Resultate: 46% der 291 Patienten hatten präoperativ eine apparative vestibuläre Abklärung. Postoperativ erhielten nur 13% dieser Patienten eine Abklärung, wobei die Anzahl der apparativen Abklärungen in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Ein anamnestischer Schwindel wurde von den 291 Patienten in 17% präoperativ, in 34% postoperativ angegeben. Unter der Annahme, dass alle Patienten die keine explizite Schwindelangabe oder keine apparative vestibuläre Abklärung hatten, keinen Schwindel hatten, ergibt sich eine Häufigkeit von Schwindel präoperativ bei 8% und postoperativ bei 14%. Die Auswertung der Kalorik ergab durch die geringe Anzahl der postoperativen Untersuchungen kein aussagekräftiges Resultat. Es konnten aber einige Zusammenhänge der Ätiologie des Schwindels und Schwerhörigkeit mit dem Auftreten von Schwindel oder einer pathologischen Kalorik erkannt werden.

Schlussfolgerung: Nach der Analyse der Daten kann eine Tendenz, aber keine sichere Verknüpfung zwischen der Cochlea-Implantation und der beeinträchtigten Vestibularfunktion gemacht werden. Wir können jedoch zwei zusätzliche Schlussfolgerungen ziehen: Erstens sollten die präoperative Diagnostik und die Anamnese standardisiert werden. Zweitens kann beim grössten Teil der Patienten mit anamnestischem Schwindel und mit der heutigen Untersuchung die Ursache eruiert werden.

Abstract

Ziel: Feststellen der Häufigkeit und Art des Schwindels bei Patienten mit einer Cochlea-Implantation im Universitätsspital Zürich. Zusätzliche Überprüfung der Auswertungen der seit Jahren durchgeführten prä- und teils vorhandenen postoperativen Untersuchungen der vestibulären Funktion. Im Zentrum standen Funktions-Veränderungen des vestibulären Apparates nach der Operation im Vergleich mit dem Zustand vor dem Eingriff.

Methode: Retrospektive Analyse der 291 in die Analyse eingeschlossenen Patienten mit einseitiger oder beidseitiger Cochlea-Implantation. Die Erfassung der Daten erfolgte anhand der MIS-Datenbank der ORL-Klinik des Universitätsspitals Zürich. Als Grundlage dienten die
apparativen vestibulären Abklärungen. Es wurden die vestibulären Abklärungen vor, und wenn vorhanden, nach der Operation berücksichtigt.

Resultate: 46% der 291 Patienten hatten präoperativ eine apparative vestibuläre Abklärung. Postoperativ erhielten nur 13% dieser Patienten eine Abklärung, wobei die Anzahl der apparativen Abklärungen in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Ein anamnestischer Schwindel wurde von den 291 Patienten in 17% präoperativ, in 34% postoperativ angegeben. Unter der Annahme, dass alle Patienten die keine explizite Schwindelangabe oder keine apparative vestibuläre Abklärung hatten, keinen Schwindel hatten, ergibt sich eine Häufigkeit von Schwindel präoperativ bei 8% und postoperativ bei 14%. Die Auswertung der Kalorik ergab durch die geringe Anzahl der postoperativen Untersuchungen kein aussagekräftiges Resultat. Es konnten aber einige Zusammenhänge der Ätiologie des Schwindels und Schwerhörigkeit mit dem Auftreten von Schwindel oder einer pathologischen Kalorik erkannt werden.

Schlussfolgerung: Nach der Analyse der Daten kann eine Tendenz, aber keine sichere Verknüpfung zwischen der Cochlea-Implantation und der beeinträchtigten Vestibularfunktion gemacht werden. Wir können jedoch zwei zusätzliche Schlussfolgerungen ziehen: Erstens sollten die präoperative Diagnostik und die Anamnese standardisiert werden. Zweitens kann beim grössten Teil der Patienten mit anamnestischem Schwindel und mit der heutigen Untersuchung die Ursache eruiert werden.

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Item Type:Dissertation
Referees:Veraguth Dorothe, Monge Naldi Arianne
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Otorhinolaryngology
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2012
Deposited On:16 Jan 2013 16:28
Last Modified:05 Apr 2016 16:21
Number of Pages:47

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