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Die Ukraine schreiben. Ethnografische ‚Einstellungen’ in ukrainisch- und russischsprachiger Prosa (1991-2011)


Hofmann, Tatjana. Die Ukraine schreiben. Ethnografische ‚Einstellungen’ in ukrainisch- und russischsprachiger Prosa (1991-2011). 2012, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Aktualisierung, Modifikation und Diskussion von Identitätsentwürfen der Ukraine als Nationalstaat und ihrer lokalen (regionalen und urbanen) Teilräume in ukrainisch- und russischsprachigen Texten nach der Unabhängigkeit der Ukraine im Jahre 1991. Ein wichtiges Instrument ist dabei das Konzept der Ethnografie, das diese Arbeit nicht ausschliesslich im wissenschaftlichen Diskurs verortet sieht, sondern auf der Ebene literarischer und essayistischer Texte von Autoren wie Jurij Andruchovyč, Taras Prochas’ko, Oksana Zabužko, Serhij Žadan, Andrej Kurkov, Oleg Postnov und Dmitrij Savočkin untersucht.
Die Wahrnehmungs- und Schreibform der Ethnografie erhebt die Lebenswelten, die sie vermittelt, über die Erfahrung des Raums als ent- und verfremdeten. So werden vor Ort erlebte, von aussen erinnerte, historisch belegte und imaginierte Räume mit verschiedenen Kulturbegriffen und Semantiken aufgeladen. Ethnografische Einstellungen in Texten stellen eine Beziehung zwischen dem erzähltem Raum, dem wahrnehmendem Subjekt und der Erzählerinstanz her. Je nach Beziehung manifestieren und verfestigen Texte kulturelle Zuschreibungen an geografische Referenzräume, vermögen sie aber auch zu dekonstruieren. Die Lektüren gehen den ästhetischen und diskursiven Implikationen dieses ethnologischen Moments von Literatur nach und bieten eine Alternative zur politisierten Betrachtung von Selbst- und Fremderkundungen an.

Abstract

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Aktualisierung, Modifikation und Diskussion von Identitätsentwürfen der Ukraine als Nationalstaat und ihrer lokalen (regionalen und urbanen) Teilräume in ukrainisch- und russischsprachigen Texten nach der Unabhängigkeit der Ukraine im Jahre 1991. Ein wichtiges Instrument ist dabei das Konzept der Ethnografie, das diese Arbeit nicht ausschliesslich im wissenschaftlichen Diskurs verortet sieht, sondern auf der Ebene literarischer und essayistischer Texte von Autoren wie Jurij Andruchovyč, Taras Prochas’ko, Oksana Zabužko, Serhij Žadan, Andrej Kurkov, Oleg Postnov und Dmitrij Savočkin untersucht.
Die Wahrnehmungs- und Schreibform der Ethnografie erhebt die Lebenswelten, die sie vermittelt, über die Erfahrung des Raums als ent- und verfremdeten. So werden vor Ort erlebte, von aussen erinnerte, historisch belegte und imaginierte Räume mit verschiedenen Kulturbegriffen und Semantiken aufgeladen. Ethnografische Einstellungen in Texten stellen eine Beziehung zwischen dem erzähltem Raum, dem wahrnehmendem Subjekt und der Erzählerinstanz her. Je nach Beziehung manifestieren und verfestigen Texte kulturelle Zuschreibungen an geografische Referenzräume, vermögen sie aber auch zu dekonstruieren. Die Lektüren gehen den ästhetischen und diskursiven Implikationen dieses ethnologischen Moments von Literatur nach und bieten eine Alternative zur politisierten Betrachtung von Selbst- und Fremderkundungen an.

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Additional indexing

Item Type:Dissertation
Referees:Sasse Sylvia, Susanne Frank
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Slavonic Studies
Dewey Decimal Classification:490 Other languages
410 Linguistics
Language:German
Date:June 2012
Deposited On:29 Jan 2013 13:19
Last Modified:07 Dec 2017 19:07
Number of Pages:440

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