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Zugang von Migrantinnen und Migranten zu Angeboten im Suchtbereich. Ein versuchter Brückenschlag zwischen Tabuisierung und institutionellen Barrieren am Beispiel eines Alkoholpräventionsprojektes für Tamilinnen und Tamilen


Oggier, Joseph; Arnold, Claudia (2012). Zugang von Migrantinnen und Migranten zu Angeboten im Suchtbereich. Ein versuchter Brückenschlag zwischen Tabuisierung und institutionellen Barrieren am Beispiel eines Alkoholpräventionsprojektes für Tamilinnen und Tamilen. Abhängigkeiten, 18(1):186-199.

Abstract

Die Frage der Zugänglichkeit der Angebote von Institutionen für Migrantinnen und Migranten stellt sich im Suchtbereich in besonders ausgeprägter Weise, da es sich um eine in vielerlei Hinsicht heikle Problematik handelt. Zu den allgemein bekannten Zugangsbarrieren gesellen sich insbesondere die Tabuisierung und die damit verbundenen Hemmungen, Ängste sowie Misstrauen, was in Teilen der Migrationsbevölkerung überdurchschnittlich stark der Fall ist. Dies zeigt sich beispielsweise bei Beratungs- und Therapieangeboten für Alkoholabhängige. Die Fachstelle für interkulturelle Suchtprävention und Gesundheitsförderung (FISP) rief deshalb eine Anlaufstelle ins Leben, welche eine Brückenfunktion zwischen Institutionen des Suchtbereichs und (potenziellen) tamilischen Klientinnen und Klienten wahrnehmen sollte, welche aus diversen Gründen kaum den Weg zu Beratung oder Therapie fanden. Der Artikel beschreibt die Ausgangslage, die Vielfalt an Gründen für Alkoholabhängigkeit unter tamilischen Migrantinnen und Migranten und die Herausforderungen beim Aufbau der Anlaufstelle, wobei sich insbesondere die Frage stellte, welche Bedingungen erfüllt sein mussten, damit ihr Angebot von den Betroffenen auch tatsächlich genutzt werden würde. Die Erfahrungen im Rahmen der geleisteten Erstberatungen sowie Motivationsgespräche und die Begleitungen zu Institutionen aus dem Suchtberatungs- bzw. -therapiebereich zeugen von einigen Erfolgen, machen aber auch deutlich, dass für die Motivation und den Schritt zu einer Beratungsstelle des Regelangebots häufig mehr Einsätze der interkulturellen Vermittlerinnen und Vermittler nötig waren als anfänglich eingeplant. Zugleich zeigte sich im Projektverlauf mit zunehmender Nachfrage eine immer deutlichere Diskrepanz zwischen Inanspruchnahme der Dienstleistungen und Zahlungsbereitschaft der Institutionen, was schliesslich die Weiterführung des Projektes verunmöglichte und nach einer Alternative suchen liess.

Abstract

Die Frage der Zugänglichkeit der Angebote von Institutionen für Migrantinnen und Migranten stellt sich im Suchtbereich in besonders ausgeprägter Weise, da es sich um eine in vielerlei Hinsicht heikle Problematik handelt. Zu den allgemein bekannten Zugangsbarrieren gesellen sich insbesondere die Tabuisierung und die damit verbundenen Hemmungen, Ängste sowie Misstrauen, was in Teilen der Migrationsbevölkerung überdurchschnittlich stark der Fall ist. Dies zeigt sich beispielsweise bei Beratungs- und Therapieangeboten für Alkoholabhängige. Die Fachstelle für interkulturelle Suchtprävention und Gesundheitsförderung (FISP) rief deshalb eine Anlaufstelle ins Leben, welche eine Brückenfunktion zwischen Institutionen des Suchtbereichs und (potenziellen) tamilischen Klientinnen und Klienten wahrnehmen sollte, welche aus diversen Gründen kaum den Weg zu Beratung oder Therapie fanden. Der Artikel beschreibt die Ausgangslage, die Vielfalt an Gründen für Alkoholabhängigkeit unter tamilischen Migrantinnen und Migranten und die Herausforderungen beim Aufbau der Anlaufstelle, wobei sich insbesondere die Frage stellte, welche Bedingungen erfüllt sein mussten, damit ihr Angebot von den Betroffenen auch tatsächlich genutzt werden würde. Die Erfahrungen im Rahmen der geleisteten Erstberatungen sowie Motivationsgespräche und die Begleitungen zu Institutionen aus dem Suchtberatungs- bzw. -therapiebereich zeugen von einigen Erfolgen, machen aber auch deutlich, dass für die Motivation und den Schritt zu einer Beratungsstelle des Regelangebots häufig mehr Einsätze der interkulturellen Vermittlerinnen und Vermittler nötig waren als anfänglich eingeplant. Zugleich zeigte sich im Projektverlauf mit zunehmender Nachfrage eine immer deutlichere Diskrepanz zwischen Inanspruchnahme der Dienstleistungen und Zahlungsbereitschaft der Institutionen, was schliesslich die Weiterführung des Projektes verunmöglichte und nach einer Alternative suchen liess.

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Additional indexing

Item Type:Journal Article, not refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Swiss Research Institute for Public Health and Addiction
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2012
Deposited On:26 Feb 2013 09:49
Last Modified:07 Dec 2017 20:01
Publisher:ISPA Press
ISSN:1420-2999
Official URL:http://www.suchtschweiz.ch/info-materialien/zeitschriften/?tx_commerce_pi1[showUid]=1050&tx_commerce_pi1[catUid]=70&tx_commerce_pi1[attsel_3]=1&cHash=25832cd5c495396e60e0e1a9bb14fdcc
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