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Linezolid-assoziierte Optikus-Neuropathie?


Eisenack, J; Landau, K; Wildberger, H; Knecht, P (2012). Linezolid-assoziierte Optikus-Neuropathie? Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde, 229(4):433-434.

Abstract

Durch die Zunahme der Verbreitung von multiresistenten Keimen wie dem Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) und dem Vancomycin-resistenten Enterococcus sowie multiresistenten Tuberkulose-Stämmen wird die effektive Behandlung von komplizierten Gelenksinfektionen, Hautinfektionen und nosokomial erworbenen Pneumonien problematischer. Linezolid (Zyvox®, Pfizer, New York, USA) wurde als erster Vertreter einer neuen Gruppe von synthetischen Antibiotika, den Oxazolidinonen, im Jahr 2000 vorgestellt. Es wirkt über die Hemmung der bakteriellen Proteinsynthese durch Bindung an die 50s-Untereinheit der Ribosomen und findet zwischenzeitlich v. a. in der Therapie von multiresistenten Problemkeimen Anwendung. Bei Überschreiten des vom Hersteller empfohlenen Therapiemaximums von 28 Tagen wurden jedoch bereits schwerwiegende Neuropathien des peripheren Nervensystems sowie des Nervus opticus beschrieben. Als Auslöser wird eine mitochondriale Dysfunktion angenommen, der genaue Mechanismus ist jedoch bisher nicht bekannt. Es werden Parallelen zu den mitochondrialen Optikusneuropathien vermutet

Abstract

Durch die Zunahme der Verbreitung von multiresistenten Keimen wie dem Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) und dem Vancomycin-resistenten Enterococcus sowie multiresistenten Tuberkulose-Stämmen wird die effektive Behandlung von komplizierten Gelenksinfektionen, Hautinfektionen und nosokomial erworbenen Pneumonien problematischer. Linezolid (Zyvox®, Pfizer, New York, USA) wurde als erster Vertreter einer neuen Gruppe von synthetischen Antibiotika, den Oxazolidinonen, im Jahr 2000 vorgestellt. Es wirkt über die Hemmung der bakteriellen Proteinsynthese durch Bindung an die 50s-Untereinheit der Ribosomen und findet zwischenzeitlich v. a. in der Therapie von multiresistenten Problemkeimen Anwendung. Bei Überschreiten des vom Hersteller empfohlenen Therapiemaximums von 28 Tagen wurden jedoch bereits schwerwiegende Neuropathien des peripheren Nervensystems sowie des Nervus opticus beschrieben. Als Auslöser wird eine mitochondriale Dysfunktion angenommen, der genaue Mechanismus ist jedoch bisher nicht bekannt. Es werden Parallelen zu den mitochondrialen Optikusneuropathien vermutet

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Other titles:Linezolid-associated optic neuropathy?
Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Ophthalmology Clinic
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2012
Deposited On:11 Mar 2013 16:00
Last Modified:05 Apr 2016 16:39
Publisher:Georg Thieme Verlag
ISSN:0023-2165
Publisher DOI:https://doi.org/10.1055/s-0031-1299168

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