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Evaluation von positiven Blutkulturen in einem Regionalspital der Schweiz - Zurich Open Repository and Archive


Jakob, Manuel Oliver. Evaluation von positiven Blutkulturen in einem Regionalspital der Schweiz. 2013, University of Zurich, Faculty of Medicine.

Abstract

Hintergrund. Blood stream infections (BSI) sind eine bedeutende Ursache für die erhöhte Morbidität und Mortalität bei Erwachsenen. Das Keimspektrum von BSI sollte aufgrund stetig zunehmenden Antibiotikaresistenzen, vermehrter Anwendung von Chemotherapien im klini-schen Alltag, Immunosuppression usw. periodisch überprüft werden. Dies erlaubt uns eine Qualitätskontrolle resp. die Anpassung der Guidelines betreffend der empirischen Antibiotika-therapie. Untersuchungen mit höheren Fallzahlen zu BSI werden häufig an universitären Zen-tren durchgeführt, wobei das grundversorgerische Patientengut wenig berücksichtigt wird und für den Allgemeinpraktiker einen nicht unerheblichen Bias zur Folge hat.
Methode. Es handelt sich um eine retrospektive Analyse aller positiven Blutkulturen über den Beobachtungszeitraum 2008/2009 im Spital Region Oberaargau (SRO). Ziel war die detaillierte Analyse aller Patientenakten, die Ermittlung der klinisch relevanten blood stream infections unter Ausgrenzung aller Kontaminationen sowie die Darstellung der Keimverteilung.
Resultate. Diese Studie wurde mit 997 positiven Blutkulturen von insgesamt 374 Patienten in einem Regionalspital in der Schweiz durchgeführt. Vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2009 wurden retrospektiv 314 blood stream infections von 60 Kontaminationen unterschieden. Der am häufigsten isolierte Erreger war E. coli mit 120 Isolaten (38%), an zweiter Stelle folgte S. aureus mit 39 Isolaten (12%) und an dritter Stelle S. pneumoniae mit 25 (7.5%) Isolaten. Von den nosokomialen (n=65, 20.6%) blood stream infections zeigte sich eine Dominanz von S. aureus (n=19, 27.5%) und koagulase-negative Staphylokokken-Isolaten (n=16, 23.19%). Als häufigster Infektionsherd wurden neben urogenitalen (n=119, 37.8%) primäre Infektionen (n=68, 21.6%) gefunden. Die Gesamtletalität (crude mortality) betrug über den Beobach-tungszeitraum 15%.
Schlussfolgerung. Diese Daten bilden die Grundlage bei der empirischen Therapie Septikä-mien, bis der Keim und dessen Antibiogramm für die gezielte Therapie verfügbar sind.

Abstract

Hintergrund. Blood stream infections (BSI) sind eine bedeutende Ursache für die erhöhte Morbidität und Mortalität bei Erwachsenen. Das Keimspektrum von BSI sollte aufgrund stetig zunehmenden Antibiotikaresistenzen, vermehrter Anwendung von Chemotherapien im klini-schen Alltag, Immunosuppression usw. periodisch überprüft werden. Dies erlaubt uns eine Qualitätskontrolle resp. die Anpassung der Guidelines betreffend der empirischen Antibiotika-therapie. Untersuchungen mit höheren Fallzahlen zu BSI werden häufig an universitären Zen-tren durchgeführt, wobei das grundversorgerische Patientengut wenig berücksichtigt wird und für den Allgemeinpraktiker einen nicht unerheblichen Bias zur Folge hat.
Methode. Es handelt sich um eine retrospektive Analyse aller positiven Blutkulturen über den Beobachtungszeitraum 2008/2009 im Spital Region Oberaargau (SRO). Ziel war die detaillierte Analyse aller Patientenakten, die Ermittlung der klinisch relevanten blood stream infections unter Ausgrenzung aller Kontaminationen sowie die Darstellung der Keimverteilung.
Resultate. Diese Studie wurde mit 997 positiven Blutkulturen von insgesamt 374 Patienten in einem Regionalspital in der Schweiz durchgeführt. Vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2009 wurden retrospektiv 314 blood stream infections von 60 Kontaminationen unterschieden. Der am häufigsten isolierte Erreger war E. coli mit 120 Isolaten (38%), an zweiter Stelle folgte S. aureus mit 39 Isolaten (12%) und an dritter Stelle S. pneumoniae mit 25 (7.5%) Isolaten. Von den nosokomialen (n=65, 20.6%) blood stream infections zeigte sich eine Dominanz von S. aureus (n=19, 27.5%) und koagulase-negative Staphylokokken-Isolaten (n=16, 23.19%). Als häufigster Infektionsherd wurden neben urogenitalen (n=119, 37.8%) primäre Infektionen (n=68, 21.6%) gefunden. Die Gesamtletalität (crude mortality) betrug über den Beobach-tungszeitraum 15%.
Schlussfolgerung. Diese Daten bilden die Grundlage bei der empirischen Therapie Septikä-mien, bis der Keim und dessen Antibiogramm für die gezielte Therapie verfügbar sind.

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Item Type:Dissertation
Referees:Imhof Alexander, Battegay Edouard
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic and Policlinic for Internal Medicine
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2013
Deposited On:23 May 2013 12:54
Last Modified:05 Apr 2016 16:47
Number of Pages:22

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