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Lebensrückblick als Modul eines Computerprogramms


Preschl, Barbara (2013). Lebensrückblick als Modul eines Computerprogramms. In: Maercker, Andreas; Forstmeier, Simon. Der Lebensrückblick in Therapie und Beratung. Berlin: Springer, 161-169.

Abstract

Immer häufiger und sehr erfolgreich werden in der psychotherapeutischen Beratung und Behandlung verschiedenster psychischer Störungen die sog. Neuen Medien eingesetzt, sodass sich ein neuer Begriff herausgebildet hat: E-Mental Health („E“ für „electronic“). E-Mental-Health ist ein Teilgebiet des rasch wachsenden Bereichs der E-Health. Kunstbegriffe wie E-Health, Telemedizin, Online-Health, Cybermedizin oder Health 2.0 sind noch immer vor allem Modewörter und nicht gut definiert. Sie wurden eingeführt, um zu signalisieren, dass aus der Konvergenz von Internet und (medizinischer) Therapie etwas Neues entstanden war, verbunden sowohl mit Chancen als auch mit Risiken für alle Akteure. Zu den Chancen gehören eine leichtere Erreichbarkeit für alle (Niederschwelligkeit) sowie die mögliche Zeiteffizienz. Zu den Risiken gehören der Missbrauch von vertraulichen Informationen und technikbezogene Illusionen wie die, dass alles Technische an sich schon besser ist. Bei der teilweise rasanten Entwicklung von E-(Mental-)Health-Angeboten zeigte sich zudem häufig ein kurzlebiger Aktionismus: Ständig wurden neue Programme entwickelt, die dann aber nicht in einen Dauereinsatz überführt wurden. Diese „Projektitis“ kam auch zustande, weil die Gesundheitsindustrie und Forschungsförderungsagenturen zwar Neuentwicklungen großzügig fördern, nicht aber deren Überführung in den diagnostischen oder therapeutischen Routineeinsatz. Im Folgenden soll eine Übersicht geben werden, wie Neue Medien in der Biografiearbeit mit gesunden Menschen oder im therapeutischen Rahmen als Interventionen sinnvoll eingesetzt werden können.

Abstract

Immer häufiger und sehr erfolgreich werden in der psychotherapeutischen Beratung und Behandlung verschiedenster psychischer Störungen die sog. Neuen Medien eingesetzt, sodass sich ein neuer Begriff herausgebildet hat: E-Mental Health („E“ für „electronic“). E-Mental-Health ist ein Teilgebiet des rasch wachsenden Bereichs der E-Health. Kunstbegriffe wie E-Health, Telemedizin, Online-Health, Cybermedizin oder Health 2.0 sind noch immer vor allem Modewörter und nicht gut definiert. Sie wurden eingeführt, um zu signalisieren, dass aus der Konvergenz von Internet und (medizinischer) Therapie etwas Neues entstanden war, verbunden sowohl mit Chancen als auch mit Risiken für alle Akteure. Zu den Chancen gehören eine leichtere Erreichbarkeit für alle (Niederschwelligkeit) sowie die mögliche Zeiteffizienz. Zu den Risiken gehören der Missbrauch von vertraulichen Informationen und technikbezogene Illusionen wie die, dass alles Technische an sich schon besser ist. Bei der teilweise rasanten Entwicklung von E-(Mental-)Health-Angeboten zeigte sich zudem häufig ein kurzlebiger Aktionismus: Ständig wurden neue Programme entwickelt, die dann aber nicht in einen Dauereinsatz überführt wurden. Diese „Projektitis“ kam auch zustande, weil die Gesundheitsindustrie und Forschungsförderungsagenturen zwar Neuentwicklungen großzügig fördern, nicht aber deren Überführung in den diagnostischen oder therapeutischen Routineeinsatz. Im Folgenden soll eine Übersicht geben werden, wie Neue Medien in der Biografiearbeit mit gesunden Menschen oder im therapeutischen Rahmen als Interventionen sinnvoll eingesetzt werden können.

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Item Type:Book Section, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Language:German
Date:2013
Deposited On:23 Sep 2013 08:42
Last Modified:16 Feb 2018 18:04
Publisher:Springer
ISBN:978-3-642-28198-3
OA Status:Closed
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/978-3-642-28199-0_9
Related URLs:http://www.recherche-portal.ch/zbz/action/display.do?fn=display&vid=ZAD&doc=ebi01_prod009712977 (Library Catalogue)

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