Header

UZH-Logo

Maintenance Infos

Namen. Benennung, Verehrung, Wirkung. Ästhetische Positionen der europäischen Moderne


Namen. Benennung, Verehrung, Wirkung. Ästhetische Positionen der europäischen Moderne. Edited by: Petzer, T; Thun-Hohenstein, Franziska; Zanetti, Sandro (2009). Berlin: Kadmos.

Abstract

Dass jedes Ding von Natur aus seine richtige Benennung erhalten habe, ist - seit Platon - Voraussetzung für ein Sprachverständnis, das von einer natürlich motivierten und unmittelbaren Beziehung zwischen Name und Ding ausgeht. Eine solche Namenstheorie impliziert, daß der Name im Ding schon vorhanden sei, dass er nur noch gefunden und extrahiert werden müsse. Religiös motivierte Namenskonzeptionen dagegen scheinen in eine etwas andere Richtung zu zielen. Hier ist es eher der Name, der das Ding, die Person oder die Sache prägt oder gar hervorbringt. Mythopoetische und religiöse Namenskonzepte spielen in der Sprachphilosophie und Literatur der Moderne eine prominente Rolle, und dies, obwohl diese Konzepte in deutlichem Widerspruch zu jenen - seit Ferdinand de Saussure tonangebenden - Sprachtheorien stehen, die von der Konventionalität und Arbitrarität des Zeichens ausgehen. In den Beiträgen des Bandes wird jene Kehrseite der modernen Sprachwissenschaft untersucht, für die Namensphilosophie und Onomatopoetik stellvertretend stehen können. Diskutiert wird, worin die Attraktivität dieser Namenskonzepte im Einzelfall bestand und welche Ausprägungen diese Konzepte in concreto erfuhren. Ausgehend von der Rolle des Namens (als sprachtheoretisches Konzept) in philosophischen, literarischen und politischen Texten der Moderne werden mit Benennung, Verehrung und Wirkung drei Dimensionen des Namens untersucht.

Abstract

Dass jedes Ding von Natur aus seine richtige Benennung erhalten habe, ist - seit Platon - Voraussetzung für ein Sprachverständnis, das von einer natürlich motivierten und unmittelbaren Beziehung zwischen Name und Ding ausgeht. Eine solche Namenstheorie impliziert, daß der Name im Ding schon vorhanden sei, dass er nur noch gefunden und extrahiert werden müsse. Religiös motivierte Namenskonzeptionen dagegen scheinen in eine etwas andere Richtung zu zielen. Hier ist es eher der Name, der das Ding, die Person oder die Sache prägt oder gar hervorbringt. Mythopoetische und religiöse Namenskonzepte spielen in der Sprachphilosophie und Literatur der Moderne eine prominente Rolle, und dies, obwohl diese Konzepte in deutlichem Widerspruch zu jenen - seit Ferdinand de Saussure tonangebenden - Sprachtheorien stehen, die von der Konventionalität und Arbitrarität des Zeichens ausgehen. In den Beiträgen des Bandes wird jene Kehrseite der modernen Sprachwissenschaft untersucht, für die Namensphilosophie und Onomatopoetik stellvertretend stehen können. Diskutiert wird, worin die Attraktivität dieser Namenskonzepte im Einzelfall bestand und welche Ausprägungen diese Konzepte in concreto erfuhren. Ausgehend von der Rolle des Namens (als sprachtheoretisches Konzept) in philosophischen, literarischen und politischen Texten der Moderne werden mit Benennung, Verehrung und Wirkung drei Dimensionen des Namens untersucht.

Statistics

Altmetrics

Additional indexing

Item Type:Edited Scientific Work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Slavonic Studies
Dewey Decimal Classification:490 Other languages
410 Linguistics
Language:German
Date:9 February 2009
Deposited On:25 Sep 2013 12:32
Last Modified:07 Dec 2017 22:39
Publisher:Kadmos
Number of Pages:304
ISBN:3865990770
Related URLs:http://www.schreibszenen.net/zanetti-open/tp-ss-ft-sz-einleitung-namen.pdf

Download

Full text not available from this repository.