Header

UZH-Logo

Maintenance Infos

Diagnose und Behandlung der Pneumonie im Kindesalter


Liese, J; Abele-Horn, M; Beer, M; Forster, J; Heininger, U; Nadal, D; Rose, M; Scholz, H (2013). Diagnose und Behandlung der Pneumonie im Kindesalter. Monatsschrift Kinderheilkunde, 161(8):703-712.

Abstract

Epidemiologie und Pathogenese
Die Pneumonie gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten im Kindesalter und geht in Entwicklungsländern noch immer mit einer erheblichen Mortalität einher. Pneumokokken, mit einer Vielzahl an verschiedenen Serotypen, sind die häufigsten bakteriellen Erreger der ambulant erworbenen Pneumonie. Viruserreger, an erster Stelle das RSV („respiratory syncytial virus“), verursachen v. a. bei Kindern unter 5 Jahren bis zu 50 % der Pneumonien. Bei Kindern ab 5 Jahren treten Mycoplasma pneumoniae und Chlamydia-Spezies zunehmend häufiger auf.
Diagnose
Die Diagnose der Pneumonie wird in erster Linie aufgrund klinischer Kriterien gestellt, eine Röntgenuntersuchung des Thorax ist nur bei schwerem, kompliziertem Verlauf erforderlich.
Therapie
Bei stabilem klinischem Zustand und fehlender respiratorischer Insuffizienz ist eine ambulante Behandlung möglich. Bei Verdacht auf bakterielle Pneumonie gilt bei Kindern ohne Grunderkrankung eine Behandlung mit Aminopenizillinen (Amoxicillin p.o., Ampicillin i.v.) für 7 Tage als die Therapie der Wahl. Bei älteren Kindern mit Verdacht auf eine interstitielle Pneumonie sollten wegen der Bedeutung von Mycoplasma pneumoniae und Chlamydia-Spezies Makrolide eingesetzt werden.
Prognose
Insgesamt ist die Prognose der Pneumonie in Industrieländern gut. Gegenüber einigen Erregern der ambulant erworbenen Pneumonie, z. B. Pneumokokken, gibt es heute mit aktiven Impfungen eine wirksame und sichere Prophylaxe.

Abstract

Epidemiologie und Pathogenese
Die Pneumonie gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten im Kindesalter und geht in Entwicklungsländern noch immer mit einer erheblichen Mortalität einher. Pneumokokken, mit einer Vielzahl an verschiedenen Serotypen, sind die häufigsten bakteriellen Erreger der ambulant erworbenen Pneumonie. Viruserreger, an erster Stelle das RSV („respiratory syncytial virus“), verursachen v. a. bei Kindern unter 5 Jahren bis zu 50 % der Pneumonien. Bei Kindern ab 5 Jahren treten Mycoplasma pneumoniae und Chlamydia-Spezies zunehmend häufiger auf.
Diagnose
Die Diagnose der Pneumonie wird in erster Linie aufgrund klinischer Kriterien gestellt, eine Röntgenuntersuchung des Thorax ist nur bei schwerem, kompliziertem Verlauf erforderlich.
Therapie
Bei stabilem klinischem Zustand und fehlender respiratorischer Insuffizienz ist eine ambulante Behandlung möglich. Bei Verdacht auf bakterielle Pneumonie gilt bei Kindern ohne Grunderkrankung eine Behandlung mit Aminopenizillinen (Amoxicillin p.o., Ampicillin i.v.) für 7 Tage als die Therapie der Wahl. Bei älteren Kindern mit Verdacht auf eine interstitielle Pneumonie sollten wegen der Bedeutung von Mycoplasma pneumoniae und Chlamydia-Spezies Makrolide eingesetzt werden.
Prognose
Insgesamt ist die Prognose der Pneumonie in Industrieländern gut. Gegenüber einigen Erregern der ambulant erworbenen Pneumonie, z. B. Pneumokokken, gibt es heute mit aktiven Impfungen eine wirksame und sichere Prophylaxe.

Statistics

Altmetrics

Downloads

2 downloads since deposited on 18 Oct 2013
0 downloads since 12 months
Detailed statistics

Additional indexing

Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Children's Hospital Zurich > Medical Clinic
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2013
Deposited On:18 Oct 2013 13:06
Last Modified:05 Apr 2016 17:02
Publisher:Springer
ISSN:0026-9298
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00112-013-2883-x

Download

Preview Icon on Download
Content: Published Version
Filetype: PDF - Registered users only
Size: 752kB
View at publisher

TrendTerms

TrendTerms displays relevant terms of the abstract of this publication and related documents on a map. The terms and their relations were extracted from ZORA using word statistics. Their timelines are taken from ZORA as well. The bubble size of a term is proportional to the number of documents where the term occurs. Red, orange, yellow and green colors are used for terms that occur in the current document; red indicates high interlinkedness of a term with other terms, orange, yellow and green decreasing interlinkedness. Blue is used for terms that have a relation with the terms in this document, but occur in other documents.
You can navigate and zoom the map. Mouse-hovering a term displays its timeline, clicking it yields the associated documents.

Author Collaborations