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Ehrliche Unehrlichkeit : Eine qualitative Untersuchung zur Tugend Ehrlichkeit bei Jugendlichen an der Zürcher Volksschule


Chiapparini, Emanuela (2012). Ehrliche Unehrlichkeit : Eine qualitative Untersuchung zur Tugend Ehrlichkeit bei Jugendlichen an der Zürcher Volksschule. Opladen, Berlin & Toronto: Budrich UniPress.

Abstract

Seit der griechischen Antike sind Tugenden ein zentrales Thema der Pädagogik. Erziehungsphilosophen haben immer wieder Tugendkataloge entwickelt, von denen man annahm, dass sie die praktische Erziehung leiten würden. Ebenfalls wurde in der pädagogischen Tugendliteratur die Sichtweise der Kinder und Jugendlichen allzu oft ausgeblendet. Die vorliegende Arbeit fragt, wie sich Jugendliche auf Erziehungsansprüche einstellen und diese zu ihrem eigenen Vorteil unterlaufen. Der Frage wird am Beispiel der schulrelevanten Tugend Ehrlichkeit nachgegangen, indem 16 Jugendliche mittels problemzentrierten Interviews im Schulkontext befragt wurden. Die Ergebnisse der Untersuchung verweisen auf explizite und implizite Ehrlichkeitsregeln, die sich in konventionelle und unkonventionelle Regeln unterteilen lassen. Die moralischen Orientierungen der Schülerinnen und Schüler richten sich stark nach der Kollegialität in der Klasse und der Kontrollfunktion der Lehrperson aus. Im Gegensatz zum normativ verwendeten Tugendbegriff in Erziehungsdebatten präsentiert sich die Tugend Ehrlichkeit in den Befunden als Verhaltensweise mit einer ambivalenten Eigenschaft, die situations-, kontext- und personenabhängig ist. Die pragmatischen und differenzierten Aussagen der Jugendlichen belegen ihre Rolle als Agency im Erziehungskontext und zeigen, dass Erziehungsprogramme die Perspektive von Schülerinnen und Schüler stärker berücksichtigen sollten.

Abstract

Seit der griechischen Antike sind Tugenden ein zentrales Thema der Pädagogik. Erziehungsphilosophen haben immer wieder Tugendkataloge entwickelt, von denen man annahm, dass sie die praktische Erziehung leiten würden. Ebenfalls wurde in der pädagogischen Tugendliteratur die Sichtweise der Kinder und Jugendlichen allzu oft ausgeblendet. Die vorliegende Arbeit fragt, wie sich Jugendliche auf Erziehungsansprüche einstellen und diese zu ihrem eigenen Vorteil unterlaufen. Der Frage wird am Beispiel der schulrelevanten Tugend Ehrlichkeit nachgegangen, indem 16 Jugendliche mittels problemzentrierten Interviews im Schulkontext befragt wurden. Die Ergebnisse der Untersuchung verweisen auf explizite und implizite Ehrlichkeitsregeln, die sich in konventionelle und unkonventionelle Regeln unterteilen lassen. Die moralischen Orientierungen der Schülerinnen und Schüler richten sich stark nach der Kollegialität in der Klasse und der Kontrollfunktion der Lehrperson aus. Im Gegensatz zum normativ verwendeten Tugendbegriff in Erziehungsdebatten präsentiert sich die Tugend Ehrlichkeit in den Befunden als Verhaltensweise mit einer ambivalenten Eigenschaft, die situations-, kontext- und personenabhängig ist. Die pragmatischen und differenzierten Aussagen der Jugendlichen belegen ihre Rolle als Agency im Erziehungskontext und zeigen, dass Erziehungsprogramme die Perspektive von Schülerinnen und Schüler stärker berücksichtigen sollten.

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Item Type:Monograph
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Sociology
Dewey Decimal Classification:300 Social sciences, sociology & anthropology
Language:German
Date:May 2012
Deposited On:05 Nov 2013 16:25
Last Modified:05 Apr 2016 17:06
Publisher:Budrich UniPress
ISBN:9783863880064
Related URLs:http://opac.nebis.ch/F?func=direct&local_base=NEBIS&doc_number=007311087

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