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Evaluation Netzwerk Psychische Gesundheit Schweiz : Schlussbericht vom 26. Juli 2013


Widmer, Thomas; Plüss, Larissa; Wenger, Jonas (2013). Evaluation Netzwerk Psychische Gesundheit Schweiz : Schlussbericht vom 26. Juli 2013. Zürich: Institut für Politikwissenschaft, Forschungsbereich Policy-Analyse & Evaluation.

Abstract

Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) hat das Institut für Politikwissenschaft der Universität Zürich (IPZ) im Zeitraum von Januar bis Oktober 2013 eine Evaluation des Netzwerks Psychische Gesundheit Schweiz realisiert. Es handelt sich dabei um eine formative Evaluation, die nach eineinhalbjährigem Bestehen des Netzwerks einen Beitrag zu dessen Weiterentwicklung leisten soll. Die durchgeführte Untersuchung verbindet qualitative und quantitative Analysemethoden und ist in fünf Module gegliedert. Modul 1 unternimmt anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse eine Bestandesaufnahme des Netzwerks Psychische Gesundheit Schweiz und erkundet zudem internationale Netzwerkaktivitäten im Bereich der psychischen Gesundheit. Die Erhebung zeigt eine Vielfalt von Netzwerken und Plattformen auf europäischer Ebene, in Deutschland und in Schottland auf. Diese Aktivitäten sind oftmals thematisch wie auch zielgruppenspezifisch diversifiziert. Modul 2 basiert auf einer standardisierten Online-Befragung relevanter Organisationen im Feld der psychischen Gesundheit und fokussiert auf die aktuelle Nutzung der Angebote des Netzwerks, auf den individuellen Bedarf der befragten Akteure sowie auf die Interaktionen der Akteure untereinander. Die Datenauswertung zeigt, dass der strategische Ansatz des Netzwerks – die Integration kurativer und gesundheitsfördernder Aspekte sowie die Vernetzung und die Förderung des fachlichen Austausches – auf sehr breite Akzeptanz stösst. Die Leistungen und Angebote des Netzwerks sind den Befragten im Allgemeinen gut bekannt, werden rege genutzt und überwiegend als nützlich bewertet. Eine grosse Mehrheit der teilnehmenden Organisationen erklärt sich zudem bereit, eigene Kenntnisse und Erfahrungen ins Netzwerk einzubringen. Hinsichtlich der erhobenen Interaktionen resultiert unter anderem eine bereits sehr starke Vernetzung des Netzwerks im Bereich der psychischen Gesundheit. In Modul 3 erfolgt eine Beurteilung des Netzwerks aus der Sicht ausgewählter Experten anhand von dreizehn semistrukturierten Leitfadengesprächen mit Vertretungen der Trägerorganisationen und der Expertengruppe des Netzwerks sowie ausgewählter externer Organisationen. Die so erfasste Innen und Aussenwahrnehmung des Netzwerks bestätigt die hohe Zustimmung zum strategischen Ansatz des Netzwerks und weist auf die grosse Bedeutung der multisektoralen Trägerschaft des Netzwerks hin. Die Konzeption des Netzwerks wird aber von einer Mehrheit der befragten Personen als verbesserungswürdig erachtet. So zeigen sich Unklarheiten und Divergenzen bezüglich der Funktion und des Status’ der Expertengruppe, potentielle Schwierigkeiten hinsichtlich der strategischen und fachlichen Doppelrolle des Steuerungsausschusses sowie eine Inkongruenz zwischen dem Pflichtenheft der Koordinationsstelle und den zur Verfügung stehenden Ressourcen. Modul 4 unternimmt eine Synthese der in den Modulen 1 bis 3 gewonnen Erkenntnisse, beantwortet die Evaluationsfragen und leitet zwölf Empfehlungen zur strategischen Ausrichtung, zur Konzeption sowie zu den Angeboten und Leistungen des Netzwerks ab. In Modul 5 werden – aufbauend auf den Empfehlungen – Bewertungskriterien für eine spätere Wirkungsevaluation formuliert. Die 16 Kriterien sollen dabei Leitlinien vorgeben, an denen sich spätere Analysen ausrichten können. Sie beziehen sich auf die strategische Ausrichtung, die Konzeption, die Angebote und Leistungen, die Prozesse sowie die Wirkungen des Netzwerks Psychische Gesundheit Schweiz.

Abstract

Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) hat das Institut für Politikwissenschaft der Universität Zürich (IPZ) im Zeitraum von Januar bis Oktober 2013 eine Evaluation des Netzwerks Psychische Gesundheit Schweiz realisiert. Es handelt sich dabei um eine formative Evaluation, die nach eineinhalbjährigem Bestehen des Netzwerks einen Beitrag zu dessen Weiterentwicklung leisten soll. Die durchgeführte Untersuchung verbindet qualitative und quantitative Analysemethoden und ist in fünf Module gegliedert. Modul 1 unternimmt anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse eine Bestandesaufnahme des Netzwerks Psychische Gesundheit Schweiz und erkundet zudem internationale Netzwerkaktivitäten im Bereich der psychischen Gesundheit. Die Erhebung zeigt eine Vielfalt von Netzwerken und Plattformen auf europäischer Ebene, in Deutschland und in Schottland auf. Diese Aktivitäten sind oftmals thematisch wie auch zielgruppenspezifisch diversifiziert. Modul 2 basiert auf einer standardisierten Online-Befragung relevanter Organisationen im Feld der psychischen Gesundheit und fokussiert auf die aktuelle Nutzung der Angebote des Netzwerks, auf den individuellen Bedarf der befragten Akteure sowie auf die Interaktionen der Akteure untereinander. Die Datenauswertung zeigt, dass der strategische Ansatz des Netzwerks – die Integration kurativer und gesundheitsfördernder Aspekte sowie die Vernetzung und die Förderung des fachlichen Austausches – auf sehr breite Akzeptanz stösst. Die Leistungen und Angebote des Netzwerks sind den Befragten im Allgemeinen gut bekannt, werden rege genutzt und überwiegend als nützlich bewertet. Eine grosse Mehrheit der teilnehmenden Organisationen erklärt sich zudem bereit, eigene Kenntnisse und Erfahrungen ins Netzwerk einzubringen. Hinsichtlich der erhobenen Interaktionen resultiert unter anderem eine bereits sehr starke Vernetzung des Netzwerks im Bereich der psychischen Gesundheit. In Modul 3 erfolgt eine Beurteilung des Netzwerks aus der Sicht ausgewählter Experten anhand von dreizehn semistrukturierten Leitfadengesprächen mit Vertretungen der Trägerorganisationen und der Expertengruppe des Netzwerks sowie ausgewählter externer Organisationen. Die so erfasste Innen und Aussenwahrnehmung des Netzwerks bestätigt die hohe Zustimmung zum strategischen Ansatz des Netzwerks und weist auf die grosse Bedeutung der multisektoralen Trägerschaft des Netzwerks hin. Die Konzeption des Netzwerks wird aber von einer Mehrheit der befragten Personen als verbesserungswürdig erachtet. So zeigen sich Unklarheiten und Divergenzen bezüglich der Funktion und des Status’ der Expertengruppe, potentielle Schwierigkeiten hinsichtlich der strategischen und fachlichen Doppelrolle des Steuerungsausschusses sowie eine Inkongruenz zwischen dem Pflichtenheft der Koordinationsstelle und den zur Verfügung stehenden Ressourcen. Modul 4 unternimmt eine Synthese der in den Modulen 1 bis 3 gewonnen Erkenntnisse, beantwortet die Evaluationsfragen und leitet zwölf Empfehlungen zur strategischen Ausrichtung, zur Konzeption sowie zu den Angeboten und Leistungen des Netzwerks ab. In Modul 5 werden – aufbauend auf den Empfehlungen – Bewertungskriterien für eine spätere Wirkungsevaluation formuliert. Die 16 Kriterien sollen dabei Leitlinien vorgeben, an denen sich spätere Analysen ausrichten können. Sie beziehen sich auf die strategische Ausrichtung, die Konzeption, die Angebote und Leistungen, die Prozesse sowie die Wirkungen des Netzwerks Psychische Gesundheit Schweiz.

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Item Type:Published Research Report
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Political Science
Dewey Decimal Classification:320 Political science
Language:German
Date:26 July 2013
Deposited On:06 Nov 2013 14:13
Last Modified:06 Apr 2017 14:33
Publisher:Institut für Politikwissenschaft, Forschungsbereich Policy-Analyse & Evaluation
Number of Pages:66
Additional Information:Im Auftrage des Bundesamtes für Gesundheit Schlussbericht mit Kurzfassungen in D, F und I
Official URL:http://www.bag.admin.ch/evaluation/01759/02074/13490/index.html?lang=de

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