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Ein- und Ausschliessungspraktiken als Konstituierung von Grenzen


Heite, Catrin; Pomey, Marion; Spellenberg, Charlotte (2013). Ein- und Ausschliessungspraktiken als Konstituierung von Grenzen. Soziale Passagen. Journal für Empirie und Theorie sozialer Arbeit, 5(2):245-257.

Abstract

Grenzen haben symbolische und soziale Bedeutung, reproduzieren durch moralisierende Zuschreibungen soziale Ungleichheiten und generieren Ein- und Ausschlüsse bestimmter Personen(gruppen). Grenzen bzw. eine grenzanalytische Perspektive sind für die Sozialpädagogik deshalb relevant, weil sie Aufschluss geben über normative Ordnungsvorstellungen sowie die eigene sozialpädagogische Beteiligung hieran. Normative Ordnungen ziehen Grenzen zwischen krisenhaftem Sein und idealem Sollen und bringen soziale Wirklichkeiten hervor. Durch so konstituierte Grenzverhältnisse von Wirklichkeit und Möglichkeit lassen sich auch empirisch Grenzziehungen rekonstruieren, die Ein- und Ausschlüsse hervorbringen. Dies wird im Artikel exemplarisch für die sozialpädagogische Handlungspraxis herausgearbeitet und normative Ordnungen von „guter“ und „schlechter“ Elternschaft rekonstruiert. Eine grenzanalytische Perspektive macht damit (Un)Möglichkeiten des (Anders-)Seins als kontingente und normativ plausibilisierte Ausschließungen erkennbar und legt sozialpädagogische Wirklichkeitskonstruktionen samt ihrer Konsequenzen in ihrer Bearbeitbarkeit offen.

Abstract

Grenzen haben symbolische und soziale Bedeutung, reproduzieren durch moralisierende Zuschreibungen soziale Ungleichheiten und generieren Ein- und Ausschlüsse bestimmter Personen(gruppen). Grenzen bzw. eine grenzanalytische Perspektive sind für die Sozialpädagogik deshalb relevant, weil sie Aufschluss geben über normative Ordnungsvorstellungen sowie die eigene sozialpädagogische Beteiligung hieran. Normative Ordnungen ziehen Grenzen zwischen krisenhaftem Sein und idealem Sollen und bringen soziale Wirklichkeiten hervor. Durch so konstituierte Grenzverhältnisse von Wirklichkeit und Möglichkeit lassen sich auch empirisch Grenzziehungen rekonstruieren, die Ein- und Ausschlüsse hervorbringen. Dies wird im Artikel exemplarisch für die sozialpädagogische Handlungspraxis herausgearbeitet und normative Ordnungen von „guter“ und „schlechter“ Elternschaft rekonstruiert. Eine grenzanalytische Perspektive macht damit (Un)Möglichkeiten des (Anders-)Seins als kontingente und normativ plausibilisierte Ausschließungen erkennbar und legt sozialpädagogische Wirklichkeitskonstruktionen samt ihrer Konsequenzen in ihrer Bearbeitbarkeit offen.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Education
Dewey Decimal Classification:370 Education
Language:German
Date:2013
Deposited On:15 Jan 2014 14:48
Last Modified:16 Feb 2018 18:26
Publisher:VS - Verlag für Sozialwissenschaften
ISSN:1867-0180
OA Status:Green
Free access at:Publisher DOI. An embargo period may apply.
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s12592-013-0143-5

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