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Prophetische Harfen, analphabetischer Illettrismus und Gastrophonie. Asger Jorn und die Dinglichkeit der Sprache


Müller-Wille, Klaus (2013). Prophetische Harfen, analphabetischer Illettrismus und Gastrophonie. Asger Jorn und die Dinglichkeit der Sprache. Figurationen: Gender - Literatur - Kultur, 14(2):101-115.

Abstract

Der Artikel präsentiert die schrifttheoretischen Arbeiten des dänischen Malers Asger Jorn, der als Gründungsmitglied der Situationistischen Internationale in den letzten Jahren größere Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Die Hauptthese des Essays läuft darauf hinaus, dass Jorn schon vor seiner Begegnung mit Guy Debord eine ‚situationistische‘ Schriftkritik entwickelt, die das Medium nicht nur in ihrer materiellen Vielschichtigkeit, sondern auch als ‚Ding‘ zu explorieren versucht. Die Aufmerksamkeit für die ‚Dinghaftigkeit‘ der Schrift kommt vor allem in einem Interesse für die theoretischen Implikationen zum Ausdruck, die sich aus dem alltäglichen praktischen Umgang mit der Schrift ableiten lassen. Die weitreichenden Implikationen dieser schrifttheoretischen Überlegungen werden abschließend an Jorns späterer Auseinandersetzung mit dem französischen Strukturalismus exemplifiziert.

Neben dem zusammen mit Guy Debord erstellten Collagenbuch Fin de Copenhague (1958) werden mit Guldhorn og lykkehjul (Goldhorn und Glücksrad; 1957) und La langue verte et la cuite. Étude gastrophonique sur la marmythologie musicculinaire (1968) weitere Buchobjekte Jorns sowie eine Reihe seiner Essays behandelt.

Abstract

Der Artikel präsentiert die schrifttheoretischen Arbeiten des dänischen Malers Asger Jorn, der als Gründungsmitglied der Situationistischen Internationale in den letzten Jahren größere Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Die Hauptthese des Essays läuft darauf hinaus, dass Jorn schon vor seiner Begegnung mit Guy Debord eine ‚situationistische‘ Schriftkritik entwickelt, die das Medium nicht nur in ihrer materiellen Vielschichtigkeit, sondern auch als ‚Ding‘ zu explorieren versucht. Die Aufmerksamkeit für die ‚Dinghaftigkeit‘ der Schrift kommt vor allem in einem Interesse für die theoretischen Implikationen zum Ausdruck, die sich aus dem alltäglichen praktischen Umgang mit der Schrift ableiten lassen. Die weitreichenden Implikationen dieser schrifttheoretischen Überlegungen werden abschließend an Jorns späterer Auseinandersetzung mit dem französischen Strukturalismus exemplifiziert.

Neben dem zusammen mit Guy Debord erstellten Collagenbuch Fin de Copenhague (1958) werden mit Guldhorn og lykkehjul (Goldhorn und Glücksrad; 1957) und La langue verte et la cuite. Étude gastrophonique sur la marmythologie musicculinaire (1968) weitere Buchobjekte Jorns sowie eine Reihe seiner Essays behandelt.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of German Studies
Dewey Decimal Classification:430 German & related languages
Language:German
Date:2013
Deposited On:10 Jan 2014 10:31
Last Modified:08 Dec 2017 00:51
Publisher:Boehlau Verlag GmbH & Cie
ISSN:1439-4367
Related URLs:http://figurationen.ch/hefte/wortdinge-wordsasthings-motschoses/

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