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Vergeben und Vergessen. Über eine vernachlässigte Dimension der Soteriologie


von Sass, Hartmut (2013). Vergeben und Vergessen. Über eine vernachlässigte Dimension der Soteriologie. Neue Zeitschrift für systematische Theologie und Religionsphilosophie, 55(3):314-343.

Abstract

Ist im Akt der Vergebung zugleich ein Element des Vergessens enthalten? In welchem Verhältnis stehen Vergebung und Vergessen? Und vergisst selbst Gott, wenn er vergibt? Den konstruktiven Konnotationen des Vergessens nachzugehen, scheint mit der Pflicht des Erinnerns zu kollidieren. Daher wird in einem ersten Teil im Gespräch mit Nietzsche herausgearbeitet, in welcher Hinsicht Menschen auf das Vergessen angewiesen sind. In einem zweiten Teil wird die komplizierte und verzweigte Grammatik des Vergessens expliziert. Auf dieser Basis kann in einem dritten theologischen Teil die riskante Frage beantwortet werden, in welcher Hinsicht Gott vergisst, wenn er vergibt. Dazu wird die These ausgearbeitet, wonach einerseits die Vergebung der einzige Grund des Vergessens sein darf, um einer blinden Ignoranz vorzubeugen, und wonach andererseits das Vergessen eine mögliche Folge der Vergebung sein kann, damit ein Miteinander nicht bleibend vergiftet sei, sondern als tatsächlich befreit erlebt werden kann.

Abstract

Ist im Akt der Vergebung zugleich ein Element des Vergessens enthalten? In welchem Verhältnis stehen Vergebung und Vergessen? Und vergisst selbst Gott, wenn er vergibt? Den konstruktiven Konnotationen des Vergessens nachzugehen, scheint mit der Pflicht des Erinnerns zu kollidieren. Daher wird in einem ersten Teil im Gespräch mit Nietzsche herausgearbeitet, in welcher Hinsicht Menschen auf das Vergessen angewiesen sind. In einem zweiten Teil wird die komplizierte und verzweigte Grammatik des Vergessens expliziert. Auf dieser Basis kann in einem dritten theologischen Teil die riskante Frage beantwortet werden, in welcher Hinsicht Gott vergisst, wenn er vergibt. Dazu wird die These ausgearbeitet, wonach einerseits die Vergebung der einzige Grund des Vergessens sein darf, um einer blinden Ignoranz vorzubeugen, und wonach andererseits das Vergessen eine mögliche Folge der Vergebung sein kann, damit ein Miteinander nicht bleibend vergiftet sei, sondern als tatsächlich befreit erlebt werden kann.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:01 Faculty of Theology > Institute of Theology
Dewey Decimal Classification:230 Christianity & Christian theology
Language:German
Date:2013
Deposited On:12 Dec 2013 07:45
Last Modified:08 Dec 2017 00:54
Publisher:De Gruyter
ISSN:0028-3517
Publisher DOI:https://doi.org/10.1515/nzsth-2013-0018

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