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Beschleunigen parodontale Entzündungen den Alterungsprozess des menschlichen Körpers? – Das Inflammaging-Konzept


Sanderink, R B A; Schlagenhauf, U (2013). Beschleunigen parodontale Entzündungen den Alterungsprozess des menschlichen Körpers? – Das Inflammaging-Konzept. Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift, 68(7):416-425.

Abstract

Parodontitiden stellen in der zweiten Lebenshälfte die häufigste orale Erkrankung dar. Sie teilen viele Merkmale mit anderen chronischen Erkrankungen, insbesondere einen aus dem Gleichgewicht geratenen Zytokinhaushalt. Die Beziehungen zwischen oralen und inneren Erkrankungen beruhen auf einer mit dem Alter stetig zunehmenden Akkumulation von Proteinoxidierungen, Radikalen, Schäden am Genom und am Epigenom, der klonalen Verbreitung mutierter mtDNA, Immunoseneszenz, psychosozialem Stress, dem vermehrten Auftreten dysbiotischer Mikrobiome, Metaflammation sowie auf Homotoleranz. Die genannten Phänomene sind beteiligt an einem Prozess, welcher einen menschlichen Organismus entzündungsbedingt vorzeitig altern lässt, dem sogenannten Inflammaging. Klinische Folgen des Inflammagings sind die erhöhte Anfälligkeit für Infekte und Malignome sowie ein vermehrtes Auftreten von Autoimmunerkrankungen. Es ist daher plausibel, dass auch über viele Jahre hinweg persistierende parodontale und periimplantäre Entzündungen zum Inflammaging beitragen und somit die Gesundheitserwartung beeinträchtigen. Inflammaging stellt das zentrale Paradigma der Parodontalen Medizin dar. Seine Kontrolle ist das essenzielle Ziel jeder Parodontitis- und Periimplantitistherapie.

Abstract

Parodontitiden stellen in der zweiten Lebenshälfte die häufigste orale Erkrankung dar. Sie teilen viele Merkmale mit anderen chronischen Erkrankungen, insbesondere einen aus dem Gleichgewicht geratenen Zytokinhaushalt. Die Beziehungen zwischen oralen und inneren Erkrankungen beruhen auf einer mit dem Alter stetig zunehmenden Akkumulation von Proteinoxidierungen, Radikalen, Schäden am Genom und am Epigenom, der klonalen Verbreitung mutierter mtDNA, Immunoseneszenz, psychosozialem Stress, dem vermehrten Auftreten dysbiotischer Mikrobiome, Metaflammation sowie auf Homotoleranz. Die genannten Phänomene sind beteiligt an einem Prozess, welcher einen menschlichen Organismus entzündungsbedingt vorzeitig altern lässt, dem sogenannten Inflammaging. Klinische Folgen des Inflammagings sind die erhöhte Anfälligkeit für Infekte und Malignome sowie ein vermehrtes Auftreten von Autoimmunerkrankungen. Es ist daher plausibel, dass auch über viele Jahre hinweg persistierende parodontale und periimplantäre Entzündungen zum Inflammaging beitragen und somit die Gesundheitserwartung beeinträchtigen. Inflammaging stellt das zentrale Paradigma der Parodontalen Medizin dar. Seine Kontrolle ist das essenzielle Ziel jeder Parodontitis- und Periimplantitistherapie.

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Other titles:Do periodontal inflammations accelerate the aging process of the human body? - The inflammaging concept
Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Center for Dental Medicine > Clinic for Preventive Dentistry, Periodontology and Cariology
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2013
Deposited On:17 Dec 2013 08:00
Last Modified:08 Dec 2017 01:15
Publisher:Deutscher Ärzte-Verlag
ISSN:0012-1029
Official URL:http://www.online-dzz.de/page/146?volume=2013&clicked=1&issueId=267
Related URLs:http://www.recherche-portal.ch/zbz/action/display.do?fn=display&vid=ZAD&doc=ebi01_prod007924802 (Library Catalogue)

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