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Makro- und Mikrohämaturie beim Erwachsenen


Elke, B; Ludin, S; Fehr, T (2008). Makro- und Mikrohämaturie beim Erwachsenen. Praxis, 97:755-761.

Abstract

Während bei einer Makrohämaturie der Patient oft beunruhigt
den Arzt aufsucht, wird dieMikrohämaturie häufig als Zufallsbefund anlässlich eines Streifentests festgestellt. Die Ursachen einer Hämaturie sind sehr unterschiedlich und reichen von selbstlimitierenden bis zu lebensbedrohlichen Krankheiten. Die Anamnese, der Urinstatus mit Sedimentuntersuchung, einige erhobene Laborparameter sowie das Alter der Patienten weisen den Weg zu einer sinnvollen Abklärungsstrategie. Bei einer Rotverfärbung des Urins muss überprüft werden, ob tatsächlich eine Blutung vorliegt. Der Urinteststreifen ist eine sensitive Methode, um eine Mikrohämaturie festzustellen. Da aber auch Hämoglobin und Myoglobin zu einem Farbumschlag führen können, müssen Erythrozyten anschliessend mikroskopisch im Urinsediment nachgewiesen werden. Nach Zentrifugieren des Urins ist der Überstand bei einer Hämoproteinurie rot, bei einer Erythrozyturie hingegen gelb und klar. Im Urinsediment kann anhand der Erythrozytenmorphologie
zwischen einer glomerulären oder nicht-glomerulären Blutungsquelle unterschieden werden, was die Weichen Richtung nephrologischer oder urologischer Abklärung stellt. Bei einer glomerulären Blutung ist primär eineÜberweisung zum Nephrologen indiziert. Damit kann auf aufwendige urologische Abklärungen verzichtet werden. Wichtig ist auch abzuklären, ob es sich um eine isolierte Hämaturie handelt oder ob zusätzlich eine Proteinurie oder eine Kreatininerhöhung vorliegen. Bei nicht-glomerulärer Blutung hängt das weitere Vorgehen stark vom Alter des Patienten ab. Infektionen und Urolithiasis sind bei jüngeren Patienten die häufigsten Ursachen. Beim Patienten über 45 Jahren steht die Tumorsuche an erster Stelle.

Abstract

Während bei einer Makrohämaturie der Patient oft beunruhigt
den Arzt aufsucht, wird dieMikrohämaturie häufig als Zufallsbefund anlässlich eines Streifentests festgestellt. Die Ursachen einer Hämaturie sind sehr unterschiedlich und reichen von selbstlimitierenden bis zu lebensbedrohlichen Krankheiten. Die Anamnese, der Urinstatus mit Sedimentuntersuchung, einige erhobene Laborparameter sowie das Alter der Patienten weisen den Weg zu einer sinnvollen Abklärungsstrategie. Bei einer Rotverfärbung des Urins muss überprüft werden, ob tatsächlich eine Blutung vorliegt. Der Urinteststreifen ist eine sensitive Methode, um eine Mikrohämaturie festzustellen. Da aber auch Hämoglobin und Myoglobin zu einem Farbumschlag führen können, müssen Erythrozyten anschliessend mikroskopisch im Urinsediment nachgewiesen werden. Nach Zentrifugieren des Urins ist der Überstand bei einer Hämoproteinurie rot, bei einer Erythrozyturie hingegen gelb und klar. Im Urinsediment kann anhand der Erythrozytenmorphologie
zwischen einer glomerulären oder nicht-glomerulären Blutungsquelle unterschieden werden, was die Weichen Richtung nephrologischer oder urologischer Abklärung stellt. Bei einer glomerulären Blutung ist primär eineÜberweisung zum Nephrologen indiziert. Damit kann auf aufwendige urologische Abklärungen verzichtet werden. Wichtig ist auch abzuklären, ob es sich um eine isolierte Hämaturie handelt oder ob zusätzlich eine Proteinurie oder eine Kreatininerhöhung vorliegen. Bei nicht-glomerulärer Blutung hängt das weitere Vorgehen stark vom Alter des Patienten ab. Infektionen und Urolithiasis sind bei jüngeren Patienten die häufigsten Ursachen. Beim Patienten über 45 Jahren steht die Tumorsuche an erster Stelle.

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Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Nephrology
04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic and Policlinic for Internal Medicine
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2008
Deposited On:23 Dec 2008 09:25
Last Modified:05 Apr 2016 12:45
Publisher:Hans Huber
ISSN:1661-8157

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