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Was ist für Sie eigentlich gute Medizin? - Eine qualitative Interviewstudie im Kontext der Schweizer DRG-Einführung


Pfister, Eliane; Porz, Rouven; Wild, Verina; Biller-Andorno, Nikola (2013). Was ist für Sie eigentlich gute Medizin? - Eine qualitative Interviewstudie im Kontext der Schweizer DRG-Einführung. Bioethica Forum, 6(2):60-67.

Abstract

Einleitung: Vor dem Hintergrund der anhaltenden Reformbestrebungen im schweizerischen Gesundheitswesen wird die Frage immer drängender, was denn heutzutage eigentlich «gute Medizin» ist und an welchen Zielen sich Reformen messen lassen sollten. Im Rahmen einer qualitativen Interviewstudie haben wir daher Schweizer Gesundheitsfachleute gefragt, was sie persönlich als gute Medizin betrachten. Diese qualitativen Einblicke dienen vorrangig als erster Einblick oder «Ideengeber», um weiterfolgend quantitative Studien zur Thematik planen zu können.
Methode: Es wurden neunzehn qualitative Interviews mit verschiedenen Akteuren des Gesundheitswesens durchgeführt. Dabei handelte es sich um halbstandardisierte Interviews, für deren Auswertung die Methode der inhaltlichen Strukturierung, ein Ansatz der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring, angewandt wurde.
Ergebnisse: Die Befragten nannten von ihnen subjektiv wahrgenommene Aspekte einer guten Medizin, die sich vor allem in folgende Kategorien einteilen liessen: (1) Berücksichtigung der Kosten, (2) Zugang zum Gesundheitssystem, (3) ganzheitliche Behandlung, (4) vernetztes Versorgungsangebot und (5) patientenorientierte Medizin.
Diskussion: Die Konzeptionen und Ziele einer «guten Medizin», die in den qualitativen Interviews genannt wurden, sind notwendigerweise subjektiv und nicht verallgemeinerbar. Gleichzeitig ermöglichen unsere Ergebnisse allerdings Einblicke in die Berufswelten von Gesundheitsfachleuten im DRG-Zeitalter. Sollen sich die Gesundheitsreformen an ihren eigenen Zielen und damit verbunden auch an den Zielen einer guten Medizin messen müssen, dann scheint uns unter anderem die systematische Einbeziehung dieser Berufsgruppen zur Konkretisierung der grundsätzlichen Vorstellungen als unerlässlich.

Abstract

Einleitung: Vor dem Hintergrund der anhaltenden Reformbestrebungen im schweizerischen Gesundheitswesen wird die Frage immer drängender, was denn heutzutage eigentlich «gute Medizin» ist und an welchen Zielen sich Reformen messen lassen sollten. Im Rahmen einer qualitativen Interviewstudie haben wir daher Schweizer Gesundheitsfachleute gefragt, was sie persönlich als gute Medizin betrachten. Diese qualitativen Einblicke dienen vorrangig als erster Einblick oder «Ideengeber», um weiterfolgend quantitative Studien zur Thematik planen zu können.
Methode: Es wurden neunzehn qualitative Interviews mit verschiedenen Akteuren des Gesundheitswesens durchgeführt. Dabei handelte es sich um halbstandardisierte Interviews, für deren Auswertung die Methode der inhaltlichen Strukturierung, ein Ansatz der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring, angewandt wurde.
Ergebnisse: Die Befragten nannten von ihnen subjektiv wahrgenommene Aspekte einer guten Medizin, die sich vor allem in folgende Kategorien einteilen liessen: (1) Berücksichtigung der Kosten, (2) Zugang zum Gesundheitssystem, (3) ganzheitliche Behandlung, (4) vernetztes Versorgungsangebot und (5) patientenorientierte Medizin.
Diskussion: Die Konzeptionen und Ziele einer «guten Medizin», die in den qualitativen Interviews genannt wurden, sind notwendigerweise subjektiv und nicht verallgemeinerbar. Gleichzeitig ermöglichen unsere Ergebnisse allerdings Einblicke in die Berufswelten von Gesundheitsfachleuten im DRG-Zeitalter. Sollen sich die Gesundheitsreformen an ihren eigenen Zielen und damit verbunden auch an den Zielen einer guten Medizin messen müssen, dann scheint uns unter anderem die systematische Einbeziehung dieser Berufsgruppen zur Konkretisierung der grundsätzlichen Vorstellungen als unerlässlich.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Institute of Biomedical Ethics and History of Medicine
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2013
Deposited On:07 Feb 2014 13:18
Last Modified:05 Apr 2016 17:28
Publisher:Schweizerische Gesellschaft für Biomedizinische Ethik / Schwabe
ISSN:1662-601X
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