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Identität durch Mediennutzung? Die Rolle von parasozialen Interaktionen und Beziehungen mit Medienfiguren


Schramm, H; Hartmann, T (2007). Identität durch Mediennutzung? Die Rolle von parasozialen Interaktionen und Beziehungen mit Medienfiguren. In: Hoffmann, D; Mikos, L. Mediensozialisationstheorien. Modelle und Ansätze in der Diskussion. Wiesbaden: Springer, 201-219.

Abstract

Sozialisation kann „als der Prozess der Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit in wechselseitiger Abhängigkeit von der gesellschaftlich vermittelten sozialen und materiellen Umwelt“ verstanden werden (Hurrelmann, 2002: 11). Das Streben nach einer eigenen Identität, einem „situationsübergreifende[n], unverwechselbare[n], eigenständige[n]“ Selbst (Krotz 2004: 35), ist ein entscheidender Aspekt in der Sozialisation eines Individuums, also in seiner Prägung durch die soziale und dingliche Umwelt. Genau wie Sozialisation ein lebenslanger Prozess ist, ist das Bedürfnis nach Identitätsarbeit zwar im Jugendalter am stärksten ausgeprägt (Krappmann 2000), jedoch auch in anderen Phasen des Lebens, insbesondere in Umbruch- und Umstrukturierungsphasen, salient (Marcia 1993). Identitätsarbeit, also das Bemühen, das eigene Selbst zu interpretieren und zu formen, vollzieht sich dabei maßgeblich über kommunikatives Handeln, also über den symbolischen Austausch mit anderen Menschen (vgl. Krotz 2004). Weil viele Lebensbereiche von Medien durchdrungen sind, greifen auch solche sozialen Entitäten in den menschlichen Entwicklungs- und Sozialisationsprozess ein, die lediglich virtueller Natur sind, sei es, weil sie sie rein fiktive Gestalten sind, oder aber, weil sie dem Menschen außerhalb der Medien niemals begegnen (Charlton/Neumann-Braun 1992; Hoffmann 2004; Körber/Schaffar 2002; Luca 2004; Wegener 2004).

Abstract

Sozialisation kann „als der Prozess der Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit in wechselseitiger Abhängigkeit von der gesellschaftlich vermittelten sozialen und materiellen Umwelt“ verstanden werden (Hurrelmann, 2002: 11). Das Streben nach einer eigenen Identität, einem „situationsübergreifende[n], unverwechselbare[n], eigenständige[n]“ Selbst (Krotz 2004: 35), ist ein entscheidender Aspekt in der Sozialisation eines Individuums, also in seiner Prägung durch die soziale und dingliche Umwelt. Genau wie Sozialisation ein lebenslanger Prozess ist, ist das Bedürfnis nach Identitätsarbeit zwar im Jugendalter am stärksten ausgeprägt (Krappmann 2000), jedoch auch in anderen Phasen des Lebens, insbesondere in Umbruch- und Umstrukturierungsphasen, salient (Marcia 1993). Identitätsarbeit, also das Bemühen, das eigene Selbst zu interpretieren und zu formen, vollzieht sich dabei maßgeblich über kommunikatives Handeln, also über den symbolischen Austausch mit anderen Menschen (vgl. Krotz 2004). Weil viele Lebensbereiche von Medien durchdrungen sind, greifen auch solche sozialen Entitäten in den menschlichen Entwicklungs- und Sozialisationsprozess ein, die lediglich virtueller Natur sind, sei es, weil sie sie rein fiktive Gestalten sind, oder aber, weil sie dem Menschen außerhalb der Medien niemals begegnen (Charlton/Neumann-Braun 1992; Hoffmann 2004; Körber/Schaffar 2002; Luca 2004; Wegener 2004).

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Item Type:Book Section, not refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Mass Communication and Media Research
Dewey Decimal Classification:700 Arts
Language:German
Date:2007
Deposited On:04 Apr 2014 10:44
Last Modified:21 Nov 2017 17:19
Publisher:Springer
ISBN:978-3-531-15268-4
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/978-3-531-90490-0_12
Related URLs:http://www.recherche-portal.ch/zbz/action/display.do?fn=display&vid=ZAD&doc=ebi01_prod009846538 (Library Catalogue)

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