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Sprach-melodische Erfindungen einer 9-jährigen


Stadler Elmer, Stefanie; Hammer, Stephan (2001). Sprach-melodische Erfindungen einer 9-jährigen. Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, 33(3):138-156.

Abstract

Die klangliche Gestaltung von Sprache ist eine komplex strukturierte Handlung, die in der Form von Liedern als vielseitiges und variabel geregeltes Kulturgut praktiziert wird. Text und Melodie werden derart koordiniert, dass eine parallel hierarchische Organisation entsteht, die eine kohärente Einheit bildet. Die Lied-Erfindungen einer Person bringen zum Ausdruck, wie differenziert, komplex, flexibel und kreativ die konventionellen Regeln der sprach-musikalischen Gestaltung implizit verstanden und angewendet werden können. Acht Lied-Erfindungen eines neunjährigen Mädchens wurden mit Unterstützung einer computerisierten Methode analysiert. Die Organisation der Sprache, der Verlauf der Tonhöhen und der Zeit werden grafisch dargestellt. Die detaillierten Beschreibungen lassen erkennen, wie das Mädchen sich selbst sprach-melodische Regeln setzt und im zeitlichen Verlauf vokal anwendet. Es verwendet wiederkehrende sprachliche und melodische Strukturen, die es nacheinander elaboriert und neu kombiniert. Verschiedene Signale von Selbstmodifikation machen sichtbar, durch welche Vorstellungen die Handlungen geleitet sind. Das Mädchen bringt unaufgefordert zum Ausdruck, in welcher Weise es ein Lied gestalten will und ob die Ausführung gelingt oder nicht. Neben tradierten Strukturen lassen sich auch verschiedene konkrete Quellen rekonstruieren, von welchen das Mädchen geleitet wird: durch das angebotene Bild, die unmittelbar zuvor gelernten Lieder und durch Konventionen des Strophenliedes.

Abstract

Die klangliche Gestaltung von Sprache ist eine komplex strukturierte Handlung, die in der Form von Liedern als vielseitiges und variabel geregeltes Kulturgut praktiziert wird. Text und Melodie werden derart koordiniert, dass eine parallel hierarchische Organisation entsteht, die eine kohärente Einheit bildet. Die Lied-Erfindungen einer Person bringen zum Ausdruck, wie differenziert, komplex, flexibel und kreativ die konventionellen Regeln der sprach-musikalischen Gestaltung implizit verstanden und angewendet werden können. Acht Lied-Erfindungen eines neunjährigen Mädchens wurden mit Unterstützung einer computerisierten Methode analysiert. Die Organisation der Sprache, der Verlauf der Tonhöhen und der Zeit werden grafisch dargestellt. Die detaillierten Beschreibungen lassen erkennen, wie das Mädchen sich selbst sprach-melodische Regeln setzt und im zeitlichen Verlauf vokal anwendet. Es verwendet wiederkehrende sprachliche und melodische Strukturen, die es nacheinander elaboriert und neu kombiniert. Verschiedene Signale von Selbstmodifikation machen sichtbar, durch welche Vorstellungen die Handlungen geleitet sind. Das Mädchen bringt unaufgefordert zum Ausdruck, in welcher Weise es ein Lied gestalten will und ob die Ausführung gelingt oder nicht. Neben tradierten Strukturen lassen sich auch verschiedene konkrete Quellen rekonstruieren, von welchen das Mädchen geleitet wird: durch das angebotene Bild, die unmittelbar zuvor gelernten Lieder und durch Konventionen des Strophenliedes.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Language:German
Date:2001
Deposited On:16 Apr 2014 08:51
Last Modified:08 Dec 2017 05:13
Publisher:Hogrefe & Huber
ISSN:0049-8637
Publisher DOI:https://doi.org/10.1026//0049-8637.33.3.138

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