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Ermittlungen gegen intelligent planende, gut ausgebildete Täter


Haas, Henriette (2007). Ermittlungen gegen intelligent planende, gut ausgebildete Täter. Kriminalistik, 61(11):709-717.

Abstract

Intelligent planende und gut ausgebildete Täter agieren oft in einem Grenzbereich zwischen unredlichen Machenschaften und Kriminalität. Der Begriff "EconCrime", der die veralteten Termini "white collar crime" und "corporate crime" ablöst, wurde von Fischer & Hubschmid (2006) eingeführt: "Unter EconCrime versteht man die Verletzung strafrechtlich geschützter Wirtschaftsgüter mittels Verwendung komplexer Technologien oder spezialisierten Know-hows, wobei mit wenig Aufwand ein grosses Schadenspotential geschaffen wird." Der PricewaterhouseCopper Global Economic Crime Survey (2005) notierte seit 2003 eine weltweite Zunahme der Wirtschaftskriminalität um 8% auf der Basis einer Befragung von über 3’600 Interviews mit führenden Managern in 34 Ländern. Der Bericht zeigte, dass keine Branche von Betrügereien verschont bleibt. Unlautere Machenschaften und Delinquenz kommen aber auch in staatlichen Institutionen (Spitälern, Hochschulen, sozialen Einrichtungen) und in Non-Government Organisationen und Vereinen vor. Die Täter möchten leichter zu Ansehen, Ruhm und Macht gelangen oder sie wollen aus der Norm fallende Bedürfnisse befriedigen (z.B. Pädophilie und andere Paraphilien, Tötungswünsche durch Euthanasie, fanatische Ideen, Geltungssucht). So suchen sie die betreffenden Institutionen ihrer eigentlichen Aufgabe zu entfremden, um sie in kleine Königreiche umzuwandeln. Umgekehrt ist das Geld für Wirtschaftskriminelle auch nicht bloss Selbstzweck, sondern sie wollen sich damit ebenfalls Liebe und Anerkennung erkaufen.

Abstract

Intelligent planende und gut ausgebildete Täter agieren oft in einem Grenzbereich zwischen unredlichen Machenschaften und Kriminalität. Der Begriff "EconCrime", der die veralteten Termini "white collar crime" und "corporate crime" ablöst, wurde von Fischer & Hubschmid (2006) eingeführt: "Unter EconCrime versteht man die Verletzung strafrechtlich geschützter Wirtschaftsgüter mittels Verwendung komplexer Technologien oder spezialisierten Know-hows, wobei mit wenig Aufwand ein grosses Schadenspotential geschaffen wird." Der PricewaterhouseCopper Global Economic Crime Survey (2005) notierte seit 2003 eine weltweite Zunahme der Wirtschaftskriminalität um 8% auf der Basis einer Befragung von über 3’600 Interviews mit führenden Managern in 34 Ländern. Der Bericht zeigte, dass keine Branche von Betrügereien verschont bleibt. Unlautere Machenschaften und Delinquenz kommen aber auch in staatlichen Institutionen (Spitälern, Hochschulen, sozialen Einrichtungen) und in Non-Government Organisationen und Vereinen vor. Die Täter möchten leichter zu Ansehen, Ruhm und Macht gelangen oder sie wollen aus der Norm fallende Bedürfnisse befriedigen (z.B. Pädophilie und andere Paraphilien, Tötungswünsche durch Euthanasie, fanatische Ideen, Geltungssucht). So suchen sie die betreffenden Institutionen ihrer eigentlichen Aufgabe zu entfremden, um sie in kleine Königreiche umzuwandeln. Umgekehrt ist das Geld für Wirtschaftskriminelle auch nicht bloss Selbstzweck, sondern sie wollen sich damit ebenfalls Liebe und Anerkennung erkaufen.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Uncontrolled Keywords:Kriminalistik investigative Psychologie white collar criminals
Language:German
Date:2007
Deposited On:09 Jul 2014 09:08
Last Modified:05 Apr 2016 17:57
Publisher:Kriminalistik Verlag Hüthig
ISSN:0023-4699
Related URLs:http://www.psychologie.uzh.ch/institut/angehoerige/dozierende/haas.html (Author)
http://www.kriminalistik.de/ (Publisher)

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