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Die anthropologische Wende - Le tournant anthropologique

Date

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2013
Edited Scientific Work
dc.contributor.institutionUniversity of Zurich
dc.date.accessioned2013-10-10T11:33:37Z
dc.date.available2013-10-10T11:33:37Z
dc.date.issued2013
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Paradigmatisch für die moderne philosophische Anthropologie sind, zumindest im deutschsprachigen Raum, noch immer die Werke von Max Scheler, Helmuth Plessner und Arnold Gehlen aus den 1920er Jahren – aber auch die mit ihnen verbundenen Folgelasten: (1) Voraussetzung für den Versuch einer Wesensbestimmung des Menschen ist die Annahme anthropologischer Konstanten, d.h. die Ansicht, dass sich allgemeine Eigenschaften, Verhaltens- und Erfahrensweisen bestimmen lassen, die allen Menschen als Menschen zukommen. Angesichts der Tatsache, dass der Mensch immer nur in bestimmter historischer und kultureller Gestalt erscheint, selbst schon eine fragwürdige anthropologische These. (2) Auf der einen Seite erhebt die Anthropologie den Anspruch, philosophische Fundamentalwissenschaft schlechthin zu sein (und als solche die Grundlage abzugeben für alle Wissenschaften vom Menschen), andererseits ist sie auf die Vorgabe einzelwissenschaftlicher Untersuchungen, etwa der Biologie, Ethologie, Psychologie und Soziologie, angewiesen und verhält sich zu diesen im Grunde nur «reaktiv» und «verarbeitend» (Habermas). Je nach Bezugswissenschaft ändert sich die Ausrichtung der philosophischen Anthropologie. Doch wie lassen sich ihre Konzeptionen methodisch rechtfertigen? Und inwiefern können sie als genuin philosophisch gelten?

Im Zuge der gegenwärtigen Konjunktur naturalistischer Strömungen stellen sich diese Fragen erneut, verschärft noch durch die Entstehung neuer Disziplinen wie etwa der ‹Philosophie des Geistes›, der Neurowissenschaften, der Verhaltensforschung und der Erforschung der Künstlichen Intelligenz. Die aufkommenden ‹Enhancement-Techniken› drohen die individuellen und gattungsspezifischen Grenzen zu sprengen: die menschliche Natur gehört nun selbst zum Bereich des vom Menschen Veränderbaren. Was diese neue Situation für uns Menschen und unser Selbstverständnis bedeutet, ist denn auch – neben den unter den neuen Auspizien sich stellenden Fragen nach der natürlichen Bestimmung des Menschen im Lichte heutiger einzelwissenschaftlicher Erkenntnisse und insbesondere im Tier-Mensch-Vergleich – eines der Hauptthemen dieses Bandes.

dc.identifier.isbn978-3-7965-2932-0
dc.identifier.issn0081-6825
dc.identifier.urihttps://www.zora.uzh.ch/handle/20.500.14742/94645
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Die anthropologische Wende - Le tournant anthropologique

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uzh.contributor.editorHügli, Anton
uzh.contributor.editorHorn, Anita
uzh.contributor.editorKottmann, Astrid
uzh.contributor.editorSteiner, Christian
uzh.contributor.editorTietz, Sarah
uzh.contributor.editorWüstholz, Florian
uzh.contributor.editorWunder, André
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uzh.publication.citationHügli, A., Horn, A., Kottmann, A., Steiner, C., Tietz, S., Wüstholz, F., & Wunder, A. (Eds.). (2013). Die anthropologische Wende - Le tournant anthropologique. Schwabe.
uzh.publication.seriesTitleStudia philosophica (StPh)
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