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Fahndung nach dem Raster: Informationsverarbeitung bei der bundesdeutschen Kriminalpolizei, 1965-1984

Date

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2017
Dissertation
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dc.contributor.institutionUniversity of Zurich
dc.date.accessioned2018-03-22T13:04:05Z
dc.date.available2018-03-22T13:04:05Z
dc.date.issued2017
dc.description.abstract

Das Wissen über die öffentliche Sicherheit durchlief in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1965 und 1984 eine tiefgreifende Transformation. Als die Kriminalpolizei ihre Informationsverarbeitung digitalisierte und der Linksterrorismus die Bundesrepublik erschütterte, entstanden neue Verfahren, Medien und Denkweisen des Verbrechens und seiner Bekämpfung. Zwischen Rasterfahndung und Roter Armee Fraktion wurde das bundesdeutsche Sicherheits­dispositiv in die digitale Gesellschaft überführt. Der Fahndungsapparat kam in den späten 1960er-Jahren ins Stottern. Die Statistik kontrastierte steigende Verbrechens- mit sinkenden Aufklärungsquoten. Polizisten, Kriminalisten und Politiker diagnostizierten eine Krise der Polizei. Um diese zu beheben, setzten sie zugleich auf die Rekonfiguration ihrer Informationsverarbeitung und ihres Verbrecherbilds. An der Figur des Partisanen und des Terroristen machten sie eine Mobilisierung und Flexibilisierung der Kriminalität dingfest. Dieser setzten sie die Modernisierung und Digitalisierung der polizeilichen Arbeit entgegen. Als in den 1970er-Jahren ein bundesweites Informationssystem entstand, prozessierten die Fahnder immer mehr Daten auf komplexere Weise. Dabei ergab sich ein Wechselspiel zwischen immer neuen Techniken, mit denen die Kriminalpolizei illegale Aktivitäten aufdeckte und das Verbrechen sie umgekehrt verbarg. Nach dem Deutschen Herbst 1977 kulminierte dieser Prozess in einer breiten Debatte über den Datenschutz. Bis 1984 zeigte sich, dass die Polizei mit der Rasterfahndung nicht nur nach Terroristen, sondern auch nach ihrer Position in der entstehenden digitalen Gesellschaft suchte.

dc.identifier.isbn978-3-0340-1392-5
dc.identifier.urihttps://www.zora.uzh.ch/handle/20.500.14742/141061
dc.language.isodeu
dc.subject.ddc900 History
dc.title

Fahndung nach dem Raster: Informationsverarbeitung bei der bundesdeutschen Kriminalpolizei, 1965-1984

dc.typedissertation
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dcterms.bibliographicCitation.originalpublishernameChronos
dcterms.bibliographicCitation.originalpublisherplaceZürich, Switzerland
dcterms.bibliographicCitation.volume23
dspace.entity.typePublicationen
uzh.contributor.authorMangold, Hannes
uzh.contributor.correspondenceYes
uzh.contributor.examinerGugerli, David
uzh.contributor.examinerDommann, Monika
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uzh.eprint.datestamp2018-03-22 13:04:05
uzh.eprint.lastmod2021-04-15 14:45:29
uzh.eprint.statusChange2018-03-22 13:04:05
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uzh.note.publicDie beiden genannten Referenten sind u.a. Angehörige des Historischen Seminars.
uzh.oastatus.zoraClosed
uzh.publication.citationMangold, Hannes . Fahndung nach dem Raster: Informationsverarbeitung bei der bundesdeutschen Kriminalpolizei, 1965-1984. 2017, University of Zurich, Faculty of Arts.
uzh.publication.facultyarts
uzh.publication.pageNumber246
uzh.publication.publishedStatusfinal
uzh.publication.seriesTitleInterferenzen
uzh.publication.thesisTypemonographical
uzh.relatedUrl.urlhttps://www.zora.uzh.ch/id/eprint/150425/
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