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Urban forests : analyzing the influence on psychological well-being


Martens, Dörte. Urban forests : analyzing the influence on psychological well-being. 2009, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Urban Forests – Analyzing the Influence on Psychological Well-Being



Der Einfluss von natürlichen Umwelten auf das psychische Wohlbefinden gewinnt aufgrund einer steigenden Urbanisierung in Europa an Bedeutung (United Nations, 2004). Gerade durch die stetig zunehmende Siedlungsfläche in der Schweiz (BFS, 2007) steigt die Bedeutung natürlicher Aspekte innerhalb bebauter Umwelt. Zur Unterstützung der öffentlichen Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung sollten bei der Gestaltung von urbanen Umwelten Naturaspekte berücksichtigt werden.

Diese Arbeit befasst sich mit dem Vergleich der Wirkung von urbaner und natürlicher Umwelt sowie der Differenzierung unterschiedlicher natürlicher Umweltbedingungen. Nach der Darstellung des theoretischen Hintergrundes und methodologischen Überlegungen gibt Kapitel 3 einen Überblick über den Stand der Forschung, die sich mit dem Einfluss von natürlicher Umwelt auf den Menschen befasst. Den theoretischen Hintergrund stellt die Erholungspsychologie dar, insbesondere die Aufmerksamkeits-Erholungs-Theorie und die Stress-Reduktions- Theorie sowie integrative Ansätze beider Theorien. In experimentelle Studien dominiert der Vergleich von urbaner und natürlicher Umwelt. Ein konsistent positiverer Einfluss der natürlichen Umwelt wird deutlich, sowohl auf Erholung als auch auf psychisches Wohlbefinden.

Bei der Betrachtung unterschiedlicher natürlicher Umwelten sind die Befunde weniger konsistent: während einige Studien den besonders positiven Einfluss von wilder Natur auf das Wohlbefinden belegen, zeigen andere einen stärker positiven Wert gepflegter Natur. Das Stimulusmaterial der Untersuchungen gestaltet sich unterschiedlich: es variiert von schwarz-weiss-Fotos über Filmpräsentationen zu realen Naturbesuchen mit physischer Aktivität. Die Notwendigkeit einheitlicher Untersuchungsdesigns und Präsentationsmodi wird deutlich, um einen Vergleich der Ergebnisse zu ermöglichen.

Eine weitere Einschränkung der bisher vorliegenden Forschung ist das Erfassen von Wohlbefinden durch unterschiedliche Instrumente, die eine Vergleichbarkeit



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zwischen Studienergebnissen erschweren. Die Kombination unterschiedlicher Aspekte von Wohlbefinden durch ein standardisiertes Instrument könnte einen Beitrag zur Vergleichbarkeit von Resultaten leisten.

Deutlich zeigt sich, dass natürliche Umwelten als Ressource für psychisches Wohlbefinden dienen. Eine Differenzierung des Effekts unterschiedlicher Naturzustände ist jedoch bisher nur eingeschränkt möglich. Diese ist jedoch unablässig für konkrete Planungsmassnahmen, die sich der Unterstützung von psychologischem Wohlbefinden verschreiben.

Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Frage, welche kognitiven und affektiven Prozesse in natürlichen Umwelten ausgelöst werden, die zum Wohlbefinden beitragen. In einem explorativen Design werden mentale Modelle rekonstruiert, die die Wirkung von wildem und gepflegtem Wald und Offenland betreffen. Halbstrukturierte Interviews mit Strukturlegetechnik wurden durchgeführt mit Personen, die unterschiedliche Erfahrungen und Expertise mit Natur besitzen. Die Ergebnisse zeigen, dass bestimmte Voraussetzungen für einen positiven Effekt auf Wohlbefinden erfüllt sein müssen. Zu diesen Voraussetzungen zählt die Nutzbarkeit von Natur, bestehend aus der physischen Zugänglichkeit und der Möglichkeit, sich in der Naturfläche frei zu bewegen. Dies deutet darauf, dass gepflegte Naturflächen positiv auf das menschliche Wohlbefinden wirken. Der Kontrast zum Alltagserleben führt zu einem Wechsel des Gedankenfokus, dem Kernpunkt der positiven Wirkung auf das Wohlbefinden. Er vollzieht sich zum einen durch das Abschalten von täglichen Sorgen und zum anderen durch einen Perspektivenwechsel. Die Folgen davon sind Beruhigung, der Anstieg guter Laune und das Sinken von Deprimiertheit und Ärger. Diese Aspekte von psychischem Wohlbefinden wurden in einer experimentellen Studie überprüft. Wohlbefinden wurde vor und nach einem Waldspaziergang erhoben. Die Ergebnisse bestätigen die in den qualitativen Interviews erwähnten Prozesse zum Teil. Die positiven Dimensionen des Wohlbefindens, "Ruhe" und "gute Laune", wurden positiv beeinflusst durch wahrgenommene Arteinvielfalt, während die negativen Dimensionen des Wohlbefindens "Deprimiertheit" und "Ärger" eine signifikante Abnahme in Abhängigkeit vom Gedankenfokus zeigten: je mehr sich die Personen gedanklich mit



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der Natur beschäftigten und je weniger der Fokus auf Arbeit lag, desto stärker sanken "Deprimiertheit" und "Ärger".

Auf der Grundlage der Kapitel 3 und 4 beschäftigt sich Kapitel 5 mit drei Forschungsfragen. Die erste Frage betrifft dem Vergleich der Wirkung von wildem und gepflegtem urbanen Wald hinsichtlich der Wirkung auf psychisches Wohlbefinden. Die zweite Frage widmet sich möglichen zusätzlichen Einflussfaktoren wie der Bewertung von Natur, die möglicherweise den Effekt von natürlichen Umwelten auf das Wohlbefinden beeinflussen. Die dritte Frage geht dem aktuellen Trend von Studien nach, die sich dem individuellen Bedürfnis nach Erholung widmen und untersucht, ob die Wirkung von Natur durch das Bedürfnis nach Erholung beeinflusst wird.

In einem experimentellen Design (N = 96) werden Untersuchungsteilnehmer zufällig zu einem wilden oder einem gepflegten Waldspaziergang in Zürich zugeordnet. Multidimensionale Befindlichkeitsskalen (Abele-Brehm & Brehm, 1986) erfassen Wohlbefinden vor und nach dem Treatment.

Die Ergebnisse zeigen, dass wilde und gepflegte Wälder einen unterschiedlich starken Einfluss auf das menschliche Wohlbefinden ausüben. Gepflegte Wälder wirken, zumindest kurzfristig, positiver auf psychisches Wohlbefinden.Gepflegte Wälder zeigen einen stärker positiven Effekt auf den Dimensionen "Ruhe", "gute Laune" und "Deprimiertheit". Dieser Effekt ist unabhängig von der individuellen aesthetischen Bewertung der Naturfläche und von der Herkunft der Teilnehmenden.

Die Dimensionen "Aktiviertheit" und "Energielosigkeit" zeigen sich vom Bedürfnis nach Erholung abhängig: stärker ermüdete Personen profitierten leicht stärker als weniger ermüdete Personen. Ermüdung hat keinen Einfluss auf weitere Wohlbefindens-Dimensionen. Dies legt nahe, dass Wohlbefinden und Erholung unterschiedliche Konzepte darstellen, die bei der Planung natürlicher Umwelt einbezogen werden müssen. Ein Ausblick auf weitere mögliche Forschung sowie die Implementierung der Ergebnisse wird gegeben.



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With an increasing urbanization in Europe (United Nations, 2004) the impact of natural environments on human health is gaining importance. As urban structures grow in Switzerland, the importance of natural areas in urban environments gets more important (BFS, 2007). In planning processes, natural areas should be considered, especially if they are able to support public health and well-being.

This thesis deals with research addressing the comparison of urban and natural environments and the differentiation of diverse natural environments.

After showing the theoretical background and methodological considerations, chapter 3 gives an overview on the research concerned with effects of natural environments on humans. Mostly going back to theoretical approaches of Attention Restortion Theory, Stress Reduction Theory and integrative approaches, the experimental studies report on the positive affect of natural compared to urban environments consistently. Concerning different natural environmental stimulation, there seems some inconsistency, especially on wild versus tended natural conditions and their effect on well-being. While some studies find wild natural areas especially positive for well-being, other studies underline the positive influence of maintained nature.

The stimulus material of the studies varies from photographical black-and-white- slides to the real exposure in nature including physical activity. A more coherent research design concerning presentation modes needs to be invented in order to compare findings.

Natural environments can serve as a resource for well-being. However, more work needs to be done on the effect of different natural environments, which can provide important information to actually design environments including characteristics and aspects with a positive impact on psychological well-being.

Chapter 4 addresses the question, what kind of cognitive and affective processes influencing well-being are initiated by different natural environments. In an



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explorative design, processes released by different natural environments were focused, comparing wild and tended forests and open land. Looking at users’ ideas about the relationship of natural environments and human well-being, cognitive and affective processes released by different natural environments are analyzed. Semi- structured interviews were carried out and mental structures were reconstructed ("Strukturlegetechnik") with users containing a diverse background towards natural topics. Reconstructed mental models indicate that there are important preconditions for the environment to influence well-being. A precondition is usefulness, divided into accessibility and the freedom to move in the area without limitations. This indicates that maintenance is positively affecting human well-being. The contrast to daily life arises, subsequently leading to a change of mind. The change of mind is divided into towo processes, the drifting away from daily concerns and the change of perspectives, which can both happen subsequently or only one at a time. Consequences mentioned by the interviewees were tranquilization, an increase of good mood, and a decrease of concerns and depression. These aspects of well-being were tested in an experimental design, measuring the differences of well-being after a walk in the forest. The results proved the existence of the prcesses mentioned in the interviews. However, the positive dimensions "calmness" and "good mood" did not get affected as much as the negative dimensions. "Depression" and "anger" were shown to decrease significantly, depending on the amount of natural and urban stimuli perceived, the accessibility and the focus of mind.

On the basis of chapter 3 and 4, chapter 5 is dedicated to three research questions, arising out of recent research developments. The first question is concerned with a comparison of the impact of wild and tended urban forests on human well-being. The second question takes into account additional aspects such as the individual aesthetic assessment of environments and its possible effect on well-being. Question three follows a recend trend of research, asking if there are different effects depending on individual restorative needs.

In an experimental design with N = 96, participants were randomly distributed to either a wild or a tended foest walk in the area of Zurich, Switzerland. Well-being was assessed self-reported by a multidimensional, standardized instrument. Tended



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forests showed a more favourable effect on well-being, in the dimensions "calmness", "good mood" and "depression" after the short-term treatment. The effect proved to be independent from the individual aesthetic assessment of the natural area. Furthermore, it is shown that the restorative dimensions "activation" and "lethargy" depended on the restorative needs: fatigued persons showed a stronger positive impact after the natural treatment than less fatigued person. Other well-being dimensions were not different beween the fatigue and no fatigue condition, showing there are two different concepts, which have to be looked after when implementing results into planning processes. An outlook for further research and possibilities to implement results is given.



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Abstract

Urban Forests – Analyzing the Influence on Psychological Well-Being



Der Einfluss von natürlichen Umwelten auf das psychische Wohlbefinden gewinnt aufgrund einer steigenden Urbanisierung in Europa an Bedeutung (United Nations, 2004). Gerade durch die stetig zunehmende Siedlungsfläche in der Schweiz (BFS, 2007) steigt die Bedeutung natürlicher Aspekte innerhalb bebauter Umwelt. Zur Unterstützung der öffentlichen Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung sollten bei der Gestaltung von urbanen Umwelten Naturaspekte berücksichtigt werden.

Diese Arbeit befasst sich mit dem Vergleich der Wirkung von urbaner und natürlicher Umwelt sowie der Differenzierung unterschiedlicher natürlicher Umweltbedingungen. Nach der Darstellung des theoretischen Hintergrundes und methodologischen Überlegungen gibt Kapitel 3 einen Überblick über den Stand der Forschung, die sich mit dem Einfluss von natürlicher Umwelt auf den Menschen befasst. Den theoretischen Hintergrund stellt die Erholungspsychologie dar, insbesondere die Aufmerksamkeits-Erholungs-Theorie und die Stress-Reduktions- Theorie sowie integrative Ansätze beider Theorien. In experimentelle Studien dominiert der Vergleich von urbaner und natürlicher Umwelt. Ein konsistent positiverer Einfluss der natürlichen Umwelt wird deutlich, sowohl auf Erholung als auch auf psychisches Wohlbefinden.

Bei der Betrachtung unterschiedlicher natürlicher Umwelten sind die Befunde weniger konsistent: während einige Studien den besonders positiven Einfluss von wilder Natur auf das Wohlbefinden belegen, zeigen andere einen stärker positiven Wert gepflegter Natur. Das Stimulusmaterial der Untersuchungen gestaltet sich unterschiedlich: es variiert von schwarz-weiss-Fotos über Filmpräsentationen zu realen Naturbesuchen mit physischer Aktivität. Die Notwendigkeit einheitlicher Untersuchungsdesigns und Präsentationsmodi wird deutlich, um einen Vergleich der Ergebnisse zu ermöglichen.

Eine weitere Einschränkung der bisher vorliegenden Forschung ist das Erfassen von Wohlbefinden durch unterschiedliche Instrumente, die eine Vergleichbarkeit



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zwischen Studienergebnissen erschweren. Die Kombination unterschiedlicher Aspekte von Wohlbefinden durch ein standardisiertes Instrument könnte einen Beitrag zur Vergleichbarkeit von Resultaten leisten.

Deutlich zeigt sich, dass natürliche Umwelten als Ressource für psychisches Wohlbefinden dienen. Eine Differenzierung des Effekts unterschiedlicher Naturzustände ist jedoch bisher nur eingeschränkt möglich. Diese ist jedoch unablässig für konkrete Planungsmassnahmen, die sich der Unterstützung von psychologischem Wohlbefinden verschreiben.

Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Frage, welche kognitiven und affektiven Prozesse in natürlichen Umwelten ausgelöst werden, die zum Wohlbefinden beitragen. In einem explorativen Design werden mentale Modelle rekonstruiert, die die Wirkung von wildem und gepflegtem Wald und Offenland betreffen. Halbstrukturierte Interviews mit Strukturlegetechnik wurden durchgeführt mit Personen, die unterschiedliche Erfahrungen und Expertise mit Natur besitzen. Die Ergebnisse zeigen, dass bestimmte Voraussetzungen für einen positiven Effekt auf Wohlbefinden erfüllt sein müssen. Zu diesen Voraussetzungen zählt die Nutzbarkeit von Natur, bestehend aus der physischen Zugänglichkeit und der Möglichkeit, sich in der Naturfläche frei zu bewegen. Dies deutet darauf, dass gepflegte Naturflächen positiv auf das menschliche Wohlbefinden wirken. Der Kontrast zum Alltagserleben führt zu einem Wechsel des Gedankenfokus, dem Kernpunkt der positiven Wirkung auf das Wohlbefinden. Er vollzieht sich zum einen durch das Abschalten von täglichen Sorgen und zum anderen durch einen Perspektivenwechsel. Die Folgen davon sind Beruhigung, der Anstieg guter Laune und das Sinken von Deprimiertheit und Ärger. Diese Aspekte von psychischem Wohlbefinden wurden in einer experimentellen Studie überprüft. Wohlbefinden wurde vor und nach einem Waldspaziergang erhoben. Die Ergebnisse bestätigen die in den qualitativen Interviews erwähnten Prozesse zum Teil. Die positiven Dimensionen des Wohlbefindens, "Ruhe" und "gute Laune", wurden positiv beeinflusst durch wahrgenommene Arteinvielfalt, während die negativen Dimensionen des Wohlbefindens "Deprimiertheit" und "Ärger" eine signifikante Abnahme in Abhängigkeit vom Gedankenfokus zeigten: je mehr sich die Personen gedanklich mit



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der Natur beschäftigten und je weniger der Fokus auf Arbeit lag, desto stärker sanken "Deprimiertheit" und "Ärger".

Auf der Grundlage der Kapitel 3 und 4 beschäftigt sich Kapitel 5 mit drei Forschungsfragen. Die erste Frage betrifft dem Vergleich der Wirkung von wildem und gepflegtem urbanen Wald hinsichtlich der Wirkung auf psychisches Wohlbefinden. Die zweite Frage widmet sich möglichen zusätzlichen Einflussfaktoren wie der Bewertung von Natur, die möglicherweise den Effekt von natürlichen Umwelten auf das Wohlbefinden beeinflussen. Die dritte Frage geht dem aktuellen Trend von Studien nach, die sich dem individuellen Bedürfnis nach Erholung widmen und untersucht, ob die Wirkung von Natur durch das Bedürfnis nach Erholung beeinflusst wird.

In einem experimentellen Design (N = 96) werden Untersuchungsteilnehmer zufällig zu einem wilden oder einem gepflegten Waldspaziergang in Zürich zugeordnet. Multidimensionale Befindlichkeitsskalen (Abele-Brehm & Brehm, 1986) erfassen Wohlbefinden vor und nach dem Treatment.

Die Ergebnisse zeigen, dass wilde und gepflegte Wälder einen unterschiedlich starken Einfluss auf das menschliche Wohlbefinden ausüben. Gepflegte Wälder wirken, zumindest kurzfristig, positiver auf psychisches Wohlbefinden.Gepflegte Wälder zeigen einen stärker positiven Effekt auf den Dimensionen "Ruhe", "gute Laune" und "Deprimiertheit". Dieser Effekt ist unabhängig von der individuellen aesthetischen Bewertung der Naturfläche und von der Herkunft der Teilnehmenden.

Die Dimensionen "Aktiviertheit" und "Energielosigkeit" zeigen sich vom Bedürfnis nach Erholung abhängig: stärker ermüdete Personen profitierten leicht stärker als weniger ermüdete Personen. Ermüdung hat keinen Einfluss auf weitere Wohlbefindens-Dimensionen. Dies legt nahe, dass Wohlbefinden und Erholung unterschiedliche Konzepte darstellen, die bei der Planung natürlicher Umwelt einbezogen werden müssen. Ein Ausblick auf weitere mögliche Forschung sowie die Implementierung der Ergebnisse wird gegeben.



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With an increasing urbanization in Europe (United Nations, 2004) the impact of natural environments on human health is gaining importance. As urban structures grow in Switzerland, the importance of natural areas in urban environments gets more important (BFS, 2007). In planning processes, natural areas should be considered, especially if they are able to support public health and well-being.

This thesis deals with research addressing the comparison of urban and natural environments and the differentiation of diverse natural environments.

After showing the theoretical background and methodological considerations, chapter 3 gives an overview on the research concerned with effects of natural environments on humans. Mostly going back to theoretical approaches of Attention Restortion Theory, Stress Reduction Theory and integrative approaches, the experimental studies report on the positive affect of natural compared to urban environments consistently. Concerning different natural environmental stimulation, there seems some inconsistency, especially on wild versus tended natural conditions and their effect on well-being. While some studies find wild natural areas especially positive for well-being, other studies underline the positive influence of maintained nature.

The stimulus material of the studies varies from photographical black-and-white- slides to the real exposure in nature including physical activity. A more coherent research design concerning presentation modes needs to be invented in order to compare findings.

Natural environments can serve as a resource for well-being. However, more work needs to be done on the effect of different natural environments, which can provide important information to actually design environments including characteristics and aspects with a positive impact on psychological well-being.

Chapter 4 addresses the question, what kind of cognitive and affective processes influencing well-being are initiated by different natural environments. In an



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explorative design, processes released by different natural environments were focused, comparing wild and tended forests and open land. Looking at users’ ideas about the relationship of natural environments and human well-being, cognitive and affective processes released by different natural environments are analyzed. Semi- structured interviews were carried out and mental structures were reconstructed ("Strukturlegetechnik") with users containing a diverse background towards natural topics. Reconstructed mental models indicate that there are important preconditions for the environment to influence well-being. A precondition is usefulness, divided into accessibility and the freedom to move in the area without limitations. This indicates that maintenance is positively affecting human well-being. The contrast to daily life arises, subsequently leading to a change of mind. The change of mind is divided into towo processes, the drifting away from daily concerns and the change of perspectives, which can both happen subsequently or only one at a time. Consequences mentioned by the interviewees were tranquilization, an increase of good mood, and a decrease of concerns and depression. These aspects of well-being were tested in an experimental design, measuring the differences of well-being after a walk in the forest. The results proved the existence of the prcesses mentioned in the interviews. However, the positive dimensions "calmness" and "good mood" did not get affected as much as the negative dimensions. "Depression" and "anger" were shown to decrease significantly, depending on the amount of natural and urban stimuli perceived, the accessibility and the focus of mind.

On the basis of chapter 3 and 4, chapter 5 is dedicated to three research questions, arising out of recent research developments. The first question is concerned with a comparison of the impact of wild and tended urban forests on human well-being. The second question takes into account additional aspects such as the individual aesthetic assessment of environments and its possible effect on well-being. Question three follows a recend trend of research, asking if there are different effects depending on individual restorative needs.

In an experimental design with N = 96, participants were randomly distributed to either a wild or a tended foest walk in the area of Zurich, Switzerland. Well-being was assessed self-reported by a multidimensional, standardized instrument. Tended



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forests showed a more favourable effect on well-being, in the dimensions "calmness", "good mood" and "depression" after the short-term treatment. The effect proved to be independent from the individual aesthetic assessment of the natural area. Furthermore, it is shown that the restorative dimensions "activation" and "lethargy" depended on the restorative needs: fatigued persons showed a stronger positive impact after the natural treatment than less fatigued person. Other well-being dimensions were not different beween the fatigue and no fatigue condition, showing there are two different concepts, which have to be looked after when implementing results into planning processes. An outlook for further research and possibilities to implement results is given.



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Other titles:Urbane Wälder - eine Analyse des Einflusses auf psychologisches Wohlbefinden
Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Gutscher Heinz, Matthies Ellen
Communities & Collections:UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Uncontrolled Keywords:Städtische Waldflächen + Arboreten (Waldbau), 630,27, Sozial- Und Wohlfahrtsfunktion Des Waldes + Multifunktionalität Der Forstwirtschaft, 630,907
Language:English
Place of Publication:Zürich
Date:2009
Deposited On:12 Jan 2009 13:14
Last Modified:24 Sep 2019 15:47
Additional Information:Urban forests : analyzing the influence on psychological well-being / presented by Dörte Martens. - Zürich, 2009
OA Status:Green
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