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Subjektive Verarbeitungen von Aktivierung in prekären Lebenslagen


Figlestahler, Carmen; Haller, Lisa Y; Perels, Marko; Wéber, Júlia; Zahradnik, Franz; Bereswill, Mechthild (2015). Subjektive Verarbeitungen von Aktivierung in prekären Lebenslagen. Soziale Passagen. Journal für Empirie und Theorie sozialer Arbeit, 7(2):369-377.

Abstract

Mit den Begriffen der Aktivierung und Prekarisierung werden aktuelle gesellschaftliche Wandlungsprozesse von der Wohlfahrtsstaatsforschung beschrieben, die mit verstärkten Versuchen der institutionellen Steuerung subjektiver Handlungsweisen verbunden sind. Auf der Grundlage von fünf Promotionsprojekten der Hans-Böckler-Nachwuchsgruppe „Junge Erwachsene zwischen Aktivierung und Prekarisierung – Institutionelle Interventionen und biographische Verarbeitungen im Wohlfahrtsstaat“ beschreibt der Beitrag den Wandel der Erwerbsgesellschaft und der Wohlfahrtsproduktion aus der Perspektive der Adressat_innen einer aktivierenden Sozialpolitik. Die einzelnen Studien zeichnen die Deutungs- und Verarbeitungsmuster von jungen Frauen und Männern im Übergangssystem, in der Arbeitsvermittlung, zwischen Erwerbs- und Familienarbeit sowie im Zusammenhang von Migrationserfahrungen und Prekarisierungsprozessen nach. Es zeigt sich der kontextübergreifende Befund, dass die mit dem Aktivierungsparadigma einhergehende rigide Erwerbszentrierung den subjektiven Tätigkeitsambitionen der Adressatinnen und Adressaten teilweise entgegensteht und zur Verschärfung gesellschaftlicher Ungleichheitsverhältnisse beitragen kann.

Abstract

Mit den Begriffen der Aktivierung und Prekarisierung werden aktuelle gesellschaftliche Wandlungsprozesse von der Wohlfahrtsstaatsforschung beschrieben, die mit verstärkten Versuchen der institutionellen Steuerung subjektiver Handlungsweisen verbunden sind. Auf der Grundlage von fünf Promotionsprojekten der Hans-Böckler-Nachwuchsgruppe „Junge Erwachsene zwischen Aktivierung und Prekarisierung – Institutionelle Interventionen und biographische Verarbeitungen im Wohlfahrtsstaat“ beschreibt der Beitrag den Wandel der Erwerbsgesellschaft und der Wohlfahrtsproduktion aus der Perspektive der Adressat_innen einer aktivierenden Sozialpolitik. Die einzelnen Studien zeichnen die Deutungs- und Verarbeitungsmuster von jungen Frauen und Männern im Übergangssystem, in der Arbeitsvermittlung, zwischen Erwerbs- und Familienarbeit sowie im Zusammenhang von Migrationserfahrungen und Prekarisierungsprozessen nach. Es zeigt sich der kontextübergreifende Befund, dass die mit dem Aktivierungsparadigma einhergehende rigide Erwerbszentrierung den subjektiven Tätigkeitsambitionen der Adressatinnen und Adressaten teilweise entgegensteht und zur Verschärfung gesellschaftlicher Ungleichheitsverhältnisse beitragen kann.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Education
Dewey Decimal Classification:370 Education
Language:German
Date:2015
Deposited On:22 Dec 2015 15:13
Last Modified:14 Feb 2018 10:16
Publisher:VS - Verlag für Sozialwissenschaften
ISSN:1867-0180
OA Status:Closed
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s12592-015-0205-y

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