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Salzkonsum der Zürcher Bevölkerung. Vergiften sich die ZürcherInnen mit Salz?


Jäggi-Stettler, Helen Manuela. Salzkonsum der Zürcher Bevölkerung. Vergiften sich die ZürcherInnen mit Salz? 2017, University of Zurich, Faculty of Medicine.

Abstract

Hintergrund: Ein übermässiger Salzkonsum kann ein hohes pathophysiologisches Potential haben. Aus diesem Grund wurde in dieser Arbeit die Salzzufuhr in einer Zürcher Population erfasst.
Methode: Aus einer Gruppe von 268 Probanden, welche für eine schweizweite Multicenter-Studie vom Bundesamt für Gesundheit rekrutiert wurden, wurden 166 im Kanton Zürich wohnhafte Probanden zufällig ausgewählt. Die Rekrutierung der Probanden erfolgte mittels Briefen an zufällig aus dem Telefonbuch ausgewählte Zürcher Haushalte, sowie über Aushänge an diversen Standorten an der Universität Zürich und Spitälern. Verschiedene klinische und laborchemische Daten wurden erfasst, u. a. der Salzkonsum mittels einer 24h Urinsammlung, die Körperzusammensetzung mit Bioimpedanz und mehrmalige Praxisblutdruckmessungen.
Resultate: Die Gesamtpopulation (n = 166, Alterspanne 19-95 Jahre) bestehend aus 79 Frauen und 87 Männern hatte einen durchschnittlichen BMI von 25.2 ± 4.2 kg/m² (Mittelwert ± SD). Die durchschnittliche Salzzufuhr in der Gesamtpopulation betrug 8.5 ± 3.9 g Salz pro Tag. Bei den Frauen betrug die durchschnittliche Salzzufuhr 7.8 ± 3.4 g/d, bei den Männern 9.6 ± 4.3 g/d. In der Gesamtpopulation stieg der Blutdruck mit zunehmendem Alter von 118 ± 2.7 mmHg (Mittelwert ± SEM) bei den 18-29 jährigen (n = 36), auf 138 ± 3.2 mmHg bei den über 70 jährigen Teilnehmern (n = 26). Zwischen dem Blutdruck und der Salzausscheidung zeigte sich keine signifikante Beziehung (systolischer Blutdruck: r = 0.15, p = 0.05, diastolischer Blutdruck: r = 0.017, p = 0.83). Zwischen dem BMI (kg/m²) und dem Blutdruck (mmHg) zeigte sich eine signifikante Beziehung (systolischer Blutdruck: r = 0.32, p < 0.0001, diastolischer Blutdruck: r = 0.27, p = 0.0005). Der Salzkonsum bei Probanden mit respektive ohne Antihypertensiva war identisch. Ein höherer Konsum an Früchten und Gemüse war mit einer höheren Salzausscheidung (g/d) verbunden (r = 0.26, p = 0.02). Zwischen der Kaliumausscheidung (mmol) und der Salzausscheidung (g/d) zeigte sich eine signifikante Beziehung (r = 0.46, p < 0.0001), ebenso zwischen der 24h-Urin-Kortisolausscheidung (µg/d) und der Salzausscheidung in (g/d) ( r = 0.48, p < 0.0001).
Diskussion: Die durchschnittliche Salzzufuhr in dieser Zürcher Population betrug 8.5 ± 3.9 g Salz pro Tag. Es zeigte sich keine signifikante Beziehung zwischen dem Salzkonsum und dem Blutdruck. Diese Arbeit zeigt, dass der Salzkonsum bei den Zürchern ähnlich ist wie in anderen Populationen und tiefer liegt als generell vermutet wurde.

Abstract

Hintergrund: Ein übermässiger Salzkonsum kann ein hohes pathophysiologisches Potential haben. Aus diesem Grund wurde in dieser Arbeit die Salzzufuhr in einer Zürcher Population erfasst.
Methode: Aus einer Gruppe von 268 Probanden, welche für eine schweizweite Multicenter-Studie vom Bundesamt für Gesundheit rekrutiert wurden, wurden 166 im Kanton Zürich wohnhafte Probanden zufällig ausgewählt. Die Rekrutierung der Probanden erfolgte mittels Briefen an zufällig aus dem Telefonbuch ausgewählte Zürcher Haushalte, sowie über Aushänge an diversen Standorten an der Universität Zürich und Spitälern. Verschiedene klinische und laborchemische Daten wurden erfasst, u. a. der Salzkonsum mittels einer 24h Urinsammlung, die Körperzusammensetzung mit Bioimpedanz und mehrmalige Praxisblutdruckmessungen.
Resultate: Die Gesamtpopulation (n = 166, Alterspanne 19-95 Jahre) bestehend aus 79 Frauen und 87 Männern hatte einen durchschnittlichen BMI von 25.2 ± 4.2 kg/m² (Mittelwert ± SD). Die durchschnittliche Salzzufuhr in der Gesamtpopulation betrug 8.5 ± 3.9 g Salz pro Tag. Bei den Frauen betrug die durchschnittliche Salzzufuhr 7.8 ± 3.4 g/d, bei den Männern 9.6 ± 4.3 g/d. In der Gesamtpopulation stieg der Blutdruck mit zunehmendem Alter von 118 ± 2.7 mmHg (Mittelwert ± SEM) bei den 18-29 jährigen (n = 36), auf 138 ± 3.2 mmHg bei den über 70 jährigen Teilnehmern (n = 26). Zwischen dem Blutdruck und der Salzausscheidung zeigte sich keine signifikante Beziehung (systolischer Blutdruck: r = 0.15, p = 0.05, diastolischer Blutdruck: r = 0.017, p = 0.83). Zwischen dem BMI (kg/m²) und dem Blutdruck (mmHg) zeigte sich eine signifikante Beziehung (systolischer Blutdruck: r = 0.32, p < 0.0001, diastolischer Blutdruck: r = 0.27, p = 0.0005). Der Salzkonsum bei Probanden mit respektive ohne Antihypertensiva war identisch. Ein höherer Konsum an Früchten und Gemüse war mit einer höheren Salzausscheidung (g/d) verbunden (r = 0.26, p = 0.02). Zwischen der Kaliumausscheidung (mmol) und der Salzausscheidung (g/d) zeigte sich eine signifikante Beziehung (r = 0.46, p < 0.0001), ebenso zwischen der 24h-Urin-Kortisolausscheidung (µg/d) und der Salzausscheidung in (g/d) ( r = 0.48, p < 0.0001).
Diskussion: Die durchschnittliche Salzzufuhr in dieser Zürcher Population betrug 8.5 ± 3.9 g Salz pro Tag. Es zeigte sich keine signifikante Beziehung zwischen dem Salzkonsum und dem Blutdruck. Diese Arbeit zeigt, dass der Salzkonsum bei den Zürchern ähnlich ist wie in anderen Populationen und tiefer liegt als generell vermutet wurde.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Suter P M, Battegay Edouard
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic and Policlinic for Internal Medicine
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:October 2017
Deposited On:05 Oct 2017 08:35
Last Modified:19 Mar 2018 08:26
Number of Pages:49
OA Status:Green

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