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Ultraschalluntersuchungen zur Verabreichung verschiedener Milchmengen bei Kälbern


Kochan, Manon. Ultraschalluntersuchungen zur Verabreichung verschiedener Milchmengen bei Kälbern. 2017, University of Zurich, Vetsuisse Faculty.

Abstract

In der vorliegenden Dissertation wurde untersucht, in welche Mägen die Milch gelangt, wenn Kälber mit unterschiedlichen Milchmengen getränkt werden (12 und 16 % des Körpergewichts sowie ad libitum).
Im ersten Versuch wurden je 6 Holstein-Kälber (Gruppen A, B, C) mit den ge-nannten Milchmengen getränkt. Die Milch wurde mit einem Plastikeimer mit Sauger am Eimerboden und einer Temperatur von 39.0 °C vertränkt. Die Untersu-chungen wurden von der 2. bis 6. Lebenswoche jeweils an 2 Tagen morgens durchgeführt. Die Kälber wurden vor, während und nach der Tränke sonogra-phisch untersucht und es wurde überprüft, ob sich die Milch in Haube, Pansenvor-hof, ventralem Pansensack, Labmagen oder Duodenum befand. Bei allen Kälbern war die Milch 15 Minuten nach dem Tränken im Labmagen und bei keinem Kalb in der Haube. Die ad libitum getränkten Tiere wiesen höhere durchschnittliche Tageszunahmen auf als die Kälber, die mit 12 und 16 % des Körpergewichts pro Tag getränkt wurden.
Im zweiten Versuch wurden 6 Kälber (Gruppe D) dreimal im Abstand von 12 Stunden mit Milch in einer Menge von 6 % des Körpergewichts gedrencht und sonographisch untersucht. Die Milch konnte nach dem Drenchen sonographisch sowohl in der Haube als auch im Labmagen dargestellt werden. Nach der dreima-ligen Eingabe von Milch im Abstand von 12 Stunden in einer Menge von 6 % des Körpergewichts wichen der Blut-pH-Wert und die Basenabweichung nicht von der Norm ab. Die D-Laktat-Werte im Serum stiegen jedoch innerhalb der nächsten 36 Stunden von 0.15 auf 1.70 und im Pansensaft von 0.48 auf 34.86 mmol/l an.
Aus den Untersuchungen bei den Gruppen A bis C wurde geschlossen, dass der Schlundrinnenreflex immer ausgelöst wurde und die Milch deshalb in den Lab-magen floss. Bei der Gruppe D konnte trotz dreimaligem Drenchen keine klini-sche Erkrankung der Kälber festgestellt werden, obwohl die Milch in die Vormä-gen gelangte.

Abstract

In der vorliegenden Dissertation wurde untersucht, in welche Mägen die Milch gelangt, wenn Kälber mit unterschiedlichen Milchmengen getränkt werden (12 und 16 % des Körpergewichts sowie ad libitum).
Im ersten Versuch wurden je 6 Holstein-Kälber (Gruppen A, B, C) mit den ge-nannten Milchmengen getränkt. Die Milch wurde mit einem Plastikeimer mit Sauger am Eimerboden und einer Temperatur von 39.0 °C vertränkt. Die Untersu-chungen wurden von der 2. bis 6. Lebenswoche jeweils an 2 Tagen morgens durchgeführt. Die Kälber wurden vor, während und nach der Tränke sonogra-phisch untersucht und es wurde überprüft, ob sich die Milch in Haube, Pansenvor-hof, ventralem Pansensack, Labmagen oder Duodenum befand. Bei allen Kälbern war die Milch 15 Minuten nach dem Tränken im Labmagen und bei keinem Kalb in der Haube. Die ad libitum getränkten Tiere wiesen höhere durchschnittliche Tageszunahmen auf als die Kälber, die mit 12 und 16 % des Körpergewichts pro Tag getränkt wurden.
Im zweiten Versuch wurden 6 Kälber (Gruppe D) dreimal im Abstand von 12 Stunden mit Milch in einer Menge von 6 % des Körpergewichts gedrencht und sonographisch untersucht. Die Milch konnte nach dem Drenchen sonographisch sowohl in der Haube als auch im Labmagen dargestellt werden. Nach der dreima-ligen Eingabe von Milch im Abstand von 12 Stunden in einer Menge von 6 % des Körpergewichts wichen der Blut-pH-Wert und die Basenabweichung nicht von der Norm ab. Die D-Laktat-Werte im Serum stiegen jedoch innerhalb der nächsten 36 Stunden von 0.15 auf 1.70 und im Pansensaft von 0.48 auf 34.86 mmol/l an.
Aus den Untersuchungen bei den Gruppen A bis C wurde geschlossen, dass der Schlundrinnenreflex immer ausgelöst wurde und die Milch deshalb in den Lab-magen floss. Bei der Gruppe D konnte trotz dreimaligem Drenchen keine klini-sche Erkrankung der Kälber festgestellt werden, obwohl die Milch in die Vormä-gen gelangte.

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Item Type:Dissertation
Referees:Braun Ueli
Communities & Collections:05 Vetsuisse Faculty > Veterinary Clinic > Department of Farm Animals
Dewey Decimal Classification:570 Life sciences; biology
630 Agriculture
Language:German
Date:2017
Deposited On:25 Jan 2018 12:08
Last Modified:19 Mar 2018 09:36
OA Status:Green

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